Katherina Reiche News: SPD fordert Reiche zu Tempo bei Spritpreisdeckel auf
Vor anderthalb Monaten haben die Spitzen der Koalition einen Spritpreisdeckel vereinbart - der spätestens zum Januar kommen soll. Vieles aber ist noch unklar.
Erstellt von Sarah Knauth - Uhr
Suche
Die SPD fordert Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) auf, Tempo zu machen beim geplanten Spritpreisdeckel. SPD-Fraktionsvize Armand Zorn sagte der Deutschen Presse-Agentur, der Ball liege bei Reiche: "Ihr Haus muss ein passendes Modell für Deutschland vorlegen. Die Eckpunkte müssen nun zügig vorgelegt werden, damit der Spritpreisdeckel wie vereinbart allerspätestens zum 1.1.2027 in Kraft treten und die Betriebe sowie Autofahrer und Autofahrerinnen entlasten kann."
Die Lage im Nahen Osten sei weiterhin volatil und die Energiepreise seien hoch. Deshalb habe die Koalition bis Ende des Jahres für kurzfristige und zügige Entlastung gesorgt, sagte Zorn mit Blick auf den Tankrabatt. "Ebenso wichtig ist aber die strukturelle Ordnung des Mineralölmarktes, der von zu wenig Wettbewerb und zu hohen Profiten für die großen Konzerne gekennzeichnet ist. Es ist ein wichtiger Erfolg der SPD, dass die Koalition die Einführung eines Spritpreisdeckels ab dem 1.1.2027 beschlossen hat und damit das Abkassieren der Mineralölkonzerne endlich begrenzt wird."
Ein Spritpreisdeckel würde wie folgt funktionieren, so Zorn: "Ein maximaler Abgabepreis für Diesel und Benzin im Einzel- oder Großhandel wird auf Basis vom Ölpreis, Verarbeitungs- und Vertriebskosten bestimmt. Dies erfolgt nach einer transparenten Formel in Verhandlungen zwischen Mineralölkonzernen und der Regierung."
Mitte September verständigten sich CDU, CSU und SPD im Koalitionsausschuss darauf, Gespräche mit der Mineralölwirtschaft zu führen - mit dem Ziel, spätestens zum 1. Januar 2027 einen Spritpreisdeckel nach dem Vorbild Luxemburgs oder Belgiens einzuführen. Dieser solle "nicht dauerhaft" und krisenbedingt sein, hieß es mit Blick auf den Iran-Konflikt, der Preissprünge auslöste. Weiter hieß es: "Die Versorgungssicherheit muss gewährleistet sein. Missbräuchliche Preisaufschläge müssen unterbunden werden." Reiche hatte sich skeptisch über einen Spritpreisdeckel gezeigt.
+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++
Weitere aktuelle News im Ressort "Wirtschaft":
Softwarekonzern: Microsoft startet stark ins neue Geschäftsjahr
Internet-Riese: Google-Mutter Alphabet verfehlt Umsatzerwartungen
US-Wirtschaft: Fed-Chef Warsh kündigt Sitzungen ohne Zinsentscheid an
Noch mehr Nachrichten über Katherina Reiche lesen Sie hier.
kns/roj/news.de
Erfahren Sie hier mehr über die journalistischen Standards und die Redaktion von news.de.