Berlin/Stromberg: CDU-Fraktion will Zugangssperren zur U-Bahn erproben lassen
Die Berliner CDU-Fraktion macht sich für Zugangssperren bei der U-Bahn stark - und dafür, das zunächst auf einzelnen Linien wie der U5 auszuprobieren. Das Konzept geht aber noch deutlich weiter.
Erstellt von Sarah Knauth - Uhr
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Die Berliner CDU-Fraktion spricht sich für das Testen von Zugangssperren bei der Berliner U-Bahn aus - ähnlich wie es das in London oder Paris gibt. "Das langfristige Ziel ist der Aufbau eines durchgängig modernisierten, automatisierten und geschlossenen U-Bahn-Systems", heißt es in einem Antrag an den Senat, den die Abgeordneten bei ihrer Klausurtagung in Stromberg (Rheinland-Pfalz) beschlossen haben.
Der Weg zu U-Bahnsteigen soll künftig nur noch über kontrollierte Zugänge möglich sein. "Ein geschlossenes U-Bahn-System mit Zugangssperren bietet zahlreiche Vorteile für Fahrgäste, Verkehrsbetriebe und die öffentliche Sicherheit", argumentiert die CDU-Fraktion. "In einem ersten Schritt soll das geschlossene System auf den U-Bahn-Linien 5, 7 und 8 eingeführt und erprobt werden." Das Pilotprojekt der Zugangskontrollen ist auch Teil des Wahlprogramms der CDU Berlin.
Später sollen weitere Linien dazukommen
Die Erfahrungen damit sollen dann die Grundlage dafür sein, das Konzept weiterzuentwickeln und auf andere Linien auszuweiten. "Wir wollen die Berliner U-Bahn sicherer, sauberer und verlässlicher machen", sagte der CDU-Fraktionsvorsitzende Dirk Stettner der Deutschen Presse-Agentur.
"Ein geschlossenes U-Bahn-System mit kontrollierten Zugängen kann dazu beitragen, Schwarzfahren zu erschweren, Vandalismus zu reduzieren und das Sicherheitsgefühl der Fahrgäste spürbar zu stärken." Das Ziel sei eine moderne U-Bahn, die besser gesteuert werden könne und zuverlässiger fahre.
Mehr Sauberkeit und Ordnung
Nach den Vorstellungen der CDU-Fraktion sollen U-Bahnsteige grundsätzlich nur noch mit einem gültigen Fahrschein betreten werden können - Fahren ohne Ticket ist dann nicht mehr so leicht möglich wie bisher. "Dadurch steigen die Fahrgeldeinnahmen und es müssen weniger Ressourcen für aufwendige Fahrscheinkontrollen eingesetzt werden", argumentierten die Abgeordneten. "Auch Sauberkeit und Ordnung profitieren von einem geschlossenen System."
Außerdem sei ein geschlossenes System die Grundlage für digitale Tarifmodelle. "Fahrgäste können beispielsweise automatisch nach tatsächlich gefahrenen Strecken abrechnen", argumentieren die Parlamentarier. Sie schlagen auch digitale Überwachungssysteme zur Echtzeitsteuerung von Betrieb und Sicherheit und KI-gestützte Analysen von Fahrgastströmen und sicherheitsrelevanten Situationen vor.
CDU-Fraktion: Polizei soll KI bei Hinweisen nutzen
Bei anonymen Online-Hinweisen an die Berliner Polizei soll nach einem Vorschlag der CDU-Fraktion künftig Künstliche Intelligenz (KI) zum Einsatz kommen. "Die Polizei Berlin steht vor der zunehmenden Herausforderung, die immer umfassendere Anzahl an Bürgerhinweisen zeitnah zu bewerten und operativ nutzbar zu machen", heißt es in einem Antrag der CDU-Abgeordneten an den Senat, den die Fraktion in Stromberg beschloss. Das bisherige Hinweisgebersystem des Landeskriminalamtes (LKA) soll modernisiert und zu einem KI-gestützten System weiterentwickelt werden.
Aktuell könnten Hinweise wegen der hohen Informationsmengen und begrenzter Auswertungsressourcen oft nicht schnell genug bearbeitet werden. "Kriminelle nutzen längst modernste Technologien. Deshalb muss auch unsere Polizei die Möglichkeiten von Künstlicher Intelligenz rechtskonform nutzen können, um Berlin sicherer zu machen", teilte CDU-Fraktionschef Stettner mit.
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