Berlin/Potsdam: Creditreform: Deutlich mehr Insolvenzen in Brandenburg
Die Probleme der Wirtschaft sind umfangreich und langanhaltend, das zeigt auch die Entwicklung der Insolvenzen. In Brandenburg gingen nach Einschätzung von Creditreform mehr Unternehmen pleite.
Erstellt von Sarah Knauth - Uhr
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Die Dauerkrise der deutschen Wirtschaft treibt auch in Brandenburg eine wachsende Zahl von Firmen in die Pleite. 280 Unternehmen werden nach Hochrechnungen der Auskunftei Creditreform bis zum Ende des ersten Halbjahres Insolvenz angemeldet haben. Das wären fast acht Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum, teilte die Auskunftei mit. In Berlin entwickeln sich die Zahlen dagegen ganz anders.
In der Hauptstadt wird es nach Schätzung von Creditreform bis zum Ende des ersten Halbjahres knapp 2 Prozent weniger Insolvenzen geben als im Vorjahreszeitraum, und zwar rund 1.010.
Creditreform: Pleite-Höhepunkt noch nicht erreicht
Deutschlandweit geht Creditreform wie in Brandenburg von fast acht Prozent mehr Pleiten aus. "Der Pleite-Höhepunkt ist noch nicht erreicht", warnte der Leiter der Creditreform Wirtschaftsforschung, Patrik-Ludwig Hantzsch. "Diese Entwicklung wird sich erst dann wieder stabilisieren, wenn die Wirtschaft endlich wächst. Nach jetzigem Stand also frühestens 2027."
Teure Energie, zurückhaltende Konsumenten, bürokratische Lasten - die Liste der Probleme ist lang. Der Iran-Krieg hat die Krise verschärft. Vor allem der Preissprung bei Energie belastet Unternehmen und Verbraucher. Die meisten Insolvenzen gab es im ersten Halbjahr des laufenden Jahres bundesweit mit fast 7.900 Fällen im Dienstleistungsbereich, zu dem die Gastronomie zählt.
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