Symptom-Check: Woher kommen die Bauchschmerzen - und muss ich zum Arzt?

Plötzlich auftretende Bauchschmerzen können viele Ursachen haben - während einige davon harmlos sind, können andere die Gesundheit ernsthaft gefährden. Wir verraten Ihnen, wann der Arztbesuch ratsam ist.

Von news.de-Redakteur - Uhr

Je nachdem, wie sich die Schmerzen anfühlen, könnten sie auf unterschiedliche Erkrankungen hinweisen. (Foto) Suche
Je nachdem, wie sich die Schmerzen anfühlen, könnten sie auf unterschiedliche Erkrankungen hinweisen. Bild: AdobeStock / leszekglasner
  • Bauchschmerzen können harmlos, aber auch gefährlich sein
  • Wie bedrohlich sie sind, verrät die Art der Schmerzen
  • Es handelt sich dabei häufig um Entzündungen im Bauchbereich

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Wenn wir uns unsicher sind, wird uns geraten, auf unser Bauchgefühl zu hören. Kein Wunder also, dass Bauchschmerzen uns häufig mehr beunruhigen als andere Beschwerden. Zudem liegen im Bauchraum viele verschiedene Organe - die Ursache der Schmerzen könnte in allen von ihnen liegen. Wir zeigen Ihnen, anhand welcher Symptome sie die häufigsten Probleme in der Bauchregion identifizieren können.

Woher kommen Bauchschmerzen mit Übelkeit und Durchfall?

Treten Übelkeit und Durchfälle gemeinsam mit plötzlichen und akuten Bauchschmerzen auf, nachdem Sie etwas gegessen haben, war das Gericht vermutlich keimbelastet oder nicht durchgegart. Der Körper versucht, sich zu schützen, indem er den Erreger wieder loswird - auf jede erdenkliche Art und Weise. Daher können auch Fieber und Schüttelfrost möglich sein. Leichte Infekte klingen laut Informationen der renommierten Cleveland Clinicinnerhalb von zwei Tagen von selbst wieder ab. Wichtig: Trinken Sie während der Erkrankung ausreichend, um die verlorene Flüssigkeit wieder auszugleichen. Empfehlenswert sind dabei vor allem leicht bekömmliche Getränke wie Wasser und Tee.

Ausstrahlende Bauchschmerzen können auf Entzündung hinweisen

Sind die Schmerzen im Oberbauch eher kolikartig und strahlen bis in den Rücken aus und nehmen ab, wenn Sie sich mit angezogenen Knien hinlegen, dann kann es sich um eine akute Entzündung der Bauchspeicheldrüse. Eine solche Erkrankung muss im Krankenhaus behandelt werden - daran führt kein Weg vorbei.

Sind Gallensteine der Auslöser der Entzündung, müssen diese entfernt werden. Ist die Bauchspeicheldrüse allerdings chronisch entzündet, muss auf die zu Grunde liegende Ursache geachtet werden. Häufig ist das in diesen Fällen Alkohol - auf diesen müssen Betroffene dann verzichten.

Woran Sie eine Blinddarmentzündung erkennen

Auch ein entzündeter Blinddarm geht in der Regel mit heftigen Bauchschmerzen einher. Diese wandern meist vom Nabel in den rechten Unterbauch und werden häufig auch von Fieber, Übelkeit und Erbrechen begleitet. Wird die Erkrankung nicht rechtzeitig behandelt, droht ein lebensbedrohlicher Durchbruch - daher ist schnelles Handeln gefragt. Die Entfernung ist übrigens ein Routine-Eingriff und bei weitem nicht so unheimlich, wie viele denken würden: Bei unkomplizierten Entzündungen reichen bereits wenige, kleine Schnitte im Bauch - völlig verheilt sind die Narben meist kaum sichtbar.

Zu viele Medikamente - das kann passieren

Nehmen die Beschwerden vor allem dann immer zu, wenn Sie etwas essen, könnte es sich um eine Entzündung der Magenschleimhaut handeln. Diese kann auftreten, nachdem man etwas verdorbenes gegessen hat oder regelmäßig Schmerzmedikamente eingenommen hat. Aber auch Stress, Rauchen und Alkohol sind Risikofaktoren für eine Magenschleimhautentzündung.

Gut zu wissen: Die auch als "Gastritis" bekannte Erkrankung ist häufig, heilt dafür aber auch genau so schnell von selbst ab, wie sie gekommen ist. Während dieser Zeit sollte der Magen allerdings geschont werden: Betroffene sollten auf Schmerzmittel, Kaffee und Alkohol verzichten und stattdessen viel milden und lauwarmen Tee zu sich nehmen. Erst ab Tag zwei sollte man wieder essen - empfehlenswert ist Schonkost wie Haferschleim oder geriebener Apfel.

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