Kribbeln, Stechen oder Krämpfe: Schmerzen im Oberschenkel - das steckt wirklich dahinter
Wenn die Beine schmerzen, kann das ganz unterschiedliche Ursachen haben. Nicht immer handelt es sich um etwas Ernsthaftes. Wann Sie tatsächlich zum Arzt müssen, verraten wir Ihnen hier.
Von news.de-Redakteur Felix Schneider - Uhr
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- Schmerzen im Oberschenkel können verschiedene Ursachen haben
- Sportverletzungen sind einer der häufigsten Auslöser für Schmerzen
- Auch Nervenschäden im betroffenen Bereich können eine Rolle spielen
Mehr zu verschiedenen Symptomen finden Sie am Ende dieses Beitrags.
Vielleicht kennen Sie es: Sie waren spazieren, wandern oder sogar joggen und plötzlich treten fiese Schmerzen in den Oberschenkeln auf. Woran kann das liegen? Nicht immer ist direkt klar, ob der Besuch beim Arzt sich wirklich lohnt oder ob es vielleicht nur an Überanstrengung liegt. Je nach Art des Gefühls in den Beinen lassen sich die Empfindungen unterschiedlich erklären. Wir erklären Ihnen, welche Ursachen die verschiedenen Schmerzen haben können.
Stechende Schmerzen im Bein nach dem Sport
Der Oberschenkel besteht aus mehreren Teilen – darunter dem Knochen, der vorderen, seitlichen und hinteren Muskulatur sowie Sehnen, Fett- und Bindegewebe. Auch die zahlreichen Blutgefäße und Nerven können für die Schmerzen verantwortlich sein. Dabei können die Gründe von simpler Überlastung bis zu Erkrankungen und Verletzungen reichen.
Stechende Schmerzen im Oberschenkel treten häufig auf und können viele verschiedene Ursachen haben: Plötzliche, explosive Bewegungen können laut den Experten der Cleveland Clinic unabsichtlich zu Muskelfaserrissen führen. Dieser macht sich unmittelbar bei der Bewegung durch einen stechenden Schmerz im entsprechenden Bereich bemerkbar, insbesondere bei Belastung des Beins nach der Verletzung. Auch eine Muskelzerrung kann dahinterstecken, wobei diese sich häufiger durch krampfartige Schmerzen äußert.
Eingequetschte Nerven können ebenfalls Ursache sein
Stechende Schmerzen können auch durch eingequetschte Nerven ausgelöst werden. Verursacht werden diese wiederum von Schwellungen, Entzündungen oder Verletzungen im Hüftbereich. Aber auch starkes Übergewicht, Schwangerschaft oder Diabetes können die Ursache sein, ebenso zu enge Klamotten oder ein enger Gürtel. Nicht auszuschließen ist auch eine Neuropathie: Dabei sind Nerven nicht eingeklemmt oder eingequetscht, sondern aufgrund einer anderen Erkrankung - etwa MS, Diabetes oder Gürtelrose – geschädigt. Halten die Schmerzen ohne eine bekannte Verletzung als Auslöser an, ist eine ärztliche Untersuchung daher empfehlenswert.
Was, wenn der Oberschenkel kribbelt?
Kommt es stattdessen zu einem Kribbeln, liegt die Ursache vermutlich eher in einer Durchblutungsstörung wie der peripheren arteriellen Verschlusskrankheit. Dabei bekommen die Nerven im entsprechenden Bereich weniger Sauerstoff und Stoffwechselprodukte werden langsamer abtransportiert. Das macht die Nerven "reizbarer" und sorgt für Schmerzen beim Gehen sowie ein Kribbeln und Kältegefühl. Andererseits können auch bestimmte Vitamin- und Nährstoffmängel sowie Erkrankungen des Nervensystems mit dem Kribbeln zusammenhängen. Hält das Kribbeln längere Zeit an, sollten Betroffene in jedem Fall einen Arzt aufsuchen.
Dieser Artikel wurde nach umfassender Recherche erstellt und ersetzt keinen ärztlichen Rat. Im Notfall sollten Sie immer einen Mediziner oder den Rettungsdienst um Hilfe bitten.
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sfx/bua/news.de
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