Polizei-News A4 Höhe Erfurt-Vieselbach, 17.03.26: Schwerpunktkontrolle Abfall und Gefahrgut bringt gravierende Verstöße zutage
Die Polizei informiert über einen aktuellen Unfall und Brand in A4 Höhe Erfurt-Vieselbach. Alle bekannten Details zum Fall.
Erstellt von Team Datenjournalismus - Uhr
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Am vergangenen Donnerstag führte die Kontrollgruppe für gewerblichen Personen- und Güterverkehr der Autobahnpolizei eine Großkontrolle mit dem Schwerpunkt Abfall und Gefahrgut durch. Im Visier der Beamten standen hauptsächlich Fahrzeuge über 3,5 Tonnen, welche mit Abfall oder Gefahrgut beladen waren. Solche Fahrzeuge müssen entsprechend durch Warntafeln gekennzeichnet sein.
Zusätzlich nahmen an der Kontrolle Seminarteilnehmer des Aufbauseminars ADR (Europäisches Übereinkommen über die internationale Beförderung gefährlicher Güter auf der Straße) des Bildungszentrums der Thüringer Polizei teil. Dazu gehören neben Thüringer Beamten auch Kontrollkräfte aus Sachsen und Sachsen-Anhalt. Vertreter des Thüringer Landeskriminalamtes (Umweltkriminalität), des Thüringer Landesamtes für Umwelt, Bergbau und Naturschutz (Abfallrechtliche Überwachung) und des Thüringer Landesverwaltungsamtes unterstützten die Kontrolle im Rahmen der Ausbildungsmaßnahme.
So konnten insgesamt 19 Fahrzeuge an der Tank- und Rastanlage Eichelborn an der A4 kontrolliert werden.
Bei zwei Gefahrguttransporten waren die Mängel derart gravierend, dass die Weiterfahrt untersagt wurde. Eines der Fahrzeuge war mit umweltgefährlichen, getrockneten Schlämmen beladen. Hier war die Ladungssicherung mehr als mangelhaft.
Das zweite Fahrzeug war mit Diesel beladen. Die zum Mitführen vorgeschriebenen Feuerlöscher war defekt. Außerdem befanden sich im Armaturenschrank ungesicherte und nicht gekennzeichnete Auffangreste des Ladegutes in ungeeigneten Eimern. Zusätzlich befanden sich in dem Schrank Ausrüstungsgegenstände, welche dort nicht hingehören und an der Bremsanlage wurden technische Mängel festgestellt.
Auch ein Kleintransporter schaffte es in die Kontrollstelle der Beamten. Hierbei sollte es sich eigentlich um einen Kühltransporter handeln. Doch die Kühlanlage war defekt. Daher wurde alternativ ein Kühlschrank auf die Ladefläche des Transporters gestellt. Darin befand sich Tiefkühlware, welche die geforderte Temperatur bereits überschritten hatte. Weitere Lebensmittel standen ungeschützt auf dem dreckigen Ladeboden. Sämtliche Lebensmittelvorschriften wurden nicht eingehalten.
Insgesamt wurden zahlreiche Verstöße festgestellt. Unter anderem war die Dokumentation entsprechend der gefahrgutrechtlichen Vorschriften und die Ladungssicherung des beförderten Gutes mangelhaft. Darüber hinaus konnten Verstöße gegen die Lenk- und Ruhezeiten festgestellt werden.
Durch eine regelmäßige Kontrolle des Schwerverkehrs kann sich die Verkehrssicherheit enorm erhöhen. Lkws, Busse und Transporter stellen aufgrund ihres Gewichtes und der Größe ein höheres Gefahrenpotential dar. Mit dem Spezialwissen der Kontrollbeamten und der entsprechenden Ausrüstungen werden die Elefanten der Straße auf Herz und Nieren geprüft, um defekte Fahrzeuge aus dem Verkehr zu ziehen.
+++ Redaktioneller Hinweis: Dieser Artikel basiert auf einer Meldung des Autobahnpolizeiinspektion vom 17.03.2026 gegen 11:42 Uhr. Die Originalmeldung aus dem Blaulichtreport des Presseportals finden Sie hier. Um Sie schnellstmöglich zu informieren, werden diese Texte datengetrieben aktualisiert und stichprobenartig kontrolliert. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++
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roj/news.de
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