Polizeieinsatz Dörentrup, 11.10.25: Brand im Industriegebiet Dörentrup-Humfeld - Feuerwehr erneut im Großeinsatz

Die Polizei informiert über eine Warnung in Dörentrup. Was ist bisher bekannt?

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Die Polizei informiert über ein aktuelles Delikt (Symbolbild). (Foto) Suche
Die Polizei informiert über ein aktuelles Delikt (Symbolbild). Bild: picture alliance / dpa / Soeren Stache

Am Freitagabend wurde die Feuerwehr Dörentrup um 21:03 Uhr zu einem Brandeinsatz im Industriegebiet Dörentrup-Humfeld alarmiert.

Schon auf Anfahrt zur Einsatzstelle war ein deutlicher Feuerschein sowie eine starke Rauchentwicklung sichtbar, weshalb das Einsatzstichwort frühzeitig von Feu 3 auf Feu 4 - "Großbrand" erhöht wurde. Das Feuer war im gegenüberliegenden Teil einer Wertstoff-Sortierhalle ausgebrochen - in jener Anlage, in der es bereits Anfang Mai zu einem größeren Brand gekommen war. In der Halle werden hauptsächlich Verpackungsabfälle aus den gelben Wertstofftonnen gelagert.

Beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte stand bereits ein erheblicher Bereich des rund 125 x 30 Meter großen Gebäudekomplexes in Vollbrand. Durch die enorme Hitzeentwicklung stürzten Teile des Daches ein. Das Industriegebiet wurde großräumig abgesperrt, während gleichzeitig eine Riegelstellung über mehrere Seiten errichtet wurde, um ein Übergreifen der Flammen auf angrenzende Hallenteile zu verhindern.

Aufgrund der massiven Rauchentwicklung wurden die Anwohnerinnen und Anwohner über Rundfunkdurchsagen sowie die Warn-Apps NINA und Katwarn aufgefordert, vorsorglich Fenster und Türen geschlossen zu halten.

Mit einem intensiven Löschangriff konnte der Brand unter Kontrolle gebracht werden. Zur Sicherstellung der Wasserversorgung wurde das Wasserfördersystem Lemgo sowie mehrere Einheiten benachbarter Feuerwehren nachalarmiert. Im weiteren Verlauf kamen zusätzlich Atemschutzgeräteträger aus umliegenden Kommunen, die Messekomponente des Kreises Lippe, das Umweltamt, das Landesamt für Natur, Umwelt und Klima (LANUK NRW) sowie die Bezirksregierung Detmold zum Einsatz.

Da sich die Glutnester tief in den über 120 Tonnen Unrat befanden, wurde das Technische Hilfswerk (THW) mit 2 Radladern und weiterem schwerem Gerät hinzugezogen, um das Material auseinanderzuziehen und gezielt ablöschen zu können.

Insgesamt waren zeitgleich über 170 Einsatzkräfte bis in die Abendstunden des folgenden Tages im Einsatz. Verletzt wurde glücklicherweise niemand.

Aufgrund des Großbrandes kam es zu Ablagerungen von Brandrückständen im angrenzenden Bereich, woraufhin nach Absprache mit dem LANUK sowie der Gemeinde Dörentrup, eine Handlungsempfehlung an betroffene Bürgerinnen und Bürger über KatWarn sowie NINA gesendet wurde.

Hinweise auf einen technischen Defekt oder eine vorsätzliche Brandstiftung liegen derzeit nicht vor. Die Höhe des entstandenen Sachschadens konnte noch nicht genau ermittelt werden.

Die Feuerwehr Dörentrup bedankt sich bei allen beteiligten Kräften und Organisationen, sowie dem Bürgermeister, Wasserwerk und dem Ordnungsamt der Gemeinde Dörentrup für die hervorragende Zusammenarbeit unter den erneut anspruchsvollen Einsatzbedingungen.

+++ Redaktioneller Hinweis: Dieser Artikel basiert auf einer Meldung der Feuerwehr Dörentrup vom 11.10.2025 gegen 18:28 Uhr. Die Originalmeldung aus dem Blaulichtreport des Presseportals finden Sie hier. Um Sie schnellstmöglich zu informieren, werden diese Texte datengetrieben aktualisiert und stichprobenartig kontrolliert. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++

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