Polizei-News Stuttgart, 23.03.26: Offensivansprachen bei rechtsextremistischen Gruppierungen Unitas Germanica, Front Line Black Forest
Eine Demonstration wurde aktuell von der Polizei in Stuttgart gemeldet. Was ist heute passiert?
Erstellt von Team Datenjournalismus - Uhr
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Neugierig auf Veränderung?" - Mit dieser Frage wurden junge Menschen aus Baden-Württemberg, die den Gruppierungen "Unitas Germanica" und "Front Line Black Forest" zuzurechnen sind, an der Haustür begrüßt. Bei den beiden Gruppierungen handelt es sich um Zusammenschlüsse, die vor allem über soziale Medien auftreten und durch ideologische Inhalte auffallen. Die Szene ist dynamisch, häufig dezentral organisiert und spricht insbesondere jüngere Menschen an.
Mitglieder beider, vor allem aus jungen Personen bestehenden Gruppierungen, verbreiten rechtsextremistisches Gedankengut und beteiligen sich an Aufzügen und Demonstrationen, beispielsweise gegen CSD-Veranstaltungen.
Gemeinsam suchten am 19. März 2026 Polizeibeamtinnen und Polizeibeamte der Polizeipräsidien Aalen, Pforzheim und Reutlingen sowie Mitarbeitende des beim Staatsschutz- und Anti-Terrorismuszentrum (SAT BW) des Landeskriminalamts Baden-Württemberg angesiedelten Kompetenzzentrums gegen Extremismus in Baden-Württemberg (konex) diese Personen zeitgleich und gezielt auf. Den Angesprochenen wurde die professionelle und kompetente Begleitung bei der Distanzierung von rechtsextremistischen Bezügen angeboten.
Leitender Kriminaldirektor Andreas Taube, Leiter des SAT BW, weiß: "Die Ausstiegsberatung des konex reicht im Rahmen solcher Offensivansprachen Personen aus dem extremistischen Spektrum im wahrsten Sinne des Wortes die Hand. Angeboten wird eine strukturierte und an wissenschaftlichen Standards sowie individuellen Bedarfen orientierte Begleitung zurück auf den Boden der freiheitlich demokratischen Grundordnung."
"Gerade in sozialen Netzwerken findet Radikalisierung dynamisch und entgrenzt statt. Wir bauen gezielt Vertrauen in den Staat und seine Unterstützungsangebote auf und entwickeln mit Ausstiegswilligen Perspektiven für ein sinnerfülltes Leben außerhalb der Szene", ergänzt Polizeidirektorin Bettina Rommelfanger, Leiterin des konex.
Getreu dem Slogan "Gemeinsam gegen Extremismus" ist seit vielen Jahren die Zusammenarbeit mit den regionalen Polizeipräsidien, deren Beschäftigte Land und Leute aus der täglichen Arbeit am besten kennen, Erfolgsfaktor der gezielten Offensivansprachen. Dass diese Maßnahmen Wirkung zeigen, haben bereits mehrfach durchgeführte Offensivansprachen (Wir berichteten unter anderem mit Pressemitteilungen am 15. Januar 2026 https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/110980/6197150 und 10. April 2025 https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/110980/6010260) gezeigt. Im Anschluss nahmen mehrere angesprochene Personen das Kontaktangebot wahr.
Das Angebot des konex ist kostenfrei und wird ausschließlich auf freiwilliger Basis umgesetzt. Interdisziplinarität, Kooperation und eine optimale Zusammenarbeit an Schnittstellen, unter anderem mit zivilgesellschaftlichen Partnern aus dem Netzwerk des konex, ermöglichen maßgeschneiderte Lösungen für Klientinnen und Klienten.
Die Ausstiegsberatung des konex ist per E-Mail über das Postfach ausstiegsberatung@konex.bwl.de und von Montag bis Freitag zwischen 9 und 18 Uhr über die Telefonhotline 0711 279-4555 oder für eine erste Kontaktaufnahme per WhatsApp unter 0162 2530543 erreichbar.
+++ Redaktioneller Hinweis: Dieser Artikel basiert auf einer Meldung des Landeskriminalamt Baden-Württemberg vom 23.03.2026 gegen 11:00 Uhr. Die Originalmeldung aus dem Blaulichtreport des Presseportals finden Sie hier. Um Sie schnellstmöglich zu informieren, werden diese Texte datengetrieben aktualisiert und stichprobenartig kontrolliert. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++
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roj/news.de
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