Polizei-News Stuttgart, 15.01.26: Offensivansprachen im rechtsextremistischen Spektrum - Gruppierung "Der Störtrupp"

Die Polizei informiert über eine aktuelle Versammlung in Stuttgart. Alle bekannten Details zum Fall.

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Die Polizei informiert über ein aktuelles Delikt (Symbolbild). (Foto) Suche
Die Polizei informiert über ein aktuelles Delikt (Symbolbild). Bild: picture alliance / dpa / Marcus Brandt

Mit einer gezielten und bewusst niederschwelligen Ansprache wurden am 13. Januar Personen, die der Gruppierung "Der Störtrupp" zuzurechnen sind, angesprochen.

"Der Störtrupp" ist eine nicht parteigebundene, vor allem aus jungen Menschen bestehende, Gruppierung in Deutschland, die unter anderem für Störaktionen sowie Demonstrationen gegen Veranstaltungen zum Christopher Street Day und die Verbreitung rechtsextremen Gedankenguts bekannt ist.

Das Landeskriminalamt Baden-Württemberg mit seinem Kompetenzzentrum gegen Extremismus in Baden-Württemberg (konex) unterstützte bei den zeitgleich durchgeführten Gefährderansprachen die Polizeibeamtinnen und Polizeibeamte der Polizeipräsidien Aalen, Freiburg, Karlsruhe, Konstanz, Ludwigsburg, Mannheim, Pforzheim und Reutlingen. In den Ansprachen wurden den betroffenen Personen ganz offen und unverbindlich die professionelle und kompetente Begleitung bei der Distanzierung von rechtsextremistischen Bezügen angeboten.

Das konex ist Teil des Staatsschutz- und Anti-Terrorismuszentrums Baden-Württemberg (SAT BW) beim Landeskriminalamt Baden-Württemberg. Andreas Taube als Leiter des SAT BW weiß: "Die Ausstiegsberatung des konex ist ein wichtiger präventiver Baustein in unserer ganzheitlichen Strategie zur Bekämpfung aller extremistischen Erscheinungsformen. Wir reichen damit Personen aus dem extremistischen Spektrum die Hand und unterstützen auf dem Weg in ein Leben, in dem die Spielregeln der freiheitlich demokratischen Grundordnung wieder beachtet werden. Das ist aus meiner Sicht gelebte demokratische Kultur".

"Die Polizei hat nicht nur die Aufgabe, Straftaten zu ermitteln, sondern auch, diese zu verhüten. Wir sprechen Menschen, die sich extremistischen Strömungen angeschlossen und Straftaten begangen haben oder im Begriff stehen, sich strafbar zu machen, gezielt an. Wir bieten eine Perspektive für eine professionell begleitete Rückkehr in ein gesetzestreues Leben an. Damit beeinflussen wir nicht nur Lebenswege, sondern sorgen mit jedem sensibilisierenden und aufklärenden Gespräch für mehr Sicherheit aller Menschen und schützen unsere Demokratie" erläutert die Leiterin des konex Bettina Rommelfanger.

Getreu dem Slogan "Gemeinsam gegen Extremismus" ist dabei die Zusammenarbeit mit den regionalen Polizeipräsidien, deren Beschäftigte Land und Leute aus der täglichen Arbeit am besten kennen, Erfolgsfaktor der gezielten Offensivansprachen.

Das hierbei vermittelte Angebot des konex ist kostenfrei und wird ausschließlich auf freiwilliger Basis umgesetzt. Interdisziplinarität, Kooperation und eine optimale Zusammenarbeit an Schnittstellen, unter anderem mit zivilgesellschaftlichen Partnern aus dem Netzwerk des konex, ermöglichen maßgeschneiderte Lösungen für Klientinnen und Klienten.

Die Ausstiegsberatung des konex ist per E-Mail über das Postfach ausstiegsberatung@konex.bwl.de und von Montag bis Freitag zwischen 9 und 18 Uhr über eine Telefonhotline oder WhatsApp erreichbar.

Beratungstelefon: 0711 279 -4555

WhatsApp (erste Kontaktaufnahme):

+++ Redaktioneller Hinweis: Dieser Artikel basiert auf einer Meldung des Landeskriminalamt Baden-Württemberg vom 15.01.2026 gegen 14:00 Uhr. Die Originalmeldung aus dem Blaulichtreport des Presseportals finden Sie hier. Um Sie schnellstmöglich zu informieren, werden diese Texte datengetrieben aktualisiert und stichprobenartig kontrolliert. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++

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