Lebensbedrohliche Krankheit: Streit um Ebola-Toten: Klinik im Ostkongo angezündet

Wütende Angehörige fordern die Herausgabe einer Leiche - doch die Ärzte halten die Infektionsgefahr mit dem tödlichen Virus für zu hoch. Dann eskaliert der Streit.

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Im Streit um die Leiche eines Ebola-Toten ist ein Krankenhaus im Osten der Demokratischen Republik Kongo in Brand gesetzt worden. Nach Tumulten zwischen Angehörigen und Ärzten brannten zwei Behandlungszelte in Rwampara in der Provinz Ituri nieder. Die Familie des Mannes, der mit Ebola-Symptomen gestorben war, habe die Leiche für eine Bestattung abholen wollen, doch die Ärzte hätten dies verweigert, sagte der zuständige Anführer der Volksgruppe Bahema, Batangura Zamundu, der Deutschen Presse-Agentur.

Vier Patienten hätten sich retten können, während in dem anderen Zelt eine Leiche verbrannt sei, sagte Zamundu. Der Streit zwischen Angehörigen und Ärzten sei davor eskaliert. "Es kam zu Steinwürfen. Ich rief die Polizei, aber sie traf zu spät ein. Zu diesem Zeitpunkt hatten die Demonstranten bereits zwei Zelte in Brand gesetzt, die als Teil der Hilfsmaßnahmen aufgestellt worden waren." Ein Mediziner bestätigte den Vorfall.

Die Leiche eines Menschen, der an Ebola gestorben ist, ist hoch ansteckend und muss daher nach bestimmten Regeln begraben werden. Die Gefahr für Angehörige und Bestatter ist sehr hoch, zumal in der Region das Waschen und Berühren von Toten üblich ist.

+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++

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