Berlin: Verdi weitet Warnstreiks bei Deutscher Telekom aus
Verdi ruft bei der Deutschen Telekom zu weiteren Warnstreiks auf. Am Mittwoch sollen zusätzliche Regionen betroffen sein – mit möglichen Folgen für Kundenservice und Glasfaserausbau.
Erstellt von Sarah Knauth - Uhr
Suche
Die Gewerkschaft Verdi weitet in den Tarifverhandlungen bei der Deutschen Telekom ihre Warnstreiks aus. Nach ersten Ausständen am Dienstag im Norden und Osten sollen die vollschichtigen Warnstreiks an diesem Mittwoch auf weitere Gebiete im Bundesgebiet ausgedehnt werden, wie Verdi in Berlin mitteilte. Die Gewerkschaft begründet den Ausstand mit einer enttäuschenden zweiten Tarifverhandlungsrunde ohne ein Angebot der Arbeitgeber.
Vom Warnstreik betroffen seien mehrere Bereiche des Telekom-Konzerns, sagte Verdi-Arbeitskampfleiter Pascal Röckert. Aufgrund der Warnstreiks könne es zu schlechterer Erreichbarkeit, Verzögerungen im technischen Kundenservice und im Glasfaserausbau sowie zu Terminabsagen bei Kundenterminen kommen.
Am Dienstag beteiligten sich laut Verdi mehr als 3.000 Beschäftigte an Warnstreiks. Betroffen waren demnach Standorte in Niedersachsen, Bremen, Hamburg, Schleswig-Holstein, Mecklenburg-Vorpommern, Berlin und Brandenburg. An diesem Mittwoch seien Arbeitsniederlegungen in Nordrhein-Westfalen, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen geplant.
Verdi fordert für bundesweit rund 60.000 Tarifbeschäftigte unter anderem eine Entgeltsteigerung von 6,6 Prozent bei einer Laufzeit des Tarifvertrags von zwölf Monaten sowie einen Verdi-Mitgliederbonus von 660 Euro im Jahr.
Der Telekom-Konzern in Deutschland besteht den Gewerkschaftsangaben zufolge aus 20 verschiedenen tarifgebundenen Konzernunternehmen, in denen jeweils eigenständige Tarifverträge gelten. Ein Großteil der Entgelttarifverträge habe eine Laufzeit bis zum 31. März 2026. Vor der Tarifrunde seien gemeinsame Verhandlungen für diese Gesellschaften vereinbart worden.
Die dritte Tarifverhandlungsrunde ist für den 11./12. Mai 2026 angesetzt.
+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++
Weitere aktuelle News im Ressort "Wirtschaft":
- Friedrich Merz: Nationale Maritime Konferenz mit Bundeskanzler Merz in Emden
- Energiepolitik: Emirate verlassen Ölkartell Opec: Mit welchen Folgen?
- Bahn: Bahnbranche will Gremium für bessere Fahrgastinfos gründen
- Währung: Eurokurs gefallen - EZB-Referenzkurs: 1,1680 US-Dollar
kns/roj/news.de
Erfahren Sie hier mehr über die journalistischen Standards und die Redaktion von news.de.