Zigarette am Morgen: Wer nach dem Aufwachen direkt raucht, hat ein erhöhtes Herzrisiko

Zünden Sie sich direkt nach dem Aufstehen schon die erste Zigarette an? Eine neue, groß angelegte Studie zeigt: Nicht nur wie viel man raucht, sondern auch der Zeitpunkt der ersten Kippe kann das Herzrisiko steigern.

Von news.de-Redakteur - Uhr

Direkt nach dem Aufstehen erstmal eine rauchen? Laut einer neuen Studie ist das keine gute Idee. (Foto) Suche
Direkt nach dem Aufstehen erstmal eine rauchen? Laut einer neuen Studie ist das keine gute Idee. Bild: AdobeStock / taramara78
  • Wer direkt nach dem Aufstehen raucht, erhöht sein Herzschwäche-Risiko
  • Die Zeit bis zur ersten Zigarette gilt als Indikator für die Schwere der Nikotinabhängigkeit
  • Am Morgen nach dem Aufstehen ist der Organismus besonders empfindlich

Mehr Infos rund um die Risiken des Rauchens finden Sie am Ende dieses Beitrags.

Kaffee und Kippe gehören für viele schlichtweg zum morgendlichen Ritual. Doch Untersuchungen zeigen nun, dass der Zeitpunkt der ersten Zigarette nach dem Aufstehen einiges über das Risiko, eine Herzschwäche zu entwickeln, aussagt.

Wer besonders früh nach der ersten Zigarette greift, ist gefährdet

Die Studie, die auf Daten der UK Biobank basiert und für die Daten von mehr als 229.000 Menschen ausgewertet wurden, zeigt: Wer direkt nach dem Aufstehen erstmal eine raucht, sollte seinen Konsum möglicherweise überdenken. Denn wer innerhalb von fünf Minuten nach dem Aufstehen schon die erste Kippe des Tages raucht, hat im Vergleich zu Nichtrauchern ein mehr als doppelt so hohes Risiko, im Laufe seines Lebens eine Herzschwäche zu entwickeln. Gleichzeitig scheint die Menge an Zigaretten pro Tag weniger Gewicht zu haben, als bislang angenommen.

Warum ist die erste Zigarette nach dem Aufstehen so relevant?

Je früher das Verlangen zu rauchen nach dem Aufstehen aufkommt, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit für eine starke Nikotinabhängigkeit, halten die Forscher fest. Für den Körper ist der Griff nach der ersten Zigarette am Morgen dabei ein ganz besonders kritischer Moment, da der Organismus nach dem Aufwachen besonders empfindlich reagiert.

Dabei steigt der Blutdruck, das Nervensystem wird aktiviert und der Körper ist anfälliger für entzündliche Prozesse. Diese Faktoren belasten das Herz zusätzlich und können langfristig zu Herzproblemen wie einer Herzschwäche führen. Eine Herzinsuffizienz entwickelt sich laut der Deutschen Herzstiftung meist schleichend - bis das Herz nicht mehr in der Lage ist, den Körper ausreichend mit Blut und Sauerstoff zu versorgen. Betroffene leiden dann häufig unter Symptomen wie Müdigkeit, Atemnot und eingeschränkter Leistungsfähigkeit.

Gesündeste Maßnahme bleibt der Verzicht aufs Rauchen

Die Forscher betonen jedoch, dass ihre Ergebnisse keinen direkten Beweis für eine Ursache liefern. Die Untersuchung basiert auf Beobachtungsdaten und kann daher nicht eindeutig zeigen, dass die erste Zigarette am Morgen selbst die Herzschwäche auslöst.

Aus Sicht der Wissenschaftler könnte die Frage nach der Zeit bis zur ersten Zigarette Medizinern künftig helfen, besonders gefährdete Raucher frühzeitig zu erkennen und gezielt bei der Entwöhnung zu unterstützen. Für die Herzgesundheit bleibt die wirksamste Maßnahme unverändert: möglichst ganz auf Tabak zu verzichten.

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