Hamburg: Verfassungsschutz warnt vor Speditions-Übernahme durch Cosco
Der chinesische Staatskonzern Cosco will 80 Prozent an der Hamburger Spedition Konrad Zippel übernehmen. Doch noch ist der Deal nicht in trockenen Tüchern.
Erstellt von Sarah Knauth - Uhr
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Das Bundesamt für Verfassungsschutz (BfV) hat Bedenken gegen die Übernahme der Hamburger Spedition Konrad Zippel durch die chinesische Staatsreederei Cosco. Wie aus Sicherheitskreisen verlautete, brachte der Inlandsnachrichtendienst seine Einwände auch schriftlich vor. Die Verfassungsschützer hätten Sorge wegen der "kumulativen Erwerbsvorhaben" des chinesischen Staatskonzerns in Deutschland und der Europäischen Union, meldeten WDR und NDR.
Die Sender beziehen sich auf die Stellungnahme des Verfassungsschutzes für ein Investitionsprüfverfahren durch das Bundeswirtschaftsministerium. Cosco will sich mit 80 Prozent an Zippel beteiligen. Das Bundeskartellamt hat dies bereits genehmigt. Doch muss letztlich das Bundeskabinett entscheiden.
Cosco ist die viertgrößte Reederei der Welt und hat seit 2023 eine Minderheitsbeteiligung an der Betreibergesellschaft des HHLA-Container-Terminals Tollerort im Hamburger Hafen. Auch vor dieser Beteiligung gab es Warnungen vor wachsendem strategischem Einfluss Chinas auf die deutsche und die chinesische Infrastruktur.
Ursprünglich hatte Cosco damals eine Beteiligung von 35 Prozent an dem Terminal angestrebt. Genehmigt wurde am Ende jedoch lediglich eine Beteiligung von 24,99 Prozent.
Die 1876 gegründete Spedition Zippel mit rund 350 Beschäftigten ist spezialisiert auf Containertransporte zwischen dem Seehafen und dem Binnenland.
+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++
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kns/roj/news.de
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