Halle: Handwerk in Sachsen-Anhalt startet schwach ins Jahr

Weniger Aufträge, weniger Beschäftigte: Das Handwerk in Sachsen-Anhalt hat einen schwierigen Jahresauftakt hinter sich. Nur wenige Bereiche konnten sich dem Negativtrend entziehen.

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Das Handwerk in Sachsen-Anhalt ist mit einem Dämpfer ins Jahr gestartet. Die Umsätze der zulassungspflichtigen Handwerksbetriebe lagen im ersten Quartal preisbereinigt um 4,5 Prozent unter dem Niveau des Vorjahres. Zudem sank die Zahl der Beschäftigten um 1,7 Prozent, wie das Statistische Landesamt mitteilte.

Baugewerbe besonders betroffen

Besonders schwierig war die Lage in Sachsen-Anhalt im Baugewerbe. Dort gingen die Umsätze im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um fast zwölf Prozent zurück. Auch in Kfz-Werkstätten, im Lebensmittelhandwerk sowie im Gesundheitsgewerbe wurden Rückgänge verzeichnet.

Friseure und Fotografen gegen den Trend

Eine Ausnahme bildeten die Handwerke für den privaten Bedarf, zu denen etwa Friseure oder Fotografen zählen. Sie konnten ihre Umsätze steigern. Allerdings ging auch dort die Zahl der Beschäftigten zurück.

Insgesamt bauten die Betriebe in allen Handwerksbereichen Personal ab. Das Landesamt stützt sich auf vorläufige Ergebnisse der vierteljährlichen Handwerksberichterstattung.

Branche beklagt Unsicherheit und hohe Kosten

Das Handwerk spürt die Konjunkturschwäche deutlich. So warf etwa die Frühjahrsumfrage der Handwerkskammer Magdeburg im Mai ein Schlaglicht auf eine hohe Unsicherheit in der Branche. Wegen fehlender Planungssicherheit würden Investitionen aufgeschoben. Steigende Einkaufspreise, unter anderem für Energie und Kraftstoffe, belasteten die Betriebe, ebenso Bürokratie sowie Steuern und Sozialabgaben.

Das ist nicht nur in Sachsen-Anhalt so. Erst vergangene Woche hatte der Sächsische Handwerkstag von einem Abwärtstrend in den dortigen Betrieben berichtet. Sie leiden demnach unter anderem als Zulieferer unter der Krise der Industrie, zudem stiegen die Kosten. Bundesweit verlangen Handwerksvertreter politische Reformen.

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