Politik

Sonntagsfrage aktuell: Nächste Umfrage-Schlappe für Bundeskanzler Merz - SPD punktet überraschend

Nur jeder vierte Deutsche ist einer aktuellen Umfrage zufolge mit Kanzler Merz zufrieden. Während die Union in der Wählergunst abrutscht, profitiert der Koalitionspartner SPD von der Schwäche des Regierungschefs. Bild: picture alliance/dpa | Sebastian Gollnow

  • Artikel teilen:
  • ARD-"Deutschlandtrend" im Februar 2026: Nur jeder Vierte ist mit Bundeskanzler Merz zufrieden
  • CDU und CSU büßen in aktueller Umfrage an Zustimmung ein - SPD im Aufwind
  • AfD sinkt in Wählergunst, bleibt aber zweitstärkste Kraft nach der Union laut Infratest dimap-Umfrage

Die schwarz-rote Koalition erlebt im aktuellen ARD-"Deutschlandtrend" eine bemerkenswerte Verschiebung zwischen den Regierungspartnern. CDU und CSU büßen der aktuellen Umfrage zufolge im Vergleich zu Anfang Januar zwei Prozentpunkte ein und erreichen nur noch 26 Prozent der Wählerstimmen. Davon profitiert die SPD, die um zwei Punkte auf 15 Prozent klettert.

CDU und CSU büßen in Umfrage ein - SPD erlebt überraschenden Zuwachs

Trotz der Verluste bleibt die Union stärkste politische Kraft im Land. Dicht dahinter positioniert sich die AfD, die mit 24 Prozent weiterhin den zweiten Platz behauptet – ein leichtes Minus von einem Prozentpunkt gegenüber dem Vormonat. Das Meinungsforschungsinstitut Infratest dimap befragte für die Erhebung zwischen dem 2. und 4. Februar insgesamt 1.319 Wahlberechtigte. Bei den übrigen Parteien zeigt sich ein weitgehend stabiles Bild. Die Grünen verzeichnen keine Veränderung und landen bei 12 Prozent der Stimmen. Auch die Linke hält ihren Wert von 10 Prozent.

Deutlich schlechter sieht es für das Bündnis Sahra Wagenknecht und die FDP aus. Beide Parteien stagnieren bei jeweils 3 Prozent und würden damit klar an der Fünf-Prozent-Hürde scheitern. Ein Einzug in den Bundestag wäre für sie im Falle einer Wahl am kommenden Sonntag nicht möglich. Die Fehlertoleranz der Umfrage liegt bei zwei bis drei Prozentpunkten.

Miserables Zeugnis für Bundesregierung: Schwarz-rot kann nur bei jedem Vierten punkten

Die Bundesregierung genießt in der Bevölkerung kaum Rückhalt. Lediglich 21 Prozent der Befragten äußern sich zufrieden oder sehr zufrieden mit der Arbeit des Kabinetts. Dem steht eine überwältigende Mehrheit von 78 Prozent gegenüber, die weniger oder gar nicht zufrieden ist. Diese anhaltend hohe Unzufriedenheit belastet die Koalition aus Union und SPD erheblich. Trotz der jüngsten Zugewinne der Sozialdemokraten in der Sonntagsfrage gelingt es der Regierung offenbar nicht, das Vertrauen der Wählerschaft zurückzugewinnen. Die kritische Stimmung gegenüber der Regierungsarbeit bleibt damit auf einem konstant hohen Niveau.

Welcher Politiker ist am beliebtesten? SPD-Minister trumpfen auf, Friedrich Merz abgeschlagen

Bei den Zufriedenheitswerten einzelner Regierungsmitglieder schneidet Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) mit Abstand am besten ab. 57 Prozent der Befragten bewerten seine Arbeit positiv – ein Wert, der sich gegenüber Januar nicht verändert hat. SPD-Chef Lars Klingbeil, der zugleich als Vizekanzler und Finanzminister amtiert, verbessert sich um fünf Punkte auf 31 Prozent. Auf dem gleichen Niveau liegt Außenminister Johann Wadephul von der CDU. Innenminister Alexander Dobrindt steigert sich um drei Punkte auf 27 Prozent. Bundeskanzler Friedrich Merz hingegen kommt nur auf magere 25 Prozent Zustimmung. Trotz eines minimalen Anstiegs um einen Punkt gegenüber Januar ist damit nicht einmal jeder vierte Bürger mit seiner Amtsführung zufrieden.

Weitere Beiträge zur Bundespolitik gibt's hier:

/news.de/dpa/stg

Themen

Erfahren Sie hier mehr über die journalistischen Standards und die Redaktion von news.de.