Spritpreis-Prognose: Wann Tanken diese Woche für Autofahrer besonders günstig wird

Nach einer kurzen Verschnaufpause wird es nun wieder teuer an der Zapfsäule. Autofahrer müssen erneut mit steigenden Spritpreisen rechnen, nachdem US-Präsident Trump eine Gegenblockade der Straße von Hormus angekündigt hat.

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Wie sich die Preise an der Zapfsäule über die Woche entwickeln, hängt maßgeblich von der Lage im Iran ab. (Foto) Suche
Wie sich die Preise an der Zapfsäule über die Woche entwickeln, hängt maßgeblich von der Lage im Iran ab. Bild: picture alliance/dpa | Marcus Brandt
  • Spritpreise dürften wegen US-Gegenblockade in der Straße von Hormus steigen
  • Experten mahnen: Diesel könnte bald 2,45 Euro pro Liter kosten
  • Österreich-Modell bleibt laut ADAC erfolglos im Kampf gegen hohe Spritpreise

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Noch vor wenigen Tagen sorgte die Vereinbarung der Waffenruhe im Iran für kurzzeitige Entspannung bei den Spritpreisen – doch nun schlägt der Preishammer wieder zu. Nachdem die Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran vorerst gescheitert sind, dürften die Preise wieder in die Höhe schießen. US-Präsident Donald Trump hat zusätzlich eine Gegenblockade der Straße von Hormus angekündigt. Ein signifikanter Teil des weltweiten Öltransports läuft durch die Meeresstraße.

US-Gegenblockade sorgt erneut für steigende Spritpreise

Nachdem noch vor wenigen Tagen die Aussicht auf dauerhaft sinkende Spritpreise laut dem ADACin greifbare Nähe gerückt war, dürfte die Gegenblockade der US-Marine genau das Gegenteil bewirken. Die Flotte des US-amerikanischen Militärs soll sämtlichen Schiffen – inklusive Öltransportern – die Ein- und Ausfahrt verwehren. Experten rechnen bei einer Verschärfung des Konflikts mit deutlichen Preissteigerungen in den kommenden Tagen.

Gerrit Heinemann, Wirtschaftswissenschaftler und Professor an der Hochschule Niederrhein, warnt gegenüber der "Bild": "Da die Friedensverhandlungen abgebrochen wurden, steigen die Preise exakt auf das Niveau vor den Gesprächen." Konkret bedeutet das für Benzin (Super E10) Preise jenseits von 2,20 Euro, für Diesel sogar mehr als 2,45 Euro pro Liter.

Österreich-Modell an Tankstellen hat sich nicht bewährt

Die Experten des ADAC warnen: Selbst wenn sich die Lage wieder entspannt, dauert es, bis sich die Preise wieder auf einem dauerhaft geringeren Niveau einpendeln. Schuld ist der sogenannte "Rakete-Feder-Effekt": Die Preise schießen zunächst mit rasender Geschwindigkeit in die Höhe, sinken jedoch nur sehr langsam wieder ab.

Auch habe sich die Umstellung an den Tankstellen auf das Österreich-Modell mit nur einer Preiserhöhung pro Tag als recht zahnloses Instrument erwiesen Damit haben sich die Befürchtungen des Automobilclubs, dass die Mineralölkonzerne mit deutlichen Risikoaufschlägen reagieren würden, bestätigt.

Wann Sie besonders günstig tanken können

Herbert Rabl vom Tankstellen-Interessenverband mahnt gegenüber "Bild": Nur, wenn sich die Lage in der Straße von Hormus wieder entschärft, könne es überhaupt "sehr geringe und kaum spürbare Preisrückgänge" geben. Gut zu wissen: Verbraucher können laut Rabl damit rechnen, dass der Montag der günstigste Tag zum Tanken wird. Vormittags vor 12 Uhr lassen sich demnach die günstigsten Preise für Sprit ergattern. Wie gewohnt werden die Preise dann um kurz nach 12 wieder in die Höhe schießen.

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