EILMELDUNG Unglück in Belgien: Schulbus kollidiert mit Zug - mehrere Tote

Verkehr: Schiffsbetreiber nach Brückeneinsturz in Baltimore angeklagt

Im März 2024 bringt ein Frachter eine Brücke in Baltimore zum Einsturz, sechs Menschen sterben. Betreiber und Eigentümer sind zu einer hohen Zahlung bereit – doch nun folgt der nächste Rechtsstreit.

Erstellt von - Uhr

Aktuelle Nachrichten zum Thema Verkehr lesen Sie hier auf news.de (Symbolbild). (Foto) Suche
Aktuelle Nachrichten zum Thema Verkehr lesen Sie hier auf news.de (Symbolbild). Bild: Adobe Stock / digitalstock

Zwei Jahre nach dem Brückeneinsturz in Baltimore mit sechs Todesopfern ist Anklage gegen zwei Betreiberfirmen und einen Mitarbeiter erhoben worden. Ihnen wird unter anderem eine Verschwörung mit der Absicht des Betrugs der Vereinigten Staaten zur Last gelegt, wie das Justizministerium mitteilte. Neben weiteren Anklagepunkten hätten sie zudem absichtlich zu spät die Küstenwache informiert und falsche Angaben gemacht.

Schiff krachte in Brücke - sechs Bauarbeiter sterben

Die Anklage richtet sich gegen die beiden Betreiberfirmen Synergy Marine aus Singapur und Synergy Maritime aus Indien sowie gegen einen 47 Jahre alten Mann, der für beide Firmen als technischer Leiter auf dem Unfallschiff arbeitete.

Ende März 2024 hatte das Containerschiff "Dali" einen Stützpfeiler der mehr als 2,5 Kilometer langen Francis Scott Key Bridge gerammt und die Autobahnbrücke so zum Einsturz gebracht. Sechs Arbeiter, die Reparaturen auf der Brücke ausführten, kamen ums Leben. Das Schiff war wegen zweier Stromausfälle binnen weniger Minuten manövrierunfähig geworden. In einer Zivilklage hatten sich die USA mit Betreiber und Besitzer des Schiffes zuvor auf einen knapp 102 Millionen US-Dollar (rund 87 Mio. Euro) schweren Vergleich geeinigt.

Anklage: Mitarbeiter versuchten technische Fehler zu vertuschen

In dem Strafverfahren geht es nun unter anderem um den wirtschaftlichen Schaden, der wegen des blockierten Schiffsverkehrs zustande kam. Das Justizministerium beziffert die mutmaßliche Schadensumme auf mindestens fünf Milliarden Dollar, was derzeit etwa 4,3 Milliarden Euro entspricht.

Die Anklage wirft den Angeklagten unter anderem vor, eine falsche Pumpe für die Kraftstoffversorgung benutzt zu haben. Sie war anders als dafür vorgesehene Pumpen nach dem ersten Stromausfall nicht wieder automatisch angesprungen. Laut Anklage nutzten die Betreiber die falsche Pumpe auch auf anderen Schiffen. Es sei zudem nicht das erste Mal gewesen, dass es zu einem derartigen doppelten Stromausfall gekommen sei. Mehrere Mitarbeiter, darunter der Angeklagte, hätten den Einsatz der Pumpe versucht zu vertuschen und Ermittler darüber belogen.

+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++

Weitere aktuelle News im Ressort "Panorama":

/roj/news.de

Erfahren Sie hier mehr über die journalistischen Standards und die Redaktion von news.de.