28.04.2020, 09.38 Uhr

Coronavirus-News aktuell: Mediziner besorgt! Covid-19 steigert Schlaganfall-Risiko bei jungen Menschen

Ärzte in den USA sind über ein neues Phänomen schockiert: Viele jüngere Coronavirus-Infizierte werden mit einem Schlaganfall in Krankenhäuser eingeliefert? Gibt es einen Zusammenhang zwischen Covid-19 und Hirninfarkten?

Ärzte verzeichnen mehr Schlaganfälle bei jüngeren Covid-19-Patienten. (Symbolfoto) Bild: Adobe stock/ peterschreiber.media

Forscher weltweit untersuchen das Coronavirus akribisch. Immer neuere Ergebnisse zeichnen ein Bild davon, welche möglichen Auswirkungen der Sars-CoV-2-Erreger auf die Gesundheit der Menschen hat. Mittlerweile ist bekannt, dass neben der Lunge auch andere Organe, wie das Gehirn geschädigt werden können.

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US-Ärzte sind geschockt! Jüngere Coronavirus-Infizierte erleiden häufiger Schlaganfälle

Forscher aus China haben bereits in einer Studie berichtet, dass Coronaviren das Gehirn befallen können. Was schließlich den stillen Tod vieler Patienten mit milden Symptomen durch einen Atemstillstand erklären könnte. Dazu müssen aber noch weitere Studien erfolgen.

In New York, einer der am stärksten vom Coronavirus betroffenen Städte entdeckten Mediziner nun etwas Unglaubliches. Immer mehr Infizierte mit Mitte 30 und Mitte 40 wurden in ein Krankenhaus nach einem Schlaganfall eingeliefert. So verdoppelte sich seit dem Beginn der Coronakrise die Zahl der Patienten mit Aneurysmen (Aussackung an einer Arterie) im Mount Sinai Krankenhaus in Manhatten. Die meisten Personen gehörten nicht zur Risikogruppe. Generell liegt das Durchschnittsalter an einem Gehirnschlag zu erkranken bei rund 74 Jahren.

Bereits in anderen Krankenhäusern zeigten sich gleiche Fälle. "Auch wir haben uns um Covid-Patienten in ihren 30ern gekümmert, die einen Schlaganfall erlitten haben und das war sehr überraschend", wirdRobert Stevens, Arzt im Johns Hopkins Krankenhaus in Baltimore in der "Washington Post" zitiert.

Besteht ein Zusammenhang zwischen Covid-19 und Hirninfarkten?

Forscher sehen deshalb einen Zusammenhang zwischen Covid-19 und schweren Schlaganfällen. Die Experten denken, dass das Sars-CoV-2-Virus wahrscheinlich die Blutgerinnung stört und so Blutgerinnsel entstehen können. Diese lösen schließlich einen Hirninfarkt aus. Andere Wissenschaftler wundern sich, wieso die Lunge von jüngeren Patienten resistent gegen den Erreger ist, aber dafür das Gehirn angreift. Bislang gibt es keine gesicherten Erkenntnisse durch Langzeitstudien. Trotzdem wollen drei große US-Kliniken ihre Daten zu den Fällen veröffentlichen.

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bos/sig/news.de

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