Polizei-News Präsidialbereich, 10.04.26: Verkehrsunfallbilanz 2025: Unfallzahlen konstant, Unfälle mit Seniorinnen und Senioren sinken leicht
Die Polizei informiert über einen aktuellen Verstoß wegen Drogen in Präsidialbereich. Alle bekannten Details zum Fall.
Erstellt von Team Datenjournalismus - Uhr
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Kernaussagen:
2025 wurden im Bereich des PP Rheinpfalz 30.291 Unfälle registriert. Die Anzahl bewegt sich auf Vorjahresniveau.
Die Zahl der verunglückten Personen stieg leicht auf 4.125 (+ 1,1 Prozent).
Insgesamt kamen 33 Menschen im Straßenverkehr ums Leben (2024: 22 / +50 Prozent), dabei ist die Gruppe der Seniorinnen und Senioren über 65 besonders betroffen (14 von 33).
Die Anzahl der Unfälle mit Elektrokleinstfahrzeugen stieg auf 265 (2024: 141 / +87,9 Prozent) an, was auf die erhöhte Verfügbarkeit und Nutzung zurückzuführen ist.
Verkehrsunfälle unter Einfluss berauschender Mittel sind auf 541 gesunken. Die Hauptunfallursache dabei war Alkohol mit 460 Unfällen; bei 81 Unfällen waren andere berauschende Mittel wie Drogen und Medikamente ursächlich, davon 60 Unfälle unter dem Einfluss von THC.
209 mal führte Ablenkung des Fahrzeugführenden zu einem Verkehrsunfall.
Neue elektronische Unfalltypensteckkarte "EUSKA":
Die zum 1. Januar 2025 eingeführte elektronische Unfalltypensteckkarte "EUSKA" führt zu einer grundlegenden Verbesserung der Datenqualität und Modernisierung der Datenauswertung in der Verkehrsunfallstatistik. Durch veränderte Erhebungsparameter in der Auswertung entstehen gegebenenfalls Abweichungen zu veröffentlichen Unfallzahlen der Jahresunfallbilanzen der Vorjahre.
Verkehrsunfallentwicklung mit Blick auf verschiedene Risikogruppen und Hauptunfallursachen:
Bei der Risikogruppe der Seniorinnen und Senioren über 65 Jahren konnte ein leichter Rückgang der Verkehrsunfallzahlen im Vergleich zum Vorjahr registriert werden.Insgesamt sank die Zahl der Unfallbeteiligten Personen ab 65 Jahren auf 7.267 (-1,9 Prozent). In ca. 72 Prozent (5.232 Fällen) waren sie Hauptunfallverursachende. 2025 verunglückten 14 Personen (2024:13) über 65 Jahre bei Verkehrsunfällen tödlich.Auffällig ist die Gruppe der über 75-Jährigen. Waren diese als Fahrzeugführende an Unfällen beteiligt, so waren sie auch in drei von vier Fällen Hauptunfallverursachende.Die Gruppe der Fahrzeugführenden ab 75 Jahren war 2025 an 3.319 Verkehrsunfällen beteiligt (+ 0,6 Prozent).
Die Risikogruppe junge Fahrende (18 - 24-Jährige) war an 5.316 Verkehrsunfällen beteiligt (2024: 5.586 Unfälle; -4,8 Prozent).
Die aufgenommenen Verkehrsunfälle mit Beteiligung von Kindern (0-14 Jahre) stiegen um 15 Prozent auf 346 Unfälle (2024: 301). Hierbei verunglückten insgesamt 345 Kinder. Wie im Vorjahr wurde kein Kind im Zusammenhang mit einem Verkehrsunfall getötet; 21 Kinder wurden schwer verletzt (2024: 21) und 324 leicht verletzt (2024: 329, -1,5%).
Die Zahl von Fahrerinnen und Fahrern motorisierter Zweiräder, die in Verkehrsunfälle verwickelt waren, ist um 2,8 Prozent auf 630 angestiegen (2024: 613) und liegt damit leicht über dem Durchschnitt der Vorjahre.Tödlich verunglückten in diesem Zusammenhang 4 Personen (2024: 5). Schwer verletzt wurden 103 (2024: 111), leicht verletzt 277 Personen (2024: 269).
Verkehrsunfälle mit Pedelecs oder Fahrrädern nahmen im Vergleich zu 2024 um 3,7 Prozent zu. Während es im Jahr 2024 noch 1.452 Unfälle waren, stieg die Zahl auf 1.506. Von insgesamt 33 Verkehrstoten im Jahr 2025 sind hiervon 5 der Risikogruppe der Rad- und Pedelecfahrenden zuzuordnen. Schwer verletzt wurden im Jahr 2025 148 (2024: 151), leicht verletzt 975 Personen (2024: 955).
