Hamburg: Senatorin Leonhard sieht Potenzial für mehr Europa-Handel

Hamburg ist als Hafenstadt besonders abhängig vom Welthandel. Die Wirtschaftssenatorin nennt drei nicht allzu fern gelegene Regionen, die an Bedeutung gewinnen könnten.

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Anlässlich des Hamburger Außenwirtschaftstags spricht sich Wirtschaftssenatorin Melanie Leonhard (SPD) dafür aus, Handelsbeziehungen in Europa zu vertiefen. Hamburg werde enger Handelspartner Chinas und der USA bleiben, sagte Leonhard. "Doch das Potenzial innerhalb Europas ist noch deutlich größer als wir es heute bereits nutzen." Leonhard verwies auf das Baltikum, Skandinavien und Osteuropa. Diversifizierung sei anlässlich der schwierigen Weltlage das Gebot der Stunde.

Nach Angaben des Statistikamts Nord importiert Hamburg mehr Waren als das Bundesland exportiert. Das hängt allerdings damit zusammen, dass die Statistiker einzig die Exportwaren in ihre Übersicht aufnehmen, die in Hamburg hergestellt und bearbeitet werden. Im Import erfassen die Statistiker dagegen auch Waren, die nicht zwingend in Hamburg bleiben.

Exporte aus Hamburg sind 2025 gestiegen

Die Exporte Hamburgs stiegen 2025 im Jahresvergleich um 1,2 Prozent. "Ohne den aktuell vorherrschenden Protektionismus, die Kriege und geopolitischen Konflikte wäre dieses Ergebnis sogar größer", sagte Leonhard. Hamburgs Außenwirtschaft sei gut und robust aufgestellt und trotze dem Bundestrend. Waren aus Hamburg wurden am häufigsten nach Frankreich, China und in das Vereinigte Königreich gebracht. Es folgten die Niederlande und Italien.

Auf Bundesebene nahmen die Exporte um 0,9 Prozent zu - und entwickelten sich damit schwächer als in Hamburg. Deutschlands Exportüberschuss sank um 17,5 Prozent auf rund 200 Milliarden Euro, weil die Importe stärker als die Exporte wuchsen. Wichtigster Handelspartner war China.

Der Außenwirtschaftstag wird von der Handelskammer ausgetragen. Außer Leonhard soll auch der Vorsitzende des Handelsausschusses im Europäischen Parlament, Bernd Lange (SPD), auf der Veranstaltung sprechen. Ebenfalls geladen ist der Politologe Andreas Goldthau von der Universität Erfurt.

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