Gil Ofarim: Dschungelcamp-Autor spricht von Manipulation - er legt alles offen

Der Sieg von Gil Ofarim kam für viele überraschend. In seinem Podcast "Apokalypse & Filterkaffee" spricht nun Dschungel-Autor Micky Beisenherz erstmals über die diesjährige Dschungelcamp-Staffel und gesteht Fehler ein. Alles Manipulation?

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Gil Ofarim: Hat RTL ihn bewusst in die Opferrolle gedrängt? (Foto) Suche
Gil Ofarim: Hat RTL ihn bewusst in die Opferrolle gedrängt? Bild: dpa/Rolf Vennenbernd
  • Dschungel-Autor Micky Beisenherz spricht erstmals über Manipulationsvorwürfe gegen RTL
  • RTL-Gagschreiber gesteht Fehler ein: "Mehr Sprüche auf Kosten von Gil"
  • Im Podcast: Journalistin kritisiert fehlende Einordnung der Ereignisse

Er gehört zu den umstrittensten Siegern aller Staffeln - Dschungelkönig Gil Ofarim. Für viele kommt der Erfolg des Skandalsängers nicht von ungefähr. Im Netz wird stetig über eine mutmaßliche Manipulation des Senders RTL gemunkelt. Man habe Ofarim als Opfer präsentiert, die Vorfälle rundum den Davidstern-Skandal und seine Falschaussagen nicht richtig eingeordnet. Die Folge: Im Netz verbündeten sich die Fans des Sängers abermals gegen das ehemalige Hotel, in dem der Sänger einst eincheckte.

Im Podcast "Apokalypse & Filterkaffee" ordnet Dschungel-AutorMicky Beisenherz die Geschehnisse im Dschungel nun, sieben Tage nach dem unerwarteten Sieg von Gil Ofarim, noch einmal ein.

Autor Micky Beisenherz gesteht Fehler bei Berichterstattung des Dschungelcamps ein

"Es hätte immer ein paar mehr Sprüche geben können auf Kosten von Gil, was sicherlich dem Mischungsverhältnis gut getan hätte", räumte der 48-Jährige im Gespräch mit Journalistin Anne Hähnig ein. Einen gezielten Plan, Ofarim zum Dschungelkönig zu machen, habe es jedoch nie gegeben.

Beisenherz wehrt sich gegen Manipulationsvorwürfe

Der Autor bezeichnet den Verlauf der Staffel als "tatsächlich unglücklich" und nimmt die Kritik an der Produktion nach eigenen Worten hin. Entschieden weist er jedoch zurück, dass Gil Ofarim absichtlich geschont worden sei. Auch eine Einflussnahme des Senders auf seine Texte habe es nicht gegeben.

Über Gil Ofarim: "Er hat diesen Raum aufgemacht, in dem der Zweifel entsteht"

Bemerkenswert: Beisenherz gesteht ein, dass ihn Ofarims Andeutungen im Camp zeitweise selbst verunsichert hätten. "Er hat diesen Raum aufgemacht, in dem der Zweifel entsteht", so der Podcast-Macher. Im Rückblick könne man allerdings "felsenfest sagen: Es stimmt halt einfach nicht". Der Sieg des Musikers habe "sehr, sehr viele Menschen vor Ort überrascht".

Journalistin wirft RTL Versäumnisse vor

Anne Hähnig, die den Prozess gegen Ofarim für die "Zeit" journalistisch begleitete, übt scharfe Kritik am Sender. RTL habe es versäumt, dem Publikum die tatsächlichen Erkenntnisse aus dem Verfahren transparent zu vermitteln. Insbesondere die Rolle des Hotelmitarbeiters Markus W. sei den Zuschauern nicht ausreichend erklärt worden.

Keine Anhaltspunkte für eine Manipulation

Die Journalistin beschreibt die Ermittlungen im Davidstern-Fall als außergewöhnlich umfangreich – vergleichbar mit dem Aufwand bei einem Mordprozess. Das Ergebnis sei dabei "total eindeutig" gewesen: Für eine Manipulation hätten sich keinerlei Anhaltspunkte gefunden. Diese klare Faktenlage hätte der Sender nach Hähnigs Ansicht deutlicher kommunizieren müssen.

Machtgefälle im Camp kippte zugunsten von Gil

Hinter den Kulissen der Show beobachtete Beisenherz eine interessante Verschiebung der Dynamik unter den Kandidaten. Weil mehrere Mitcamper – allen voran Ariel – gleichzeitig gegen Ofarim Position bezogen, wirkte der Sänger zeitweise wie das Opfer der Gruppe. Dieses gekippte Machtgefälle spielte ihm offenbar beim Publikum in die Karten.

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