Bienenalarm im Garten: Die Gefahr durch Bienen richtig einschätzen
Ein gemütlicher Nachmittag auf der Terrasse und dann das: Plötzlich schwirren Dutzende von Bienen in ziemlicher Nähe. Was tun? Gift spritzen? Bloß nicht, das ist unter Strafe verboten! Experten rufen? Ja, wenn das Nest zu nah an Kindern oder Allergikern ist. Ruhe bewahren? Immer, denn die Tiere stechen nur, wenn sie sich bedroht fühlen.
Erstellt von Sebastian Hoffmann - Uhr
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Sie sitzen entspannt auf der Terrasse, als ein unüberhörbares Summen Ihre Ruhe stört. Dutzende Bienen schwirren um die Dachkante und bei genauerem Hinsehen wird klar: Da ist ein Nest! Aber Achtung: Handelt es sich um Wildbienen, die hier ihr neues Zuhause in Hohlräumen oder im Mörtel gebaut haben? Oder ist es ein Schwarm Honigbienen, der sich an Ihrer Hauswand niedergelassen hat? Egal, was es ist: Finger weg vom Giftspray! Bienen sind geschützte Tiere, leisten enorm wichtige Arbeit für unser Ökosystem und verhalten sich friedlich solange man sie in Ruhe lässt. Wildbienen stehen in Deutschland unter strengem Artenschutz und Honigbienenvölker gehören einem Imker. Wer sie tötet, macht sich strafbar. Aber was tun, wenn die Bienen sich in der Nähe von Terrasse, Spielplatz oder Balkon niedergelassen haben?
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Bienen sind nicht aggressiv
Bienen zählen zu den wichtigsten Bestäubern unserer Pflanzen. Ein Bienennest im Garten ist also kein Grund zur Sorge, sondern eher ein Zeichen für ein gutes ökologisches Umfeld. Ohne die Tiere gäbe es viele Obst- und Gemüsesorten nicht mehr. Bienen sind nicht aggressiv und stechen nur, wenn sie sich bedroht fühlen. Ihr Stich, der für sie tödlich ist, ist rein zur Notwehr gedacht.
Was tun, wenn Bienen sich im eigenen Garten niedergelassen haben?
Wenn sich ein Bienenschwarm im eigenen Garten niedergelassen hat, sorgt das oft zunächst für Unsicherheit, vor allem, wenn Kinder dort spielen. Wichtig ist jedoch zu wissen, dass Bienen zwar friedlich sind, aber Abstand brauchen.
Bienen im Garten? Ruhe bewahren!
Vermeiden Sie hektische Bewegungen in der Nähe des Nestes. Versuchen Sie auf keinen Fall, es selbst zu entfernen. Halten Sie Kinder, Allergiker und Haustiere fern und markieren Sie den Bereich gegebenenfalls mit Absperrband oder Hinweisschildern, damit es nicht vergessen wird.
Bienennester nicht selbst entfernen!
In Deutschland stehen alle Bienenarten, also sowohl Honigbienen als auch Wildbienen wie Hummeln, unter besonderem Schutz nach dem Bundesnaturschutzgesetz. Das Entfernen oder Zerstören von Bienenvölkern ist somit gesetzlich verboten. Wer Bienen verletzt oder vertreibt, riskiert ein hohes Bußgeld.
Experten kontaktieren
Wenden Sie sich an einen lokalen Imkerverein oder die Untere Naturschutzbehörde Ihrer Stadt oder Gemeinde. In Notfällen, zum Beispiel bei Allergikern oder direkter Gefahr, können auch die Feuerwehr oder das Ordnungsamt helfen. Meist wird dann ein Imker hinzugezogen, der das Nest professionell umsiedelt.
Bienen-Nest akzeptieren oder umsiedeln lassen
In vielen Fällen kann das Nest einfach bleiben, vor allem dann, wenn es sich an einem geschützten, wenig genutzten Ort befindet. Ist das Nest ungünstig platziert, kann es in der Regel schonend umgesiedelt werden. Das übernimmt dann ein geschulter Fachmann in Zusammenarbeit mit den Behörden.
So erkennen Sie eine Biene
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Insekt |
Aussehen |
Größe |
Verhalten |
typische Merkmale |
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Biene |
rundlich, behaart, gelblich braun |
mittelgroß (ca. 1–1,5 cm) |
friedlich, sticht nur bei Bedrohung |
sammelt Nektar und Pollen, wirkt „pelzig“ |
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Wespe |
schlank, glatt, schwarz-gelb gestreift |
mittelgroß (ca. 1–1,5 cm) |
aufdringlicher an Speisen, kann schnell stechen |
glänzender Körper, schmale Taille |
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Hummel |
groß, sehr behaart, schwarz-gelb oder schwarz-weiß |
größer (bis 2,5 cm) |
sehr friedlich, brummt tief |
wirkt „plüschig“ und schwerfällig im Flug |
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Hornisse |
kräftig, braun-gelb oder braun-orange gefärbt |
am größten (bis 3,5 cm) |
wenig aggressiv, meidet Menschen |
auffällig groß, tiefer Flugton |
Ein Bienennest ist kein Notfall, sondern ein Grund zur Freude
Ein Bienennest im Garten oder auf dem Balkon ist kein Grund zur Sorge, sondern vielmehr ein kleines Naturwunder, das uns die Chance bietet, diese faszinierenden und nützlichen Insekten zu beobachten und zu schützen. Wer informiert handelt und die richtigen Maßnahmen ergreift, schafft nicht nur ein sicheres Umfeld für die Bienen, sondern leistet auch einen wertvollen Beitrag zum Erhalt unserer Umwelt. Pflanzen Sie bienenfreundliche Blumen, Kräuter und Sträucher wie Lavendel, Salbei oder Sonnenhut, die den Tieren reichlich Nahrung bieten. Verzichten Sie auf Pestizide und chemische Dünger, um ihre Lebensräume nicht zu gefährden. An warmen Tagen freuen sich Bienen und andere Insekten auch über flache Wasserschalen mit kleinen Steinen. Darauf finden sie sicher Halt und können ihren Durst stillen.
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Da Bienen in Deutschland unter besonderem Schutz stehen, ist es wichtig, verantwortungsvoll mit ihnen umzugehen. Greifen Sie niemals selbst in ein Nest ein, sondern holen Sie im Zweifel immer fachkundigen Rat ein. So tragen Sie aktiv dazu bei, die unverzichtbaren Bestäuber zu bewahren und können gleichzeitig das lebendige Treiben in Ihrem Garten genießen.
Hilfe bei Bienennestern im Garten
Ansprechpartner & Hilfe vor Ort
Lokaler Imkerverein
Ansprechpartner in Ihrer Region finden Sie unter www.deutscherimkerbund.de
Untere Naturschutzbehörde
Zuständig für Fragen zum Artenschutz und Umsiedlungen
Kontakt über Stadt- oder Kreisverwaltung
Feuerwehr oder Ordnungsamt
Nur bei akuter Gefahr oder Notfällen, zum Beispiel bei Allergikern oder wenn das Nest direkt am Wohnbereich liegt
Bienen-Infoportal des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL): www.bienen.info
Wildbienen & Co. erkennen (NABU):
www.nabu.de
Dieser Artikel ist in Kooperation mitDigitale Seiten, den Spezialisten für die Handwerkersuche entstanden.
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