Vibrionen im Sommer 2026: RKI bestätigt erste Todesfälle - diese Symptome muss man kennen

Die Saison für Vibrionen - in Süß- und Salzwasser vorkommende Bakterien - ist dem Robert-Koch-Institut (RKI) zufolge dieses Jahr früh gestartet. Die Zahl der Infektionen liege aktuell bereits deutlich höher als in den Vorjahren.

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Im Wasserlabor im Landesamt für Gesundheit und Soziales LAGuS hält Dagmar Dammann, Medizinisch-Technische Assistentin, eine Petrischale mit CBS-Agar-Nährmedium, in der sich Vibrionen entwickelt haben. (Foto) Suche
Im Wasserlabor im Landesamt für Gesundheit und Soziales LAGuS hält Dagmar Dammann, Medizinisch-Technische Assistentin, eine Petrischale mit CBS-Agar-Nährmedium, in der sich Vibrionen entwickelt haben. Bild: picture alliance/dpa | Bernd Wüstneck
  • Vibrionen-Infektionen aktuell: Bereits mehrere Todesfälle im Sommer 2026
  • Robert-Koch-Institut warnt vor gefährlichen Erregern in Badegewässern
  • Was sind Vibrionen und was sind die Symptome einer Infektion?

Das Robert Koch-Institut (RKI) hat im Sommer 2026 bislang zwei Todesfälle nach in Deutschland erworbenen Vibrionen-Infektionen registriert. Insgesamt seien 17 Fälle erfasst worden, die die entsprechenden Kriterien erfüllten, teilte das RKI auf Anfrage mit.

RKI bestätigt Todesfälle nach Vibrionen-Infektion

Bei den beiden Todesfällen handele es sich jeweils um "hochaltrige" Menschen. Unter den 17 von Infektionen Betroffenen seien 10 Männer und 7 Frauen im Alter zwischen 3 und 95 Jahren (das Medianalter liege bei 70). Angaben zu Vorerkrankungen und offenen Wunden lägen dem RKI nur lückenhaft vor und würden nicht ausgewertet.

Vibrionen-Saison laut RKI in diesem Jahr früh gestartet

In diesem Jahr sei eine vergleichsweise frühe Saison hierzulande erworbener Vibrionen-Infektionen zu beobachten, teilte das RKI mit. Bis zum 12. Juli dieses Jahres hat das Institut nach eigenen Angaben bereits 14 Fälle gezählt - in den drei Vorjahren seien es zu diesem Zeitpunkt deutlich weniger gewesen (2023: 1 Fall, 2024: 9 Fälle und 2025: 4 Fälle). Todesfälle habe es in den drei Vorjahren insgesamt jeweils 1-2 gegeben.

Zuvor war bekannt geworden, dass die Berliner Gesundheitsämter einen Todesfall nach einer Vibrionen-Infektion registriert hatten; der Mensch hielt sich nach Angaben der Behörden vor Symptombeginn in Mecklenburg-Vorpommern an der Ostsee auf.

Was macht Vibrionen so gefährlich?

Vibrionen sind natürlicherweise in Süß-, Brack- und Salzwasser vorkommende Bakterien. Mit sommerlicher Hitze steigt das Risiko für Vibrionen-Infektionen an Nord- und Ostsee. Bei Wassertemperaturen über 20 Grad können sich nach Angaben des Robert Koch-Instituts Vibrionen in Oberflächengewässern stark vermehren.

Diese Symptome sind für eine Infektion mit Vibrionen charakteristisch

Nach einer Infektion mit Vibrionen treten dem RKI zufolge häufig tiefgreifende Nekrosen von oberflächlichen Wunden auf, falls die Infektion nicht rechtzeitig erkannt und medizinisch behandelt wird. In schweren Fällen kann eine nekrotisierende Fasziitis entstehen, wenn das Gewebe durch die Erreger irreparabel zerstört wird und abstirbt.

In frühen Stadien macht sich eine Vibrionen-Infektion mit auffälligen lokalen Schmerzen bemerkbar, die mit Fieber, Schüttelfrost und den Anzeichen einer Sepsis einhergehen können. Bei schweren Verläufen kann eine chirurgische Amputation betroffener Gliedmaßen erforderlich sein, mitunter können schwere Infektionen auch tödlich enden. Als besonders gefährdet gelten Personen, die bereits an chronischen Erkrankungen leiden, sowie immungeschwächte und ältere Menschen.

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/kns/roj/news.de/dpa

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