Polizei-News Schwabach, 10.01.26: Polizeilicher Schusswaffengebrauch in Kleinschwarzenlohe

Ein Gewaltdelikt wurde aktuell von der Polizei in Schwabach gemeldet. Was ist heute passiert?

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Aktuelle Polizeimeldung: Blaulichtreport Bild: Adobe Stock / Karl-Heinz H

Am frühen Samstagmorgen (10.01.2026) kam es bei einer Person im psychischen Ausnahmezustand im Wendelsteiner Gemeindeteil Kleinschwarzenlohe (Lkrs. Roth) zu einem Einsatz des Spezialeinsatzkommandos der Polizei. Als der 25-jährige Mann die Beamten mit einer augenscheinlichen Schusswaffe und einem Messer bedrohte, mussten die Einsatzkräfte von der Schusswaffe Gebrauch machen. Der Mann wurde hierbei lebensgefährlich verletzt und musste zur medizinsichen Versorgung in ein Krankenhaus gebracht werden.

Eine Angehörige des jungen Mannes in der Porschestraße meldete sich gegen 04:15 Uhr über den Polizeinotruf. Sie gab an, dass sie gerade im telefonischen Kontakt mit dem 25-Jährigen (deutsch) sei. Dieser befände sich in einem psychischen Ausnahmezustand und habe ihr gegenüber immer wieder Suizid angekündigt. Während des Telefonats seien mehrfach Schussgeräusche wahrnehmbar gewesen.

Aufgrund der Mitteilung begaben sich mehrere Polizeistreifen zum Einsatzort und sperrten den Bereich ab. Auf Grund der Erkenntnisse über eine mögliche Schusswaffe zog die Einsatzzentrale des Polizeipräsidiums Mittelfranken außerdem Einsatzkräfte des Spezialeinsatzkommandos hinzu.

In der Folgezeit versuchten sowohl die Angehörigen als auch Beamte der polizeilichen Verhandlungsgruppe, den 25-Jährigen zu beruhigen und diesen dazu zu bewegen, das Haus unbewaffnet zu verlassen.

Gegen 07:00 Uhr betraten Beamte des Spezialeinsatzkommandos das Wohnhaus, um diesen Bereich zu sichern. Auch zu diesem Zeitpunkt war die Zielsetzung der Polizei weiterhin, kommunikativ auf den Mann einzuwirken. Allerdings kam der 25-Jährige den Einsatzkräften im Erdgeschoss des Hauses kurz darauf mit einer augenscheinlichen Schusswaffe und einem Messer in den Händen entgegen. Nachdem er auf die Aufforderung, die Waffen abzulegen, nicht reagierte, kam es zum polizeilichen Schusswaffengebrauch. Der Mann erlitt hierbei lebensgefährliche Verletzungen im Oberkörperbereich, die unmittelbar von einem bereits vor Ort befindlichen Notarzt erstversorgt wurden. Zwischenzeitlich befindet sich der Mann in einem Klinikum.

Nach aktuellem Ermittlungsstand geht das Polizeipräsidium Mittelfranken davon aus, dass die Schussabgaben der Einsatzkräfte in einer Notwehrsituation erfolgten. Neben Beamten mittelfränkischer Kriminaldienststellen nahmen am Einsatzort auch Beamte des Bayerischen Landeskriminalamts (BLKA) ihre Ermittlungen auf. Die Untersuchungen zur Prüfung der Rechtmäßigkeit des polizeilichen Schusswaffengebrauchs werden - wie in derartigen Fällen üblich - aus Neutralitätsgründen durch das Bayerische Landeskriminalamt geführt. Alle Maßnahmen werden dabei in enger Abstimmung mit der Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth getroffen.

+++ Redaktioneller Hinweis: Dieser Artikel basiert auf einer Meldung des Polizeipräsidium Mittelfranken vom 10.01.2026 gegen 12:33 Uhr. Die Originalmeldung aus dem Blaulichtreport des Presseportals finden Sie hier. Um Sie schnellstmöglich zu informieren, werden diese Texte datengetrieben aktualisiert und stichprobenartig kontrolliert. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++

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