Automobilindustrie: Iran verbietet Import von Luxuswagen

Kostspielige Autos sollen nicht mehr aus dem Ausland eingeführt werden. Angesichts der Wirtschaftskrise will die Regierung mit dem Verbot den Abfluss von Devisen unterbinden.

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Der Monat Mai 2026 bringt eine Reihe von Gesetzesänderungen und neuen Gesetzen mit sich, unter anderem zu Entlastungen für Autofahrer, steuerfreien Prämien und Gehaltserhöhungen im öffentlichen Dienst. (Foto) Suche
Der Monat Mai 2026 bringt eine Reihe von Gesetzesänderungen und neuen Gesetzen mit sich, unter anderem zu Entlastungen für Autofahrer, steuerfreien Prämien und Gehaltserhöhungen im öffentlichen Dienst. Bild: Adobe Stock / Kadmy

Der Iran hat angesichts der schweren Wirtschaftskrise den Import von Luxusautos verboten. Präsident Massud Peseschkian ordnete die Maßnahme an, wie iranische Medien übereinstimmend berichteten. Kritik gab es demnach an den hohen Preisen, die für große Teile der Bevölkerung nicht erschwinglich sind und dem Abfluss von Devisen ins Ausland.

Nach Ausbruch des Iran-Kriegs Ende Februar hatten Bewohner der Metropolen trotz der schwierigen Wirtschaftslage vermehrt Luxusautos in wohlhabenden Vierteln beobachtet. Auch Elektrofahrzeuge und Geländewagen aus China prägen inzwischen das Straßenbild der Großstädte. Einige wohlhabende Iranerinnen und Iraner betrachten ein teures Auto als Investition, da die Preise für Gebrauchtwagen relativ stabil bleiben.

Viele Iraner sparen jahrelang auf ein Auto

Im Iran sind Autos verhältnismäßig teurer als in Deutschland. Einer der Hauptgründe ist der ausgeprägte Protektionismus: Importe waren lange Zeit mit wenigen Ausnahmen verboten. Stattdessen schützt die Regierung die heimische Industrie und deren Hunderttausende Arbeitsplätze. Benzin hingegen ist in dem ölreichen Land billig und kostet umgerechnet nur wenige Cent pro Liter.

Kleinwagen und Einstiegsmodelle sind mit umgerechnet gut 10.000 Euro bei einem durchschnittlichen Monatslohn von nur wenigen Hundert Euro für einen Großteil der Bevölkerung extrem teuer. Viele Iranerinnen und Iraner sparen jahrelang auf ein Auto, das oft auch als Statussymbol gilt.

+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++

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