Paukenschlag in der ARD: Tatort-Kommissar macht nach 30 Jahren Schluss - Fans können es nicht fassen
Nach 30 Jahren, 100 Folgen und fast einem halben Leben als Max Ballauf ist Schluss: Klaus J. Behrendt verlässt den Kölner Tatort. Während Fans das ARD-Aus erst einmal verkraften müssen, bleibt die Frage, wie es für Dietmar Bär weitergeht.
Erstellt von Ines Fedder - Uhr
Suche
- Tatort-Aus für Kult-Kommissar Max Ballauf in Köln
- Klaus J. Behrendt gibt Abschied von ARD-Krimi-Reihe bekannt
- Fans trauern nach der Abschiedsmeldung - 30 Jahre Fernsehgeschichte
- Und was ist mit Dietmar Bär?
Eine Ära im deutschen Sonntagabend-Krimi geht zu Ende: Klaus J. Behrendt wird seine Rolle als Kölner Tatort-Kommissar Max Ballauf nach drei Jahrzehnten und exakt 100 Folgen niederlegen. Das gab der WDR am heutigen Dienstag bekannt. Die letzte Episode des 66-Jährigen soll im Herbst 2027 über die Bildschirme flimmern – gedreht wird der Jubiläumsfall noch in diesem Jahr. Es ist nicht die erste und letzte Veränderung, die derzeit bei den öffentlich-rechtlichen Sendern für Aufsehen sorgt. Eine komplette Kehrtwende im Krimi-Genre sowie zahlreiche Änderungen bei den großen Schlagersendungen sollen ARD und Co. neuen Schwung bringen. In diesem Fall hat das TV-Aus für Behrendt jedoch persönliche Gründe.
Klaus J. Behrendt zum Tatort-Aus: "Mein Ziel waren immer 100 Folgen"
Behrendt machte deutlich, dass der Abschied keine spontane Entscheidung war. "Mein Entschluss, dieser Rolle pünktlich zum 30-jährigen Dienstjubiläum Lebewohl zu sagen, ist mir nicht leichtgefallen, reift aber schon länger in mir", erklärte der Schauspieler laut WDR-Mitteilung. Die magische Marke von 100 Episoden habe er sich selbst als Ziellinie gesetzt.
Die Figur Max Ballauf habe ihn nahezu die Hälfte seines Lebens begleitet, so Behrendt weiter. Nach insgesamt fünf Jahrzehnten im Schauspielberuf wolle er künftig mehr Raum für sein Privatleben und seine Familie schaffen.
Ein nachvollziehbarer Wunsch – auch wenn er bei Millionen von Sonntagabend-Zuschauern eine schmerzhafte Lücke hinterlassen dürfte.
Zwischen Tränen und Verständnis: So reagieren die Fans auf die Veränderung im Kölner Tatort
Auf Instagram machte sich nach Bekanntwerden der Nachricht eine Mischung aus Traurigkeit und Respekt breit. "Klar, das musste ja mal passieren, aber es schmerzt dennoch. Ich kann es verstehen. Mein liebstes Kommissaren-Team", schrieb ein Nutzer stellvertretend für viele. Andere bezeichneten Behrendt als "Urgestein des Tatorts" und wünschten ihm für die Zukunft nur das Beste.
Besonders auffällig: Mehrere Kommentatoren äußerten die Hoffnung, dass die Figur Ballauf keinen dramatischen Serientod erleiden möge. Ein Fan brachte das Dilemma vieler Zuschauer auf den Punkt: "Menschlich, eine absolut nachvollziehbare Entscheidung... Als Fan, sehr traurig."
Auch Dankbarkeit prägte die Reaktionen – für über 100 gemeinsame Sonntagabende mit dem Kölner Ermittlerduo.
30 Jahre Köln, davor schon Düsseldorf
Die Geschichte von Klaus J. Behrendt als Tatort-Ermittler reicht sogar weiter zurück als bis 1997. Bevor er gemeinsam mit Dietmar Bär den Kölner Tatort übernahm, hatte Behrendt bereits acht Fälle als Kommissaranwärter im Düsseldorfer Ableger der Krimireihe gedreht. "Die Rolle Max Ballauf hat mich fast die Hälfte meines Lebens begleitet", resümierte der Schauspieler selbst.
Mit dem Wechsel nach Köln formierte sich 1997 eines der beständigsten und populärsten Ermittlerduos der gesamten ARD-Reihe. Ballauf und Schenk standen über Jahrzehnte hinweg für verlässliche Sonntagabend-Unterhaltung – und prägten das Bild des Kölner Tatorts wie kein anderes Gespann.
Wann gibt es den letzten Tatort mitMax Ballauf?
Im Herbst 2027 fällt für Behrendt dann endgültig die letzte Klappe. Damit verliert der Kölner Tatort einen seiner prägendsten Ermittler. Das Duo Ballauf und Schenk zählt zu den dienstältesten Kommissars-Gespannen in der Geschichte der ARD-Krimireihe – und zu den beliebtesten, wie die Reaktionen der Fans zeigen.
Und was ist mit Dietmar Bär alias Freddy Schenk ?
Während Behrendt seinen Abgang vorbereitet, denkt sein Serienpartner Dietmar Bär nicht ans Aufhören. Der Schenk-Darsteller akzeptiere die Entscheidung seines Kollegen, wenn auch mit Wehmut: "Seine Entscheidung, nach Folge 100 auszusteigen und einen neuen Lebensabschnitt zu beginnen, habe ich natürlich schweren Herzens zu akzeptieren", so Bär. Er selbst und das Kölner Team hätten jedoch noch Energie für weitere Fälle.
Gemeinsam mit dem WDR plant Bär bereits die Zukunft der Kölner Krimireihe – offenbar mit einem neuen Ermittlerpartner an seiner Seite. Auch WDR-Intendantin Katrin Vernau würdigte Behrendts authentische Darstellung über die Jahrzehnte hinweg und begrüßte gleichzeitig, dass Bär dem Tatort als Hauptkommissar treu bleibt.
Weitere aktuelle Themen lesen Sie auch hier:
- Kollaps während des Drehs - TV-Star musste um Hilfe bitten
- Stefan Mross: Entertainer rastet aus - Abrechnung bei der Abschiedsparty
- rammy-Preisträger im Alter von 56 Jahren tragisch verstorben
- ARD-Serienliebling (68) muss Fuß amputiert werden
- Angela Merkel: Nach CDU-Wahldebakel - jetzt reagiert die Altkanzlerin
ife/gom/news.de/stg
Erfahren Sie hier mehr über die journalistischen Standards und die Redaktion von news.de.