Warnung vor Borreliose und FSME: Zeckensaison in Deutschland startet - welche Regionen betroffen sind
Mit den steigenden Temperaturen kommen auch die Zecken wieder - und damit steigt auch die Gefahr für Borreliose und FSME. Wie viele Fälle bereits gemeldet wurden und wo Sie besonders aufpassen müssen.
Erstellt von Felix Schneider - Uhr
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- Aktuell startet wieder die Zecken-Saison in Deutschland durch
- Das RKI zählt bereits mehrere hundert Infektionen mit Borreliose, elf mit FSME
- Wo die Risikogebiete liegen und wie Sie sich schützen, lesen Sie hier
Mehr Infos zu Krankheiten finden Sie am Ende dieses Beitrags.
Die Zecken-Saison startet erneut in Deutschland: Bislang wurden dem Robert-Koch-Institut (RKI) insgesamt 918 Fälle von Borreliose und elf Fälle von FSME übermittelt. Damit liegen die Zahlen etwa auf dem Niveau des vergangenen Jahres. Doch woran erkennt man die Erkrankungen überhaupt? Wo ist das Risiko am höchsten und welche Mythen gibt es über Zecken?
Wie äußert sich eine Borreliose-Erkrankung?
Bei Borreliose verlaufen die meisten Infektionen laut RKI unbemerkt. Wenn Symptome auftreten, sind diese je nach befallener Körperregion - Haut, Gelenke, Nervensystem, Herz - vielfältig und selten eindeutig. Typisch ist jedoch die sogenannte Wanderröte: Dabei handelt es sich um einen roten Ring, der sich meist um die Einstichstelle bildet und ausbreitet. Auch eine umschriebene Schwellung und rötlich-violette Verfärbung der Haut können auf Borreliose hinweisen. Die Krankheit wird von Bakterien ausgelöst. Hier kann leider nicht mit einer Impfung auf Präventiv-Schutz gezählt werden.
Daran können Sie FSME erkennen
FSME ist viel seltener als Borreliose. Eine Erkrankung beginnt Informationen des RKI zufolge oft mit grippeartigen Symptomen und kann einen schweren Verlauf nehmen - etwa Entzündungen des Gehirns, der Hirnhäute oder des Rückenmarks. In etwa einem Prozent der Fälle endet eine Erkrankung tödlich. FSME wird von Viren verursacht - gegen die es glücklicherweise eine Impfung gibt.
Was Sie über die FSME-Impfung wissen müssen
Laut dem Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit (BIÖG) ist eine Impfung bereits zum Start der Zeckensaison sinnvoll. Denn: Schon 14 Tage nach der zweiten Impfung besteht bei den meisten Geimpften ein Schutz, der für die laufende Saison ausreichend ist. Empfohlen wird die Impfung für Personen, die in einem FSME-Risikogebiet leben und Zecken potenziell ausgesetzt sind oder in ein entsprechendes Gebiet reisen. Auch Regionen außerhalb Deutschlands können potenziell ein FSME-Risiko mit sich bringen, daher ist es wichtig, sich vor dem Urlaub ausgiebig zu informieren. Außerdem gilt die Empfehlung für bestimmte berufliche Gruppen, etwa aus der Forst- oder Landwirtschaft.
Das sind die Risikogebiete innerhalb Deutschlands
Das RKI identifiziert vor allem Baden-Württemberg, Bayern, das südliche Hessen, das südöstliche Thüringen, Sachsen und das südöstliche Brandenburg als Risikogebiete für die Zecken-Krankheiten. Hinzu kommen außerdem einzelne Kreise in weiteren Bundesländern, darunter Niedersachsen, Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen. Die Zahl der Risikogebiete wächst allerdings stetig weiter - der Impfschutz wird daher auch in Zukunft immer wichtiger werden. Grundsätzlich warnt das BIÖG allerdings zu allgemeiner Vorsicht - auch außerhalb ausgewiesener Risikogebiete könne ein Stich immer mal wieder vorkommen.
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