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Lieferengpass bei ISOKET® 10 MG: Das sind die Ursachen für die aktuelle Knappheit des Medikaments

Zuletzt wurde im Jahr 2023 vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) eine Änderungsmitteilung herausgegeben, die sich auf die Angaben zum Lieferengpass beim Medikament ISOKET® 10 MG bezieht. Schon zuvor war bekannt gegeben worden, dass es bei der Lieferung des Medikaments Probleme gibt. Wieso es zu Einschränkungen kommt und wofür das Arzneimittel gebraucht wird, erfahren Sie hier auf news.de!

Derzeit sind die Apotheken stark gefordert und müssen clever auf die Lieferengpässe reagieren. (Foto) Suche
Derzeit sind die Apotheken stark gefordert und müssen clever auf die Lieferengpässe reagieren. Bild: AdobeStock_Axel Bueckert

Lieferengpässe bei Medikamenten sind auch in Deutschland inzwischen eine zunehmende Herausforderung für das Gesundheitswesen. Immer mehr Patienten müssen auf wichtige Medikamente verzichten oder auf alternative Behandlungen umsteigen, da die benötigten Arzneimittel nicht verfügbar sind. Manche fehlen bereits seit einigen Monaten, andere können recht schnell wieder geliefert werden. Auch ISOKET® 10 MG ist aktuell betroffen.

Lieferengpass beim Medikament ISOKET® 10 MG: "Eine Wiedereinführung der 98er Packungsgröße ist nicht geplant. Unter "Voraussichtliches Ende des Lieferengpasses wurde das Haltbarkeitsdatum der jeweils letzten im Handel befindlichen Charge eingegeben. Es stehen weiterhin folgende Packungsgrößen für die Vermarktung zur Verfügung: 60 (PZN: 04876901) und 100 (PZN: 05969183) Tabletten. Das Ablaufdatum der letzten in den Markt gebrachten Charge mit der Nummer 7736904 ist der 31.01.2026"

Aktuell ist die Lieferengpassmeldung für das Medikament, vertrieben von Merus Labs Luxco II S.a r.l., im Zeitraum vom 01.10.2023 bis zum 31.01.2026 gültig. Ob das Medikament eine besondere Relevanz für Krankenhäuser besitzt, ist derzeit nicht bekannt. Ein alternativ wirkendes Präparat für ISOKET® 10 MG wurde vom Bundesinstitut nicht vorgeschlagen. Es kann sich dennoch empfehlen, in der Apotheke nach Alternativen zu fragen. Zu beachten ist hier in jedem Fall: Produkte sollten erst nach fachkundiger Beratung erworben werden.

Viele Ursachen können dafür verantwortlich sein, dass Medikamente nicht rechtzeitig geliefert werden können. So können neben Produktionsproblemen auch regulatorische Faktoren eine Rolle spielen, wie z.B. behördliche Zulassungen und Kontrollen, die die Produktion und Lieferung verzögern. Im vorliegenden Fall können vom BfArM jedoch aktuell keine genauen Angaben gemacht werden. Weiterhin ergänzt das Bundesinstitut dazu: "Eine Wiedereinführung der 98er Packungsgröße ist nicht geplant. Unter "Voraussichtliches Ende des Lieferengpasses wurde das Haltbarkeitsdatum der jeweils letzten im Handel befindlichen Charge eingegeben. Es stehen weiterhin folgende Packungsgrößen für die Vermarktung zur Verfügung: 60 (PZN: 04876901) und 100 (PZN: 05969183) Tabletten. Das Ablaufdatum der letzten in den Markt gebrachten Charge mit der Nummer 7736904 ist der 31.01.2026".

ISOKET® 10 MG: Die Details zum Arzneimittel

ISOKET® 10 MG ist ein verschreibungspflichtiges Arzneimittel und vor allem wegen seines Wirkstoffes Isosorbiddinitrat von Bedeutung.
Das Arzneimittel wird beispielsweise bei folgenden Pathologien verschrieben:

  • Angina pectoris, nicht näher bezeichnet
MedikamentISOKET® 10 MG
HerstellerMerus Labs Luxco II S.à.R.L.
PZN02288324
WirkstoffIsosorbiddinitrat
Gültigkeitszeitraum01.10.2023 bis 31.01.2026
relevant im Krankenhausnein
Alternativpräparatkeine Angaben
Begründung für den Lieferengpasskeine Angaben

Lesen Sie auch: Lieferengpass bei KEPPRA 100 MG/ML: Darum ist das Medikament aktuell nicht verfügbar

Arzneimittel-Knappheit in Deutschland aktuell - Ein Ende in Sicht?

Die Möglichkeit einer Verlängerung des Geltungszeitraums besteht im Fall ISOKET® 10 MG aufgrund des anhaltenden Engpasses.

Die Apotheken stehen derzeit vor besonderen Herausforderungen und setzen alles daran, Lösungen zu finden, wenn ein bestimmtes Medikament knapp ist. Für Personen, die auf Langzeitmedikation angewiesen sind, ist es entscheidend, frühzeitig nach Ersatzmöglichkeiten zu suchen. Hierbei ist es von großer Bedeutung, das Rezept rechtzeitig in der Arztpraxis abzuholen und in der Apotheke vorzulegen, solange die aktuelle Medikation noch ausreicht. Auf diese Weise bleibt der Apotheke genügend Zeit, um das benötigte Medikament zu beschaffen. Dennoch sollte darauf geachtet werden, Medikamente nicht in übermäßigen Mengen zu horten, da dies die Engpässe noch verschärfen kann.
Schon seit einiger Zeit sind Schritte notwendig, um die Problematik der Arzneimittellieferengpässe anzugehen. Sowohl auf nationaler als auch auf europäischer Ebene gibt es inzwischen Gesetze und Strategiepapiere. Das vorrangige Ziel ist die Verlagerung der Produktion nach Europa. Jetzt bleibt die Frage, wie die Umsetzung der neuen Regelungen das Problem beeinflusst.

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+++ Redaktioneller Hinweis: Dieser Text wurde auf der Basis von aktuellen Daten des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) generiert. Datenupdates gibt es, sobald sich Neuigkeiten ergeben (zuletzt am 12.03.2024, 12:00 Uhr). Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de.+++ +++

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