Bundeskartellamt: 60 Millionen Geldbuße für Straßenreparaturfirmen wegen Preisabsprache
Viele Jahre sollen Unternehmen im Straßenbau verbotene Preisabsprachen bei Aufträgen gehabt haben. Nun wird das mit Bußgeldern in Millionenhöhe geahndet.
Erstellt von Sarah Knauth - Uhr
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Das Bundeskartellamt hat Geldbußen in Millionenhöhe wegen verbotener Preisabsprachen zwischen mehreren Straßenbauern bei Reparaturen von Straßen verhängt. Sechs Unternehmen müssen nun Bußgelder in Höhe von insgesamt 60,3 Millionen Euro zahlen, wie die Behörde mitteilte. Die Bescheide seien rechtskräftig.
Die Unternehmen hätten sich den Markt aufgeteilt und sich regelmäßig über Ausschreibungen abgestimmt, hieß es. Von den Absprachen seien öffentliche Auftraggeber in ganz Deutschland betroffen sowie "private Auftraggeber wie Betreiber von Flughäfen, Häfen und Autoteststrecken". Die Anbieter hätten sich demnach über viele Jahre zahlreiche Aufträge der öffentlichen Hand gegenseitig zugespielt. Im Frühjahr und Sommer sollen sich die Straßenbauunternehmen für Absprachen einmal im Monat getroffen haben,
"War ein beteiligtes Unternehmen nicht ausgelastet und benötigte zusätzliche Aufträge, wurde von dieser "Stammkunden"-Zuordnung in Einzelfällen abgewichen oder es wurde eine Arbeitsgemeinschaft gebildet, um den Auftrag auf mehrere Anbieter aufzuteilen", sagte der Präsident des Bundeskartellamtes, Andreas Mundt, laut Mitteilung. "Dadurch haben sich die Unternehmen den Markt aufgeteilt und dies durch Schutzangebote abgesichert." Konkret geht es laut Kartellamt um Dünne Asphaltdeckschichten in Kaltbauweise ("DSK"), eine Bauweise zur Sanierung von Straßen und anderen Asphaltflächen.
+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++
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kns/roj/news.de
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