Donald Trump News: Trump: Keine Zinssenkung, kein Handel mit einigen Ländern

Zinsen runter, sonst gibt es keinen Handel. So will US-Präsident Trump die Vereinigten Staaten wieder groß machen. Volkswirte rechnen allerdings mit einer ganz anderen Entscheidung.

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Donald Trump bei einer Rede. (Foto) Suche
Donald Trump bei einer Rede. Bild: picture alliance/dpa/AP | Matt Rourke

Kurz vor einer möglichen Zinserhöhung durch die US-Notenbank Federal Reserve hat US-Präsident Donald Trump erneut Druck auf die Fed ausgeübt. Er bekräftigte auf eine Frage einer Journalistin seine Drohung eines Handelsstopps mit bestimmten Ländern, sollte der Zentralbankrat die US-Geldpolitik nicht lockern. "Ich werde das bei einigen Ländern tun. Ich habe keine Wahl", behauptete Trump. Auf die Frage nach dem Zeitfenster sagte Trump dann: "Ich werde es tun. Es wird sich über einen gewissen Zeitraum erstrecken."

Trump hatte Anfang September auf Truth Social in Richtung der Fed geschrieben: "Senkt die Zinsen, oder ich breche den Handel mit Ländern ab, mit denen wir ein Defizit haben". Trump argumentierte, dass der Arbeitsmarkt deutlich stärker gewachsen sei als gedacht und dies ausreiche, um geringere Zinsen zu legitimieren.

Zuvor hatte das US-Arbeitsministerium einen überraschend starken Arbeitsmarktbericht für den August vorgelegt. So stieg die Beschäftigtenzahl um 162.000 - Volkswirte hatten im Schnitt lediglich mit 55.000 zusätzlichen Stellen gerechnet. Im Juli hatte der Arbeitsmarkt noch enttäuscht.

Trumps Expertise weicht von der von Volkswirten ab

Volkswirte merken allerdings an, dass ein starker Arbeitsmarkt die Lohnentwicklung und damit auch die Inflationsgefahren verstärken kann. Trump ging nicht darauf ein, dass die Inflation in seinem Land seit mehr als fünf Jahren über dem von der Fed angestrebten Ziel von 2 Prozent liegt. Der US-Präsident ließ damals wie heute offen, welchen Zusammenhang er zwischen gewünschter Zinssenkung in den USA und dem Handelsdefizit mit einigen Ländern sieht.

Niedrigere Zinsen können dafür sorgen, dass Unternehmen schneller wachsen. Zugleich heizen sie die Inflation an. Fed-Chef Kevin Warsh hatte jüngst klargemacht, dass er der Preisstabilität eine höhere Priorität einräumt, und sich zu höheren Zinsen bereit gezeigt. Die Teuerungsrate lag im August bei 3,4 Prozent. Mittlerweile rechnet eine überwiegende Mehrheit der Volkswirte damit, dass die Fed den Zins anheben wird. Es wäre das erste Mal seit Dezember 2025, dass der Zentralbankrat überhaupt Hand an den Leitzins legt, und die erste Straffung seit Juli 2023.

+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++

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