Politik

Wladimir Putin ersetzt?: Doppelgänger-Wirbel neu entfacht - alte Vertraute erkennt Kreml-Chef nicht wieder

Die hartnäckigen Gerüchte, Wladimir Putin lasse sich von Doppelgängern in der Öffentlichkeit vertreten, haben nach einem Treffen des Kreml-Chefs mit seiner früheren Lehrerin erneut Fahrt aufgenommen. Bild: picture alliance/dpa/Pool Reuters/AP | Ramil Sitdikov

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  • Wladimir Putin inszeniert rührseliges Wiedersehen mit Vera Gurewitsch
  • Frühere Lehrerin erkennt Kreml-Chef kaum wieder: "Bist du es wirklich?"
  • Putin durch Doppelgänger ersetzt? Gerüchte nehmen erneut Fahrt auf

Praktisch täglich machen neue Enthüllungen aus Geheimdienstkreisen die Runde, die das baldige Ende von Wladimir Putin vorhersagen - immer wieder wird kolportiert, dass der russische Präsident wachsende Panik habe, einem Putschversuch in seinem engsten Umfeld zum Opfer zu fallen. In der Öffentlichkeit zeigt sich der Kreml-Chef deshalb kaum noch - umso aufsehenerregender fallen dann die Augenblicke aus, in denen Wladimir Putin tatsächlich außerhalb der Kreml-Mauern auftaucht.

Wladimir Putin zum Anfassen: Kreml-Chef überrascht seine alte Lehrerin mit Blumen, Küsschen und Abendessen

Nur wenige Tage, nachdem Wladimir Putin in Moskau seine diesjährige und deutlich abgespecktere Parade zum "Tag des Sieges" am 9. Mai zelebriert hatte, war der russische Präsident überraschend erneut in der Öffentlichkeit zu sehen. Eine Video-Aufnahme von Putins Unternehmungen machte in den sozialen Netzwerken wie ein Lauffeuer die Runde und dokumentierte eine sorgfältig eingefädelte Inszenierung des Kreml-Chefs. Offenbar hatte Wladimir Putin, so berichtete es beispielswese die britische "Metro", ein Treffen mit seiner früheren Lehrerin Vera Gurewitsch arrangiert und der mittlerweile 92-Jährigen eine besondere Überraschung bereitet.

Kreml-Chef zerrt seine frühere Deutschlehrerin ins Rampenlicht

Vera Gurewitsch, deren Name bisweilen als Vera Gurevich angegeben wird, hatte Wladimir Putin während dessen Schulzeit in Deutsch unterrichtet. Vergessen hat Putin die Pädagogin offenbar bis heute nicht, denn nachdem er Vera Gurewitsch zu seiner "Tag des Sieges"-Parade eigeladen und seiner früheren Lehrerin einen Ehrenplatz auf der Tribüne zugewiesen hatte, durfte die hochbetagte Dame am Abend des 11. Mai erneut Wladimir Putins Gesellschaft genießen. Der Kreml-Chef setzte sich höchstpersönlich ans Steuer seines Aurus, um Vera Gurewitsch aus ihrem Hotel abzuholen und zum gemeinsamen Abendessen zu chauffieren. Allerdings lösten die Worte, die Vera Gurewitsch für ihren früheren Schützling zur Begrüßung übrig hatte, einigen Wirbel aus.

Mit einem Satz tritt Putins alte Bekannte erneut Doppelgänger-Gerüchte los

Denn als die 92-Jährige des Kreml-Chefs angesichtig wurde, kamen Vera Gurewitsch nur die ungläubigen Worte "Bist du es wirklich?" über die Lippen - offenbar hatte Putins einstige Lehrerin einige Probleme, ihren einstigen Schüler wiederzuerkennen. Zwar lächelte der Kreml-Chef und versicherte ihr "Ja, ich bin es. Ich bin es", woraufhin ihn seine ehemalige Lehrerin mit einem Kuss begrüßte, doch da war das sprichwörtliche Kind bereits in den Brunnen gefallen: Prompt keimten erneut Gerüchte auf, dass sich Wladimir Putin von einem Doppelgänger vertreten ließ, anstatt selbst in der Öffentlichkeit aufzukreuzen.

Kreml-Chef von Doppelgängern ersetzt? Wilde Gerüchte verfolgen Putin seit Jahren

Die zögerliche Reaktion der betagten Lehrerin hat also die seit Jahren kursierenden Spekulationen über Putins angebliche Doppelgänger neu entfacht. Immer wieder wird berichtet, dass Wladimir Putin aus Sicherheitsgründen auf sogenannte Body-Doubles zurückgreift – Personen, die ihm zum Verwechseln ähnlich sehen und bei bestimmten Anlässen an seiner Stelle auftreten. Dass nun ausgerechnet eine Frau, die Putin als Jugendlichen unterrichtete und ihn seit Jahrzehnten kennt, bei seinem Anblick unsicher wurde, dürfte die Verschwörungstheorien weiter befeuern. Vera Gurewitschs skeptischer Blick und ihre direkte Nachfrage wirken umso alarmierender, als das Treffen offensichtlich vom Kreml sorgfältig orchestriert worden war.

Vera Gurewitsch packt über Putin aus: So war der Kreml-Chef als Schüler

Vera Gurewitsch hat im Laufe der Jahre einige Geschichten über den jungen Putin preisgegeben, die für Aufregung sorgten. Besonders einprägsam war dabei die Anekdote, der zufolge der damals 16 Jahre alte Wladimir Putin während eines Schulausflugs eine Ente fürs Abendessen schlachtete. Dabei zog er sich eine Decke über den Kopf und verlangte: "Bringt die Unglückliche herein, legt ihren Kopf so hin, dass ich ihn mit einem einzigen Schlag abtrennen kann, ohne sie zu sehen." Die Lehrerin erinnert sich außerdem, dass sich der Schüler Putin kaum für Mädchen interessierte. Dass er einmal Präsident werden würde, hätte sie nie erwartet – sie sah in ihm eher einen künftigen Anwalt.

Wladimir Putin von wachsender Paranoia geplagt - aus Angst verkriecht er sich im Bunker

Westliche Geheimdienste zeichnen derweil ein beunruhigendes Bild von Putins Gemütszustand. Laut einer Analyse, die zuerst vom russischen Nachrichtenportal "Important Stories" veröffentlicht wurde, lebt und arbeitet der Präsident zunehmend in unterirdischen Schutzanlagen. Seine bevorzugten Paläste hat er demnach verlassen – aus Furcht vor Drohnenangriffen, möglicherweise sogar aus den eigenen Reihen.

Seit Anfang März 2026 sorge sich der Kreml verstärkt um durchgesickerte Informationen und das Risiko eines Putschversuchs. Besonders brisant: Sergei Schoigu, Sekretär des Sicherheitsrats und früherer Verteidigungsminister, wird mit der Gefahr eines möglichen Umsturzversuchs in Verbindung gebracht.

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