Automobilindustrie: Kubicki kritisiert Spritpreisdeckel als "Planwirtschaft"

Zum Entlastungspaket der Koalition wegen der hohen Preise an den Tankstellen soll auch ein Spritpreisdeckel gehören. Der würde die Kunden sicher freuen. FDP-Chef Kubicki lehnt ihn trotzdem ab.

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Der Monat Mai 2026 bringt eine Reihe von Gesetzesänderungen und neuen Gesetzen mit sich, unter anderem zu Entlastungen für Autofahrer, steuerfreien Prämien und Gehaltserhöhungen im öffentlichen Dienst. (Foto) Suche
Der Monat Mai 2026 bringt eine Reihe von Gesetzesänderungen und neuen Gesetzen mit sich, unter anderem zu Entlastungen für Autofahrer, steuerfreien Prämien und Gehaltserhöhungen im öffentlichen Dienst. Bild: Adobe Stock / Kadmy

Der FDP-Vorsitzende Wolfgang Kubicki hat den von der Bundesregierung geplanten Spritpreisdeckel zu Entlastung der Verbraucher als "planwirtschaftliches Instrument" zurückgewiesen. "Kanzler Friedrich Merz ist wieder vor Finanzminister Lars Klingbeil eingeknickt", sagte Kubicki der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. "Diesmal beschädigt er nicht nur seine eigene Autorität: Er stellt auch seine Wirtschaftsministerin bloß."

Die Bundesregierung will spätestens ab Januar 2027 vorübergehend einen Spritpreisdeckel nach dem Vorbild Belgiens und Luxemburgs einführen. Dazu soll es regelmäßige Gespräche mit der Mineralölwirtschaft geben.

Wirtschaftsministerin Katherina Reiche hatte sich gegen einen Preisdeckel ausgesprochen und vor einer Schwächung der mittelständischen Raffineriewirtschaft gewarnt. Sie schlug zur Entlastung der Verbraucher von den hohen Spritpreisen eine Senkung der Mehrwertsteuer auf Benzin und Diesel von 19 auf 7 Prozent vor.

"Das Problem von Frau Reiche ist nicht die SPD. Sie ist an einem CDU-Kanzler ohne Durchsetzungsvermögen gescheitert", sagte Kubicki. Der Staat sei der Hauptverdiener bei explodierenden Kraftstoffpreisen. Deshalb liege hier auch das größte Entlastungspotenzial. Der FDP-Chef forderte: "Senkung der Energiesteuer auf das europäische Mindestmaß, Streichung der nationalen CO2-Abgabe und Abschaffung der Kfz-Steuer. So geht Entlastung, Herr Bundeskanzler!"

+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++

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