Friedrich Merz News: Merz verteidigt steuerfreie 1.000-Euro-Prämie

Die Koalition will Anreize für Entlastungszahlungen an Arbeitnehmer geben - und verärgert damit das Arbeitgeberlager. Der Kanzler macht klar, dass es ein Angebot sein soll. Womöglich ein Jahr länger?

Erstellt von - Uhr

Friedrich Merz (CDU) spricht beim Wahlkampfabschluss der CDU Brandenburg (Archivbild). (Foto) Suche
Friedrich Merz (CDU) spricht beim Wahlkampfabschluss der CDU Brandenburg (Archivbild). Bild: picture alliance/dpa | Fabian Sommer

Bundeskanzler Friedrich Merz hat die geplante Steuerfreiheit von Prämien bis zu 1.000 Euro für Beschäftigte gegen Proteste aus der Wirtschaft verteidigt. "Es ist nicht mehr und nicht weniger als ein Entlastungsangebot für Betriebe und Arbeitnehmer", sagte der CDU-Politiker in Berlin. Es könne in der ganzen Höhe, zum Teil oder auch gar nicht in Anspruch genommen werden. Er sehe die Kritik, aber er teile sie nicht. Auch Bund, Ländern und den Kommunen sei es jeweils für sich freigestellt, ob und wie sie das Angebot annehmen.

Prämie für 2026 und 2027?

Die Spitzen der schwarz-roten Koalition hatten zur Entlastung angesichts hoher Energiepreise angekündigt, dass es steuer- und abgabenfrei sein solle, wenn Firmen ihren Beschäftigten eine Prämie bis zu 1.000 Euro zahlen. Im Beschluss von CDU, CSU und SPD heißt es, dass Arbeitgebern dies "im Jahr 2026" ermöglicht werden solle. Merz sagte nun, das Angebot solle "für das Jahr 2026 und auch für das Jahr 2027 gelten". Damit sei es auch zugänglich für Vereinbarungen, die Betriebsparteien oder Tarifvertragsparteien schließen.

"Es ist von uns ein Angebot, um in einer schwierigen Zeit Betrieben und Beschäftigten eine Erleichterung zu geben bei den Steuern und Sozialversicherungsabgaben", sagte der Kanzler. Die Abgaben beträfen dann auch die Unternehmen. Und wenn die Zahlung in ein bestehendes System integriert werde, "dann ist es sogar für Betriebe eine Entlastung". Merz äußerte sich nach einem Gespräch mit dem irischen Regierungschef Micheál Martin.

+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++

Weitere aktuelle News im Ressort "Wirtschaft":

Noch mehr Nachrichten über Friedrich Merz lesen Sie hier.

/roj/news.de

Erfahren Sie hier mehr über die journalistischen Standards und die Redaktion von news.de.