TV: ARD-Hauptstadtstudiochef: Politiker-Interviews wichtiger denn je

Politiker und Politikerinnen nutzen oft soziale Medien, um ihre Botschaften selbst zu steuern. Warum Sommerinterviews für die ARD trotzdem wichtiger werden, erklärt Markus Preiß.

Erstellt von - Uhr

Aktuelle Nachrichten rund ums Thema Fernsehen lesen Sie auf news.de (Symbolbild). (Foto) Suche
Aktuelle Nachrichten rund ums Thema Fernsehen lesen Sie auf news.de (Symbolbild). Bild: Adobe Stock / StockPhotoPro

ARD-Hauptstadtstudioleiter Markus Preiß hält politische Sommerinterviews trotz der Konkurrenz durch soziale Medien für wichtig. "Gerade weil Politiker heute ihre Botschaften selbst verbreiten können, haben solche Interviews eine besondere Bedeutung", sagte Preiß der Deutschen Presse-Agentur. "Ein Interview gehört zu den wenigen Formaten, in denen sie sich auch den Themen stellen müssen, über die sie lieber nicht reden würden."

"Die Welt verändert sich rasant und macht längst keine Sommerpause mehr", sagte Preiß. Es gehe längst nicht mehr darum, Politiker in einer ruhigen Zeit von ihrer persönlichen Seite kennenzulernen. "Wir leben in ernsten Zeiten, und entsprechend sind auch die Interviews."

Um auch jüngere Menschen zu erreichen, setzt die ARD nach Angaben von Preiß verstärkt auf soziale Medien. Die Interviews würden auch für TikTok, Instagram und YouTube aufbereitet.

Nach Störaktionen: Interviews dieses Jahr im Studio

Die Sommerinterviews finden in diesem Jahr erstmals nicht mehr am Spreeufer vor dem Bundestag, sondern im Studio des ARD-Hauptstadtstudios statt. Nach den Störaktionen bei den Interviews mit Alice Weidel und CSU-Chef Markus Söder im vergangenen Jahr habe die ARD entschieden, das Format zu verlegen. "Wir wollen Interviews führen und uns nicht den ganzen Tag mit Sicherheits- und Logistikfragen beschäftigen", sagte Preiß. "Unsere Aufgabe ist Journalismus. Wir wollen über Inhalte sprechen."

Die ARD-Sommerinterviews beginnen am Sonntag (5. Juli) mit Vizekanzler und Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD). Bis Ende August folgen Gespräche mit den Vorsitzenden der im Bundestag vertretenen Parteien sowie Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU).

Die jeweils rund 30-minütigen Interviews laufen sonntags um 18.00 Uhr im Ersten auf dem Sendeplatz des "Bericht aus Berlin" sowie in der ARD-Mediathek und den Social-Media-Kanälen der "Tagesschau".

+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++

Weitere aktuelle News im Ressort "TV":

/roj/news.de

Erfahren Sie hier mehr über die journalistischen Standards und die Redaktion von news.de.