Polizei-News Saarbrücken, 29.04.26: Bundesweiter Aktionstag "sicher.mobil.leben"/Die Polizei Saarland zieht positive Bilanz
Die Polizei informiert über einen aktuellen Verkehrsunfall in Saarbrücken. Was ist heute passiert?
Erstellt von Team Datenjournalismus - Uhr
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Die Polizei Saarland beteiligte sich am Dienstag, 28. April 2026, am bundesweiten Aktionstag "sicher.mobil.leben", der durch das Bundesland Hamburg koordiniert wurde. Die großangelegte Verkehrspräventionsarbeit erbrachte durchweg positive Resonanzen aus der Bevölkerung, aber auch einen verletzten Polizeibeamten und mehrere eingeleitete Strafverfahren.
An der im gesamten Saarland über den ganzen Dienstag hinweg durchgeführten Verkehrssicherheitsaktion, die sowohl in Fußgängerzonen, auf Radwegen und auf Landstraßen unter dem Fokus von Zweiradfahrenden realisiert wurde, beteiligten sich zwölf Polizeiinspektionen, die Verkehrspolizei sowie die Wasserschutzpolizei. Insgesamt sprachen 100 Einsatzkräfte rund 800 Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer auf Zweirädern an und bekamen sowohl durch die Angesprochenen, als auch die Passantinnen und Passanten in Fußgängerzonen ein sehr positives Feedback zum Aktionstag.
Die Polizeibeamtinnen und Polizeibeamten kamen mit den Verkehrsteilnehmenden auf deren Zweirädern im persönlichen Dialog gut ins Gespräch und sensibilisierten diese im Hinblick auf die Risiken im Straßenverkehr, als auch die Eigenschaften der von ihnen genutzten Verkehrsmitteln. Das Tragen eines Helmes, gut sichtbarer Kleidung und Reflektoren beim Fahren von Rädern und E-Scootern sind keine Pflicht, können aber im Ernstfall Unfälle oder schwere Verletzungen verhindern. Die Einsatzkräfte sensibilisierten im Hinblick auf mögliche technische Mängel nach den Wintermonaten, weshalb sich beispielsweise ein Bremsen-Check anbietet. Das Anpassen der Geschwindigkeit in Abhängigkeit von Fahrbahnzustand und Witterung sprachen die Beamtinnen und Beamten ebenfalls an.
Auch Innenminister Reinhold Jost stellte die Wichtigkeit der polizeilichen Verkehrssicherheitsarbeit besonders heraus und zeigte sich mit dem Einsatzverlauf zufrieden: "Durch die sehr gute Präventionsarbeit der Polizei ist es uns gelungen, mit vielen Saarländerinnen und Saarländern ins Gespräch zu kommen und diese auf mögliche Gefahren aufmerksam zu machen. Die gegenseitige Rücksichtnahme im Straßenverkehr, egal ob auf zwei oder vier Rädern, das vorrauschauende Fahren und die angepasste Geschwindigkeit können Unfälle maßgeblich reduzieren."
Bei den überwiegend auf Fahrrädern, Pedelecs und E-Scootern, aber auch auf Motorrädern fahrenden Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmern stellten die Einsatzkräfte etwa 200 Verstöße fest. Dabei handelte es sich überwiegend um verbotswidriges Befahren von Gehwegen oder Fußgängerzonen. Zusätzlich hatten einige E-Scooterfahrende kein aktuelles Versicherungskennzeichen an ihrem Fahrzeug. In diesem Zusammenhang weist die Polizei darauf hin, dass seit dem 01. März 2026 das schwarze Versicherungskennzeichen gültig ist.
Im Rahmen einer Geschwindigkeitsmessung im Bereich "Fechinger Berg" auf der L 105 (zwischen Fechingen und Bliesransbach) stellten Einsatzkräfte der Verkehrspolizei unter anderem einen Motorradfahrer fest, der mit stark überhöhter Geschwindigkeit unterwegs war. Statt der erlaubten 50 km/h fuhr er auf der kurvigen Strecke mit 101 km/h. Ihn erwartet ein Bußgeld in Höhe von 320EUR sowie ein Monat Fahrverbot. Bei zwei weiteren Motorrädern war die erforderliche Betriebserlaubnis erloschen und ihnen wurde die Weiterfahrt untersagt.
An einer Kontrollörtlichkeit in Völklingen verletzte um 07:55 Uhr ein bislang unbekannter E-Bike-Fahrer einen Polizeibeamten. Nachdem der Zweiradfahrer die Kontrollstelle erblickte, bremste dieser sein Fahrzeug auf dem Radweg in einiger Entfernung zunächst bis zum Stillstand ab. Als eine Einsatzkraft sich dem Mann näherte, fuhr dieser unvermittelt über den Grünstreifen in den fließenden Verkehr ein. Es kam sodann zur Kollision mit einem vorbeifahrenden PKW, an welchem Sachschaden entstand. Im Anschluss fuhr er auf den Beamten mit hoher Geschwindigkeit zu, welcher dem E-Bike-Fahrer deutliche Anhaltesignale gab. Diese missachtete der Zweiradfahrer jedoch und setzte seine Fahrt in Richtung des Beamten fort. Obwohl der Kollege dem E-Bike auswich, kam es zum Zusammenstoß zwischen dem Rad und dem Polizeibeamten, wodurch dieser leicht verletzt wurde. Der Zweiradfahrer setzte im Anschluss seine Fahrt unerkannt fort.
Der ca. 16-22 Jahre alte Zweiradfahrer mit schlanker Statur, gegen den mehrere Strafverfahren eingeleitet wurden, wird nun gesucht. Er trug zur Tatzeit eine dunkle Motorradjacke, einen Motorradhelm mit dunklem Visier und eine helle Jeanshose und war mit einem E-Bike mit auffällig breiter Bereifung (Motorradoptik, ähnlich sog. Fat-bike) unterwegs.Hinweise zu dem Fahrer nimmt die Polizeiinspektion Völklingen unter der Telefonnummer: 06898-2020 entgegen.
+++ Redaktioneller Hinweis: Dieser Artikel basiert auf einer Meldung des Landespolizeidirektion Saarland vom 29.04.2026 gegen 15:26 Uhr. Die Originalmeldung aus dem Blaulichtreport des Presseportals finden Sie hier. Um Sie schnellstmöglich zu informieren, werden diese Texte datengetrieben aktualisiert und stichprobenartig kontrolliert. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++
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