Die Gesamtzahl der Unfälle mit Beteiligung von Schwerverkehr stieg um 10,5 Prozent bei einer Anzahl von 3.370 (2024: 3.051). Im Vergleich liegt diese Zahl über dem Mittelwert der letzten vier Jahre (3.098).
Die Unfallursache "Abstand", die seit Januar 2025 nur noch beim Abstand zum Vorrausfahrenden greift (zuvor auch Seitenabstand), sank deshalb um 53,7% auf 4.863 (2024: 10.492)
Überhöhte Geschwindigkeit bleibt mit einem Anteil von 5,9 Prozent weiter eine Hauptunfallursache. Aufgrund nicht angepasster oder überhöhter Geschwindigkeit wurden 1.791 Verkehrsunfälle registriert. Im Jahr 2024 waren dies noch 2.437 (-26,5 Prozent).
Verkehrsunfallprävention 2025:
Die Reduzierung von Verkehrsunfällen und die Minimierung von Unfallfolgen waren auch im vergangenen Jahr Schwerpunkte der polizeilichen Präventionsarbeit. Hierzu zählen nicht nur Verkehrskontrollen, sondern auch die Aufklärung der Verkehrsteilnehmenden im Hinblick auf die Risiken, die im Zusammenhang mit dem Straßenverkehr entstehen. Dabei wollen wir durch zielgruppen- und ursachenorientierte Maßnahmen die Verkehrsunfallrisiken minimieren und die Anzahl der Verkehrsunfälle reduzieren. Um dies voranzutreiben, wurde die Präventionsarbeit im Dienstbezirk des Polizeipräsidiums Rheinpfalz weiter intensiviert.
Beispielsweise erreichte die Polizeipuppenbühne mit ihrer Kriminal- und Verkehrspräventionsarbeit 1.980 Kinder und 222 Erwachsene. Die Jugendverkehrsschule beschulte mit der Radfahrausbildung 9.622 Kinder.
Im Jahr 2025 konnten mit dem Präventionsangebot "Drogen im Straßenverkehr" 96 Schulklassen mit 2.408 Schülerinnen und Schülern, und damit rund viermal so viele Menschen wie im Vorjahr erreicht werden.
Zur Verhinderung von Verkehrsunfällen unter dem Einfluss berauschender Mittel, führten Polizeikräfte des Polizeipräsidiums auch im Jahr 2025 weiterhin intensive Verkehrskontrollen durch.Hierbei wurden 1.438 Fahrzeugführende unter Alkoholeinfluss und 1.341 Fahrerinnen und Fahrer unter dem Einfluss von Drogen festgestellt. Darüber hinaus konnten Polizeikräfte in 540 Fällen verhindern, dass berauschte Personen mit einem Fahrzeug am Straßenverkehr teilnahmen.
Im Jahr 2025 wurde im Dienstbezirk des Polizeipräsidiums Rheinpfalz die Geschwindigkeit von ca. 32 Millionen Fahrzeugen durch Geschwindigkeitsmessanlagen erfasst. Daraus resultierten 472.457 Bußgelder oder Verwarnungen.
Das Polizeipräsidium Rheinpfalz beteiligte sich zudem an Kontrollwochen des europaweiten Polizeinetzwerks ROADPOL (www.roadpol.eu). Mit der "Vision Zero" verfolgen wir dabei das langfristige europaweite Ziel, die Zahl der Verkehrsunfalltoten auf nahezu Null zu senken.
Die Verkehrsunfallstatistik 2025 des PP Rheinpfalz "Auf einen Blick" finden Sie auf unserer Internetseite https://s.rlp.de/YSXrl . (Verkehrsstatistik für den Raum Ludwigshafen)
Das Polizeipräsidium Rheinpfalz mit Sitz in Ludwigshafen am Rhein ist zuständig für die Sicherheit von fast einer Millionen Menschen. Der Dienstbezirk der Behörde mit ihren rund 2.200 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern umfasst auf etwa 2.400 Quadratkilometern das komplette Vorder- und Südpfalz mit den Landkreisen Bad Dürkheim, Germersheim, Rhein-Pfalz-Kreis und Südliche Weinstraße sowie die kreisfreien Städte Frankenthal (Pfalz), Landau in der Pfalz, Ludwigshafen am Rhein, Neustadt a.d. W. und Speyer.
+++ Redaktioneller Hinweis: Dieser Artikel basiert auf einer Meldung des Polizeipräsidium Rheinpfalz vom 10.04.2026 gegen 10:46 Uhr. Die Originalmeldung aus dem Blaulichtreport des Presseportals finden Sie hier. Um Sie schnellstmöglich zu informieren, werden diese Texte datengetrieben aktualisiert und stichprobenartig kontrolliert. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++
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