Von News.de-Redakteurin - 29.03.2020, 18.46 Uhr

Coronavirus News aktuell: Wundermittel gegen Covid-19? Tötet Intervallfasten die Erreger ab?

Das Coronavirus verbreitet immer noch Angst. Viele Menschen fragen sich, wie sie sich vor einer Infektion mit Covid-19 schützen können. Die Antwort: Intervallfasten. Hilft es wirklich gegen den Erreger? 

Intervallfasten ist eine angesagte Abnehmmethode. Schützt sie auch vor dem Coronavirus? Bild: AdobeStock/ Tatjana Balzer

Die Gefahr, sich mit dem Coronavirus anzustecken macht vielen Menschen Angst. Deshalb kommen vermeintliche Tipps, wie sich jeder vor einer Infektion mit dem Sars-CoV-Erreger schützen kann, so gut an. So soll auch das Intervallfasten hilfreich sein und sogar die Viren abtöten: Stimmt das auch?

Intervallfasten: Ernährungstrend oder Wundermittel?

Intervallfasten ist seit Jahren in aller Munde. Zum Abnehmen oder zur Linderung von Symptomen bei bestimmten Krankheiten kann eine Fasten-Kur unter ärztlicher Betreuung helfen. Auch beim Coronavirus kann die Methode wirken - und zwar vorbeugend, meinen Experten.

So funktioniert intermittierendes Fasten

Wie soll das funktionieren? Um das zu verstehen, ist es zunächst einmal wichtig, das Prinzip dahinter zu kennen. Intervallfasten, das auch als intermittierendes Fasten bezeichnet wird, bedeutet, zwischen den Mahlzeiten Pausen einzulegen. In dieser Zeit räumen spezielle Recyclingproteine, sogenannte Fresszellen, auf und befreien den Körper von giftigen Stoffen. Das bezeichnet man als Autophagieprozess. Beim Kurzzeitfasten gibt es mittlerweile verschiedene Methoden:

  • "16:8 Methode": Dort wird 16 Stunden am Tag gefastet und an acht Stunden pro Tag darf gegessen werden
  • "Fünf-zu-Zwei-Methode": Das bedeutet, man nimmt an zwei Tagen nur 20 bis 25 Prozent der benötigten Kalorienmenge zu sich.
  • "Alternate Day Fasten": Hier isst man an jedem zweiten Tag gar nichts.
  • "Eat-Stop-Eat-Methode": Die von Brad Pilon entwickelte Methode ist eine sehr spezielle Form. An zwei Tagen fastet man entweder von Mittagessen zu Mittagessen oder von Abendessen zu Abendessen.

Forscher haben Fress-Proteine gegen Sars-CoV-2-Viren entdeckt

Dieser spezielle Fress-Prozess hat sich jetzt auch in der Behandlung eines verwandten Virus des Sars-CoV-Erregers gezeigt. Forschern des Max-Planck-Instituts für Psychiatrie in München, des Uniklinikums Bonn und der Charité in Berlin haben gemeinsam herausgefunden, dass einige spezifische Stress-Proteine, wie dasFKBP51-Protein in Ausnahmesituationen alle überflüssigen Stoffe entsorgen, um so zu überleben. In einer Untersuchung zeigte sich dann auch, dass diese Zellen auch Coronaviren abtöten können. Die Rede ist dabei aber nicht vom derzeitig grassierenden Virus.

Die Studie finden Sie hier

Können die Eiweißmoleküle das Coronavirus ausschalten?

Bei den Untersuchungen schlugen zwei Fress-Proteine gegen das MERS-Virus an. Es ist neben Sars mitdem Coronavirus (nCoV-2019) verwandt. "Ob die zelluläre Müllabfuhr zur Abwehr von Coronaviren im Menschen eingesetzt werden kann, muss sich erst noch zeigen", so Theo Rein vom Max-Plank-Institut.

Obwohl die Entdeckung so verlockend klingt, bezieht sich der Prozess nicht speziell auf das Intervallfasten. Die Fasten-Methode wirkt ähnlich, sie aber als neues Wundermittel anzupreisen, ist gefährlich. Trotzdem dürfen alle weiterhin die Methode ausprobieren, aber bitte immer unter Anleitung von zertifizierten Ernährungsberatern oder Ernährungsmedizinern. Denn besonders für Menschen mit Erkrankungen ist eine Anleitung wichtig, um nichts falsch zu machen.

Lesen Sie auch:Forscher finden Antikörper, das Corona-Erkrankung neutralisieren könnte

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bos/news.de

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