Von news.de-Volontärin Anne Schier - 07.08.2016, 08.00 Uhr

Little Hercules und das dickste Mädchen der Welt: Drill-Eltern! So geht es den Kindern nach ihrem Martyrium

Können Sie sich noch an "Little Hercules" erinnern, den stärksten Jungen der Welt, oder Jessica, das dickste Mädchen der Welt? Ihre Eltern haben ihnen in beiden Fällen definitiv keinen Gefallen getan. So geht es ihnen heute.

Diese Kinder können nicht unterschiedlicher sein, doch haben sie eins gemeinsam: Die ungesunde Liebe der Eltern. Bild: Inside Edition/tubeseantube/YouTube

"Little Hercules" war, wie sein berüchtigter Name schon sagt, kein normaler Junge. Das hätten seine beiden fitnessbegeisterten Eltern auch gar nicht zugelassen. Während andere Elfjährige beim Spielen tobten, musste der aus der Ukraine stammende Junge dem Fitnesswahn der Eltern gerecht werden.

Schon von klein auf wurde Richard Sandrak zu Kraftübungen animiert. Ein straffes Trainingsprogramm und eine konsequente Diät machten ihn mit nur elf Jahren zum Kinder-Bodybuilder schlechthin: "Dem stärksten Jungen der Welt".

"Little Hercules" konnte Gewichte heben wie ein Großer

Diesen Titel hätte er jedoch sicherlich schon noch eher verdient gehabt: Mit sechs Jahren konnte er schon unfassbare 81 Kilogramm stemmen. Bedenkt man, dass ein Sechsjähriger durchschnittlich zwischen 16 und 26 Kilo wiegt, war dies ungefähr das Vierfache seines Gewichts!

Bei diesem Muskeln könnte man neidisch werden, wäre es nicht ein Kinderkörper, der für so etwas eigentlich noch nicht ausgelegt ist. Bild: Inside Edition/YouTube

Trauriges Schicksal des stärksten Jungen der Welt

Es war wohl nicht nur für den kleinen Jungen eine harte Zeit: Medienberichten zufolge wurde sein Vater wegen häuslicher Gewalt gegenüber der Mutter verhaftet, als "Little Hercules" gerade den Titel gewann. Doch wie es schien, war dies vielleicht das Beste, was ihm passieren konnte. Er gab das Bodybuliding auf und sprach nie wieder mit seinem Vater.

Seinen Sixpack ist er heute los und anscheinend auch sehr zufrieden damit. Dass er trotzdem stolz auf seine Vergangenheit ist, mag man da nicht so ganz glauben. Der 23-Jährige arbeitet heute als Stuntmann in einer Feuershow und zündet sich mehrmals täglich selbst an. Bodybuilding sei ihm einfach zu langweilig geworden, wie er im Video sagt. Hoffen wir, dass das stimmt und nicht alles Drill war.

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