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Wladimir Putin: Kreml-Chef wirft der Nato Kriegsvorbereitungen gegen Russland vor

Der russische Präsident Wladimir Putin (re.) unterhält sich bei einem Treffen im Moskauer Kreml mit Absolventen der höchsten Militärakademien des Landes. Bild: Mikhail Metzel/Pool Sputnik Kremlin/dpa/dpa

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  • Wladimir Putin überzeugt: Nato bereitet Krieg gegen Russland vor
  • Kreml-Chef unterstellt dem Westen Kriegsvorbereitung - und steckt selbst Unsummen in seinen Ukraine-Krieg
  • Wann beginnt Putin seinen Nato-Krieg? Westliche Staaten rüsten aus Sorge vor Russland auf

Im Februar 2022 begann Wladimir Putin seine "militärische Spezialoperation" und griff die Ukraine an - bis heute scheint die Kriegslust des russischen Präsidenten ungebrochen. Experten sind seit geraumer Zeit überzeugt, dass der Kreml-Chef in nicht allzu ferner Zukunft einen weiteren Krieg beginnen und die Nato angreifen wird. Um für den Ernstfall gewappnet zu sein, trainieren die Nato-Streitkräfte, darunter auch Bundeswehr-Soldaten, bereits in verschiedenen Manövern an der Nato-Ostflanke. Doch ausgerechnet dem weltweit größten militärischen Verteidigungsbündnis der Welt wirft Putin nun selbst unverhohlen vor, Kriegsvorbereitungen gegen Russland zu unternehmen.

Wladimir Putin wirft Nato-Staaten Kriegsvorbereitungen gegen Russland vor

Bei einer Zeremonie für Absolventen russischer Militärakademien im Kreml erklärte Wladimir Putin am 23. Juni bei einer Ansprache, die Nato-Staaten hätten sich bisher auf Unterstützung für die Ukraine beschränkt. Nun spreche man im Westen jedoch offen davon, "dass sie sich auf einen Krieg gegen uns vorbereiten und ihre Militär- und Offensivhaushalte aufstocken", fabulierte Putin weiter. Die westlichen Regierungen nutzten laut Wladimir Putin erfundene Behauptungen über eine russische Bedrohung, um ihre Aufrüstung zu rechtfertigen. Der Kremlchef beschrieb ein wiederkehrendes Muster: Zunächst würden Bedrohungen für Russland geschaffen, dann werde Moskau zu Gegenmaßnahmen gezwungen und anschließend für diese Reaktionen verurteilt.

Wladimir Putin jagt eigene Militärausgaben auf Rekordniveau hoch

Putins Kritik an der westlichen Aufrüstung steht in krassem Kontrast zu seinen eigenen Haushaltsplanungen. Derzeit fließen knapp 40 Prozent der russischen Staatsausgaben in die Bereiche Militär, Rüstung und Sicherheit. Der Kreml-Chef führt seit mehr als vier Jahren einen großangelegten Angriffskrieg gegen das Nachbarland Ukraine.

Während Putin die Nato-Staaten der Aggression bezichtigt, betonte er gleichzeitig, Moskau setze sich für ein multipolares System der internationalen Beziehungen ein. Dieses solle die militärische Sicherheit jedes Staates gewährleisten. Die westliche Sichtweise unterscheidet sich fundamental von dieser Darstellung: EU- und Nato-Länder sehen in Russlands Angriffskrieg gegen die Ukraine den Auslöser für ihre verstärkten Verteidigungsanstrengungen.

Kreml-Chef droht mit Reaktion auf "alle Bedrohungen" des Westens

Der 73-jährige russische Staatschef richtete eine deutliche Warnung an die westlichen Staaten. "Gleichzeitig sind wir bereit, auf alle äußeren und inneren Bedrohungen operativ und angemessen zu reagieren", erklärte Putin vor den versammelten Militärabsolventen. Moskau treibe die Modernisierung seiner Streitkräfte konsequent voran. Nach Angaben des Kremls umfasst das Aufrüstungsprogramm die strategischen Nuklearstreitkräfte, die Luft- und Weltraumkräfte sowie die Marine. Allein im vergangenen Jahr testete das russische Militär mehr als tausend verschiedene Waffensysteme unter realen Kampfbedingungen. Darunter befanden sich neuartige Drohnen mit fortschrittlicher Steuerungstechnik, Loitering-Munition und spezialisierte Robotersysteme für verschiedene Einsatzzwecke. Putin betonte, die gewonnenen Erkenntnisse aus dem Ukraine-Konflikt flössen direkt in die weitere Entwicklung ein.

Wann beginnt Putin seinen Nato-Krieg? Westliche Staaten rüsten aus Sorge vor Russland auf

Die EU- und Nato-Mitglieder begründen ihre verstärkten Verteidigungsanstrengungen mit dem russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine. Der Konflikt hat in den westlichen Hauptstädten Bedenken über eigene Sicherheitslücken gegenüber Moskau geweckt. Die europäischen Nato-Staaten und Kanada steigerten ihre Verteidigungsausgaben im Jahr 2025 um 20 Prozent auf insgesamt 574 Milliarden Dollar.

Moskau weist Spekulationen über geplante Angriffe auf Nato-Territorium als haltlos zurück. Europäische Geheimdienste zeichnen jedoch ein anderes Bild: Nach Einschätzung litauischer Nachrichtendienste könnte Russland innerhalb von sechs Jahren vollständig auf einen Krieg mit dem Nordatlantikbündnis vorbereitet sein. Ein hochrangiger Nato-Militärvertreter erklärte gegenüber "Rbc.ua", Russland strebe die Kontrolle über Gebiete an, die es vor dem Zusammenbruch der Sowjetunion beherrscht hatte.

Auch diese Beiträge zu Wladimir Putin und dem Ukraine-Krieg sind einen Blick wert

/news.de/dpa/stg

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