Verbessert Blutzuckerspiegel: Darum kann ein frühes Abendessen Ihr Herz schützen

Fans von Mitternachts-Snacks dürften sich über diese Erkenntnis nicht freuen: Eine neue Studie zeigt, dass ein frühes Abendessen in Kombination mit nächtlichem Fasten wichtige Herz- und Blutzuckerwerte verbessern kann.

Von news.de-Redakteur - Uhr

Wer etwa drei Stunden vor dem Schlafen nichts isst, kann seine Herz-Kreislauf-Gesundheit maßgeblich verbessern. (Foto) Suche
Wer etwa drei Stunden vor dem Schlafen nichts isst, kann seine Herz-Kreislauf-Gesundheit maßgeblich verbessern. Bild: AdobeStock / Syda Productions
  • Nächtliches Fasten kann die Herz-Kreislauf-Gesundheit verbessern
  • Eine Studie zeigt, wie Schlafrhythmus, Ernährung und Gesundheit zusammenhängen
  • Wer drei Stunden vor dem Schlafengehen nichts isst, kann mit Vorteilen rechnen

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Während viele Nachteulen gerne auch spät am Abend noch einmal den Blick in den Kühlschrank wagen, zeigen neue medizinische Erkenntnisse, dass man nächtliches Snacking lieber gegen ein frühes Abendessen eintauschen sollte. Insbesondere Herz und Blutzuckerspiegel profitieren davon - sogar bei gleichbleibender Kalorienaufnahme.

Nächtliches Fasten in Abstimmung mit der Schlafenszeit

Eine aktuelle Studie der Northwestern Feinberg School of Medicine  unter Erwachsenen mittleren und fortgeschrittenen Alters mit einem erhöhten Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen zeigt, dass eine Verlängerung der nächtlichen "Fastenzeit" um zwei Stunden wichtige Herz- und Stoffwechselwerte verbessern kann.

"Wenn wir unser Fastenfenster auf den natürlichen Wach-Schlaf-Rhythmus des Körpers abstimmen, kann dies die Koordination zwischen Herz, Stoffwechsel und Schlaf verbessern, die alle zusammenwirken, um die Herz-Kreislauf-Gesundheit zu schützen", so die Erstautorin Dr. Daniela Grimaldi, wissenschaftliche Mitarbeiterin für Neurologie in der Abteilung für Schlafmedizin an der Feinberg School of Medicine.

Welche Rolle spielt der Schlafrhythmus bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen?

Demnach sei nicht nur wichtig, wie viel und wann man isst, sondern auch in welchem Verhältnis die Essgewohnheiten zum Schlaf stehen. Rund 40 Prozent aller Sterbefälle sind laut der Deutschen Herzstiftung auf Herz-Kreislauf-Erkrankungen zurückzuführen. Zu den häufigsten Problemen gehören Bluthochdruck, Typ-2-Diabetes, Herzinfarkte und Schlaganfälle.

Aktuell erfreuen sich verschiedene Fastenarten wachsender Beliebtheit - unter anderem, da wissenschaftliche Erkenntnisse zeigen, dass diese das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen deutlich verringern können. Bisher konzentrierten sich Studien allerdings vorrangig auf die Länge der Fastenzeit, nicht auf die Übereinstimmung mit der Schlafenszeit. Diese ist allerdings ein Schlüsselfaktor in der Stoffwechselregulierung.

Studienteilnehmer zeigten bessere Blutdruck- und Blutzuckerwerte

Innerhalb von etwa 7,5 Wochen zeigten sich bedeutsame gesundheitliche Verbesserungen bei denjenigen Studienteilnehmern, die mindestens drei Stunden vor ihrer Schlafenszeit ihre letzte Mahlzeit zu sich nahmen. Dazu gehörten unter anderem:

  • Verbesserte nächtliche Muster beim Blutdruck (Senkung um 3,5 Prozent) und bei der Herzfrequenz (Senkung um 5 Prozent)
  • Messbar bessere Blutzuckerwerte tagsüber dank effizienterer Arbeit der Bauchspeicheldrüse

Zusätzlich zum nächtlichen Fasten wurden die Teilnehmer dazu aufgefordert, das Licht im Zimmer drei Stunden vor der Schlafenszeit zu dimmen. Die Maßnahme sollte den biologischen Tag-Nacht-Zyklus- den sogenannten zirkadianen Rhythmus - unterstützen und so den Schlaf verbessern.

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