Luftqualität-Warnungen in Deutschland: 122 Messstationen messen gefährliche Werte
In mehreren Städten Deutschlands, insbesondere in Nordrhein-Westfalen, Baden-Württemberg und Sachsen-Anhalt, werden aktuell erhöhte Schadstoffwerte gemessen. Die Wettermessstationen rufen zur Wachsamkeit auf.
Von news.de-Redakteur Lucas Meyer - Uhr
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- 122 Wetterstationen melden schlechte Luft durch Feinstaub
- Höchste Grenzwert-Überschreitung in Frankfurt Ost mit 104 µg/m³
- Umweltbundesamt meldet: Luftqualitätsindex im dunkelroten Bereich
- Das Umweltbundesamt empfiehlt empfindlichen Menschen und Risikogruppen, Anstrengungen im Freien zu vermeiden
UBA-Messstationen schlagen an! Momentan werden an 122 Stationen in ganz Deutschland schlechte bis sehr schlechte Luftqualität gemessen. In Nordrhein-Westfalen sind derzeit mit 41 Messstellen die meisten Stationen betroffen. Hauptverursacher ist Feinstaub - eine Mischung winziger Partikel, die tief in die Atemwege eindringen und die Gesundheit gefährden können.
Die höchste Überschreitung wird im Moment in Frankfurt Ost gemessen. Hier liegt der Luftqualitätsindex gegenwärtig im dunkelroten Bereich. Der Grenzwert für Feinstaub₁₀ wird mit 104 µg/m³ überschritten.
Die Karte zeigt eine Auswahl der Stationen mit überschrittenen Werten. Für eine vollständige Liste besuchen Sie die Luftkarten des Umweltbundesamtes (UBA).
Auswirkungen schlechter Luftqualität: Das sind die Risikogruppen
Sensible Personengruppen können momentan in der Umgebung der Wetterstationen von der belasteten Luft Schaden nehmen. Zur Risikogruppe, die durch den Schadstoff besonders gefährdet ist, zählen Asthmatiker oder Personen mit einer Vorerkrankung der Lunge oder des Herz-Kreislauf-Systems. Laut UBA löst der Feinstaub "Stress in menschlichen Zellen aus." Eine langfristige Belastung kann zu Erkrankungen der Atemwege, des Herz-Kreislaufsystem, des Nervensystem führen oder den Stoffwechsel nachhaltig beeinflussen. Hinzu kommen akute Symptome wie Kopfschmerzen, Schwindel oder Müdigkeit der durch den Stress im Körper ausgelöst wird.
Vorerkrankt und akut gefährdet? So sollten Sie sich bei schlechter Luft verhalten
Vor allem auf Sport oder andere strapazierende Aktivitäten sollten Sie heute verzichten oder diese in die Morgen- oder Abendstunden verlegen. Zur Risikogruppe zugehörige Personen sollten es vermeiden, sich körperlich im Freien zu betätigen und stattdessen in gut klimatisierten Innenräumen bleiben. In geschlossenen Räumen kann die Luftqualität durch Luftbefeuchter oder Pflanzen auf ein gesundes Niveau gehalten werden. Laut AOK filtern Efeu, Bogenhanf und Grünlilien die Luft und führen nachhaltig zu einer angenehmen Luftfeuchtigkeit. In Fällen von kontinuierlich schlechter Luftqualität wird empfohlen, eine FFP2-Maske oder vergleichbare Atemschutzmasken in Risikobereichen zu benutzen.
Ursachen für schlechte Luftqualität
Die Verbrennung fossiler Brennstoffe, wie Kohle, Öl und Gas, setzt die Schadstoffe frei, die die Luftqualität erheblich beeinträchtigen. Auslöser für die Luftverschmutzung kann ein übermäßig hohes Verkehrsaufkommen sein, aber auch industriell oder landwirtschaftlich erzeugte Schadstoffe. Außerdem führen ansteigende Naturkatastrophen wie Sandstürme, flächenübergreifende Waldbrände und Vulkanausbrüche weltweit zu einer langanhaltenden Schädigung der Luft. Den Auskünften der Schweizer Institution für Luftqualität IQAir zufolge beeinflussen auch akute Wetterfaktoren die Luftverschmutzung. Regen kann bei der Verdünnung von Feinstaub (PM10) helfen, intensive Sonneneinstrahlung in Kombination mit Fahrzeugabgasen kann den Ozonspiegel erhöhen, und Wind kann die Verbreitung von Schadstoffen begünstigen.
Zudem informiert das Umweltbundesamt (UBA) bei akuten Wetterlagen oder langanhaltenden Schadstoffbewegungen in ihrer Pressestelle.
Feinstaub, Ozon und Stickstoffdioxid: Diese Schadstoffe verschmutzen unsere
Feinstaub (PM10, PM2,5, PM1), Ozon (O₃) und Stickstoffdioxid (NO₂) gehören zu den Hauptverursachern der Luftverschmutzung. PM10 umfasst Partikel bis 10 Mikrometer, PM2,5 bis 2,5 Mikrometer und PM1 ultrafeine Partikel unter 1 Mikrometer. Sie entstehen durch den Straßenverkehr, Industrieanlagen, Kraftwerke sowie natürliche Quellen wie Waldbrände. Schwefeldioxid (SO₂), das bei der Verbrennung fossiler Brennstoffe freigesetzt wird, trägt zur Feinstaubbildung und saurem Regen bei. Bodennahes Ozon (O₃) entsteht durch Reaktionen von Stickstoffoxiden (NOₓ) mit Sonnenlicht und erreicht im Sommer gesundheitsschädliche Werte. NO₂, ein stechend riechendes Reizgas aus Verbrennungsprozessen, fördert die Bildung von Feinstaub und Ozon. Der Luftqualitätsindex (LQI) wird aus den Konzentrationen verschiedener Schadstoffe berechnet, indem für jede Komponente ein Teilindex ermittelt wird. Der höchste Wert bestimmt die Gesamteinstufung der Luftqualität von "sehr gut" bis "sehr schlecht".
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+++Dieser Text wurde auf der Basis des Umwelt Bundesamt (UBA) generiert und wird datengetrieben aktualisiert. Bei Anmerkungen und Rückmeldungen können Sie uns diese unter hinweis@news.de mitteilen. +++
mel/roj/news.de
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