01.02.2020, 10.43 Uhr

Rückruf im Februar 2020: Überdosierung und Co.! Hersteller ruft DIESE Medikamente zurück

Weil in den Packungsbeilagen Angaben zu Nebenwirkungen und Überdosierungen nicht aktualisiert worden, ruft ein Hersteller Hunderte Chargen von einigen Medikamenten zurück. Welche vom Rückruf betroffen sind, lesen Sie hier.

Hersteller ruft Hunderte Chargen Medikamente zurück. Bild: AdobeStock / cassis

Das Münchner Arzneimittelunternehmen Puren Pharma hat 235 Chargen mit Medikamenten zurückgerufen. Der Grund: Die Texte der Beipackzettel entsprechen nicht den Vorschriften.

Medikamenten-Rückruf im Februar 2020: Hersteller ruftIbuprofen undCandesartan zurück

 

Dieser Fehler sei bei einer anlassbezogenen Inspektion im Dezember aufgefallen. Nun veröffentlichte das Unternehmen auf seiner Homepage eine Liste mit den betroffenen Medikamente, darunter das Schmerzmittel Ibuprofen und der Blutdrucksenker Candesartan. Außerdem sind folgende Medikamente vom Rückruf betroffen:

  • Atorvastatin PUREN (Filmtabletten)
  • Candesartan PUREN (Tabletten)
  • Candesartan-comp PUREN (Tabletten)
  • Diclo-Divido (Retardkapseln)
  • Docetaxel Aurobindo (Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung)
  • Finasterid PUREN (Filmtabletten)
  • Fluvastatin PUREN (Retardtabletten)
  • Ibuprofen PUREN (Granulat)
  • Lansoprazol Aurobindo (magensaftresistente Hartkapseln)
  • Levetiracetam PUREN (Filmtabletten)
  • Levodopa/Carbidopa/Entacapon PUREN (Filmtabletten)
  • Oxaliplatin Aurobindo (Konzentrat zur Herstellung einer Infusionslösung)
  • Oxycodonhydrochlorid PUREN (Hartkapseln)
  • Oxycodonhydrochlorid PUREN (Retardtabletten)
  • Oxycodon-HCl/ Naloxon-HCl PUREN (Retardtabletten)
  • Quetiapin PUREN (Filmtabletten)
  • Topiramat PUREN (Filmtabletten)

Nebenwirkungen, Überdosierung und Co.! Hersteller aktualisierte Packungsbeilage nicht

Wie das Unternehmen mitteilte, seien bei den betroffenen Medikamenten die Packungsbeilage "hinsichtlich Warnhinweise und Vorsichtsmaßnahmen und Nebenwirkungen für den Patienten" nicht aktualisiert worden. Bei manchen Medikamenten sei außerdem der Hinweis zur "Überdosierung und einer Nebenwirkung für den Patienten" ebenfalls nicht aktualisiert worden.

Puren Pharma gehört nach eigenen Angaben zur indischen Aurobindo-Gruppe und ist spezialisiert auf Generika, also wirkstoffgleiche Kopien von Medikamenten. Solche Firmen werden in der Regel alle zwei Jahre überprüft, so die Regierung von Oberbayern.

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bua/news.de/dpa

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