Hydriert bleiben: Diese drei Getränke sind das bessere Wasser
Klingt verrückt, ist aber so: Drei bestimmte Getränke können laut einer Studie noch besser vom Körper aufgenommen werden als reines Wasser - und sorgen damit für einen ausgeglichenen Flüssigkeitshaushalt.
Von news.de-Redakteur Felix Schneider - Uhr
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- Wasser ist nicht die beste Flüssigkeitsquelle
- Studien zeigen, dass andere Getränke besser sind
- Nährstoffe sind für die Aufnahme besonders wichtig
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Wer viel Wasser trinkt, sorgt damit nicht unbedingt dafür, dass der Körper auch wirklich genügend Flüssigkeit aufnimmt. So kann es bei übermäßigem Wassertrinken dazu kommen, dass man überhydriert wird - das zeigt sich unter anderem daran, dass der Urin völlig klar und farblos ist. Wissenschaftler schlagen drei Alternativen vor.
Wie wird Wasser vom Körper aufgenommen?
Dass pures Wasser nicht immer für die beste Flüssigkeitsaufnahme sorgt, hat mehrere Gründe. Zum einen folgt Wasser osmotisch dem Salz. Nimmt man Elektrolyte wie Natrium zu sich,steigt der osmotische Druck im Blut und im Darm. Dadurch bleibt das Wasser eher im Körper.
Proteine und Fette wiederum verlangsamen die Magenentleerung. Verlässt Flüssigkeit zu schnell den Magen, gelangt sie zwar schneller in den Darm, aber auch in die Blase - und muss schneller wieder ausgeschieden werden. So kann das Wasser nicht kontinuierlich aufgenommen werden, sondern wird direkt wieder herausgespült.
Auch Zucker - etwa Glukose - kann dabei helfen, den Flüssigkeitshaushalt zu regulieren. Im Dünndarm gibt es Transporter, die Glukose und Natrium gemeinsam transportieren (SGLT1-Transporter). Wenn Glukose vorhanden ist, wird Natrium effizienter aufgenommen – und Wasser folgt.
Milch kann Flüssigkeitshaushalt besser als Wasser unterstützen
Bedeutet also: Besonders für Sportler kann es hilfreich sein, zu anderen Getränken zu greifen, um den Körper richtig mit Flüssigkeit zu versorgen. Beliebt sind unter anderem sogenannte "Sportgetränke", die meist eine Mischung aus Natrium, Kalium, Kalzium und Magnesium enthalten. Eine Studie von Forschern der Pennsylvania State University zeigt allerdings, dass auch andere Getränke helfen könnten. So verglichen die Forscher Wasser und handelsübliche Sportgetränke mit einer Lösung mit Milch.
Dafür wurden zwölf junge Männer und Frauen ausgewählt, die über je drei verschiedene Versuche hinweg jeweils eines der Getränke trinken sollten. Im Anschluss wurde gemessen, wie viel die Probanden urinieren mussten. Essen durften sie während des Experiments nicht, da dies die Messungen beeinträchtigt hätte. Das Ergebnis: Die Probanden des Experiments mussten weniger urinieren, wenn sie die Milchlösung tranken, als wenn sie Wasser oder einen Sportdrink konsumiert hatten. Die Forscher schlossen daher auf eine bessere Wasseraufnahme als bei den anderen zwei Getränken.
Wer Wasser trinkt, muss keine Sorge vor Dehydration haben
Ähnliche Effekte haben auch Getränke wie Tee oder Orangensaft, wie weitere Studien bewiesen haben. Aber keine Sorge: Wer täglich etwa 1,5 Liter Wasser zu sich nimmt, sollte in der Regel keine Probleme mit seinem Flüssigkeitshaushalt haben. Dennoch empfehlen Ärzte, langsam zu trinken, da dies dem Körper hilft, das Wasser über längere Zeit aufzunehmen. Ebenso hilft es bei der Wasseraufnahme, direkt vor oder nach dem Essen zu trinken oder wasserhaltige Nahrung - beispielsweise Früchte - zu sich zu nehmen.
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sfx/loc/news.de
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