So gesund ist ein Eisbad: Wacher und entspannter in den Tag starten dank kalter Duschen

Außerhalb der Sommersaison dürften nur die wenigsten aus Gewohnheit kühl duschen - dabei könnte die Routine einige positive Effekte mit sich bringen. Ein Blick auf die Daten zeigt: Wer sich ins kühle Nass traut, kann davon profitieren.

Von news.de-Redakteur - Uhr

Kalte Duschen können nachweislich die Stimmung verbessern - doch sie sind nicht für jeden geeignet. (Foto) Suche
Kalte Duschen können nachweislich die Stimmung verbessern - doch sie sind nicht für jeden geeignet. Bild: AdobeStock / torwaiphoto
  • Eisduschen können mehrere positive Effekte auf Körper und Geist haben
  • Sportler können von schnellerer Erholung nach dem Training profitieren
  • Die Routine ist allerdings nicht für jeden gleichermaßen empfehlenswert

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Für die allermeisten dürfte sich eine kalte Dusche eher nach einer Strafe als nach Entspannung und Wellness anhören. Doch die Kälte kann - wenn man sie denn verträgt - positive Auswirkungen für unsere Gesundheit haben. Sowohl der Körper als auch unsere Stimmung lassen sich mithilfe kalter Duschen beeinflussen. Wie genau, das verraten wir Ihnen hier.

Welche positiven Effekte haben kalte Duschen für die Gesundheit?

Nicht alles, was man über kalte Duschen im Internet liest oder hört, ist wirklich belegbar - oder lässt sich zumindest nicht zwingend durch starke Evidenz stützen. So ist tatsächlich bis heute noch eher unklar, ob kalte Duschen das Immunsystem stärken und die Herz-Kreislauf-Gesundheit unterstützen. Auch als angebliche Diät-Helfer, die den Stoffwechsel ankurbeln sollen, eignen sich kalte Duschen nicht. Ebenso fehlen für viele Behauptungen zur allgemeinen Gesundheit und Langlebigkeit hochwertige Studien.

Aber: Es gibt durchaus Vorteile, die sich inzwischen recht gut belegen lassen. So berichten viele Menschen nach einer kalten Dusche von mehr Energie und einer verbesserten Stimmung. Tatsächlich zeigen Studien kurzfristige Verbesserungen von Wachheit, Aufmerksamkeit und positivem Affekt.

Auch lassen sich Hinweise darauf finden, dass die Routine den empfundenen Stress einige Stunden nach der Anwendung reduzieren kann. Vergleichsweise viele Studien sprechen für Erholungseffekte nach intensivem Training - so helfen kalte Duschen offenbar gut gegen Muskelkater und Erschöpfung.

Für wen die Kältebad-Behandlung nicht geeignet ist

Allerdings sind kalte Duschen nicht für jeden geeignet: Wer etwa unter schweren Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Herzrhythmusstörungen leidet, sollte eisige Duschen laut lieber meiden. Ebenso sollten Menschen mit unbehandeltem Bluthochdruck, schwerem Asthma oder dem Raynaud-Syndrom sowie Schwangere einen Bogen um die Behandlung machen. In diesen Fällen ist es empfehlenswert, das Vorhaben ärztlich abklären zu lassen, da kaltes Wasser Untersuchungen zufolge einen abrupten Blutdruck- und Herzfrequenzanstieg auslösen kann.

Eisbäder: Vorteil oder Gefahr für die Gesundheit?

Vor allem bei Sportlern beliebt: Eisbäder. Anders als ihr Name vermuten lässt, liegt die ideale Temperatur für Eisbäder zwischen 10 und 15 Grad Celsius. Zu kaltes Wasser - unter 8 Grad Celsius - kann gefährlich werden, da es den Körper in einen extremen Stresszustand versetzt, der zu Hypothermie führen kann. Anzeichen einer Hypothermie sind unter anderem blaue Lippen und starkes Zittern. Zudem kann ein sehr plötzlicher, kalter Reiz auch zu einem Kälteschock führen, bei dem es zu Einschränkungen der Herz-Kreislauf-Funktionen und der Atmung kommt.

Dennoch tendieren einige zu deutlich kälteren Temperaturen - etwa zwischen 4 und 8 Grad Celsius, in Einzelfällen sogar noch kälter. Immerhin: Tatsächlich lassen sich positive Effekte wie reduzierter Muskelkater sowie schnellere Erholung nach Erschöpfung durch Studien recht gut nachweisen. Gemischter ist die Evidenz bei Stimmung und Wohlbefinden sowie Herz-Kreislauf-Gesundheit. Hier lassen sich die Effekte nur geringfügig nachweisen.

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