Kostenhammer im Mai: Sparkasse hebt Gebühren für Girokonto deutlich an
Sparkassen-Kunden in NRW müssen sich vorsehen: Ab Mai 2026 wird das Girokonto deutlich kostspieliger. Betroffen ist zunächst nur die Sparkasse in Herford, doch andere Filialen dürften bald nachziehen.
Erstellt von Felix Schneider - Uhr
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- Die Sparkasse Herford (NRW) erhöht die Gebühren für Girokonten
- Kostentreiber waren vor allem Digitalisierung und Sicherheit
- Betroffene haben die Option, zu Anbietern ohne Grundgebühr zu wechseln
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Kunden der Sparkasse Herford müssen sich auf höhere Kosten einstellen. Ab dem 1. Mai 2026 steigen die Kontoführungsgebühren bei dem nordrhein-westfälischen Kreditinstitut deutlich an. Für Betroffene werden pro Jahr bis zu 36 Euro mehr fällig - das entspricht einem Aufpreis von monatlich rund drei Euro. Welche Möglichkeiten haben Verbraucher, auf die Preiserhöhung zu reagieren?
Digitalisierung und Sicherheit treiben Kosten in die Höhe
Die Sparkasse Herford begründet den Preisanstieg mit deutlich gestiegenen Ausgaben in mehreren Bereichen. Insbesondere die Kosten für IT-Infrastruktur, Sicherheitsmaßnahmen und Personal seien in den vergangenen Jahren erheblich gewachsen. Das Kreditinstitut habe umfangreich in digitale Angebote investiert, wie die "Neue Westfälische" berichtet.
Dazu zählen unter anderem Videoberatung für Kunden, mobile Bezahldienste wie Apple Pay sowie die Sparkassen-Card DMC. Einen besonderen Kostenfaktor stellen zudem Schutzmaßnahmen gegen Phishing dar – also betrügerische Versuche, über gefälschte Nachrichten oder Webseiten an sensible Kundendaten zu gelangen.
Da diese Kostenfaktoren in Zukunft auf Filialen überall in Deutschland zukommen dürften, könnte es zu größeren Gebühren-Erhöhungswellen kommen. Erst im Mai des vergangenen Jahres erhöhte auch die Commerzbank ihre Gebühren für Girokonten, wie "t-online" berichtet.
Ohne Zustimmung droht die Kontokündigung
Die neuen Gebühren treten allerdings nicht automatisch in Kraft. Für die Umsetzung der Preiserhöhung benötigt die Sparkasse Herford die ausdrückliche Einwilligung ihrer Kunden. Erst wenn Kontoinhaber aktiv zustimmen, werden die höheren Entgelte wirksam.
Wer die Änderungen ablehnt, muss jedoch mit Konsequenzen rechnen. Ohne das Einverständnis der Kunden ist die Bank berechtigt, das betreffende Girokonto zu kündigen. Betroffene stehen damit vor der Wahl: Entweder sie akzeptieren die Mehrkosten oder sie riskieren den Verlust ihres Kontos. Die Regelung entspricht dem geltenden Recht, nach dem Gebührenerhöhungen nicht einseitig durchgesetzt werden dürfen. Daher ist es grundsätzlich für Verbraucher empfehlenswert, das Schreiben genau zu lesen und nach Alternativen zu suchen.
Gebührenfreie Konten bei Direktbanken als Alternative
Wer die höheren Kosten nicht tragen möchte, findet am Markt durchaus Alternativen. Direktbanken wie DKB oder ING bieten Girokonten ohne monatliche Grundgebühr an, sofern bestimmte Voraussetzungen erfüllt werden. Bei C24 Direkt ist das Konto nach Angaben des Anbieters sogar ohne jegliche Bedingungen kostenlos - zusätzlich erhalten Kunden dort 0,5 Prozent Zinsen auf ihr Guthaben.
Allerdings sollten Wechselwillige bedenken, dass Direktbanken keine Filialen betreiben. Sämtliche Bankgeschäfte laufen ausschließlich digital ab. Für Kunden, die Wert auf persönliche Beratung vor Ort legen, könnte dies ein Nachteil sein. Der Umstieg selbst ist dafür unkompliziert: Digitale Kontowechselservices übernehmen die Übertragung von Daueraufträgen und Lastschriften auf das neue Konto weitgehend automatisch.
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