Friedrich Merz am Boden: AfD-Umfrage-Knall - Union stürzt auf tiefsten Wert seit 2022
Bekommt Friedrich Merz jetzt die Quittung? Laut Ipsos-Umfrage erreicht die Union einen neuen, historischen Tiefstand. Bild: dpa/Kay Nietfeld
Erstellt von Ines Fedder
10.07.2026 12.08
- AfD auf Rekordhoch: 28 Prozent bei Ipsos – größter Vorsprung vor der Union bislang
- Union stürzt ab: CDU/CSU nur noch bei 22 Prozent – historischer Tiefstand
- Linke zieht mit SPD gleich: Beide Parteien erreichen 13 Prozent
- Mehrheit außer Reichweite: Ohne AfD wäre nur ein Dreierbündnis möglich
Die AfD verzeichnet in der aktuellen Ipsos-Sonntagsfrage einen historischen Rekordwert. Mit 28 Prozent erreicht die Partei den höchsten jemals bei diesem Meinungsforschungsinstitut gemessenen Wert. Die Erhebung wurde zwischen dem 4. und 6. Juli durchgeführt.
Friedrich Merz am Boden - Union erreicht historischen Tiefstand bei Ipsos-Umfrage
Gleichzeitig rutscht die Union weiter ab. CDU und CSU kommen nur noch auf 22 Prozent – ein Minus von einem Punkt gegenüber der Vorumfrage. Laut Ipsos handelt es sich um den niedrigsten Wert für die Unionsparteien seit Januar 2022. Der Abstand zwischen AfD und CDU/CSU beträgt damit erstmals sechs Prozentpunkte. Die Entwicklung der vergangenen Monate setzt sich fort: Die AfD festigt ihre Spitzenposition, während die Union kontinuierlich Zustimmung einbüßt.
Sonntagsfrage Ipsos zur Bundestagswahl • AfD 28 % | CDU/CSU 22 % | GRÜNE 14 % | SPD 13 % | DIE LINKE 13 % | FDP 4 % | BSW 3 % | Sonstige 3 %
— Wahlrecht.de (@Wahlrecht_de) July 9, 2026
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Linke erreicht historischen Gleichstand mit SPD
Bemerkenswert ist die Entwicklung bei der Linkspartei. Sie gewinnt einen Prozentpunkt hinzu und kommt nun auf 13 Prozent. Damit zieht sie erstmals mit der SPD gleich, die unverändert bei diesem Wert verharrt. Für die Linke bedeutet dies den höchsten jemals in der Ipsos-Sonntagsfrage gemessenen Wert seit Beginn der Erhebungen.
Die Sozialdemokraten rangieren damit hinter den Grünen, die weiterhin bei 14 Prozent liegen. Die einstige Volkspartei SPD findet sich in der aktuellen Umfrage nur noch auf dem vierten Platz wieder – gleichauf mit einer Partei, die lange als politisch marginalisiert galt.
Kleine Parteien stagnieren – Dreierbündnis als einzige Option
Bei den übrigen Parteien zeigt sich kaum Bewegung. Die FDP verharrt bei vier Prozent, das BSW kommt auf drei Prozent. Beide würden damit an der Fünfprozenthürde scheitern und den Einzug in den Bundestag verpassen.
Rechnet man die Umfragewerte auf eine hypothetische Sitzverteilung um, ergäbe sich bei 630 Mandaten folgendes Bild: Die AfD käme auf etwa 196 Sitze, die Union auf 154, die Grünen auf 98 sowie SPD und Linke auf jeweils 91. Für eine Mehrheit wären 316 Sitze erforderlich. Unter Beibehaltung der Brandmauer gegenüber der AfD bliebe den anderen Parteien nur ein Dreierbündnis als Möglichkeit zur Regierungsbildung.
Schwarz-rote Koalition in der Dauerkrise
Die wahrscheinlichste Regierungskonstellation ohne AfD-Beteiligung wäre ein Bündnis aus Union, Grünen und SPD. Die reguläre Bundestagswahl steht erst im März 2029 an – sofern es nicht vorher zu Neuwahlen kommt.
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