15.03.2021, 07.19 Uhr

Grammys 2021 im Live-Stream und TV: Staraufgebot mit Corona-Beschränkungen! ALLE Gewinner im Überblick

Eigentlich werden die Grammys meist im Januar oder Februar verliehen, aber in diesem Jahr musste die Gala wegen der Corona-Pandemie verschoben werden. Dafür wurde mit zahlreichen Superstars und Sicherheitsabstand eine "großartige Show" geboten. Alle Infos zum Live-Stream sowie den wichtigsten Nominierung und Gewinnern, finden Sie hier.

Die Grammy Awards wurden 2021 zum 63. Mal verliehen. Bild: dpa

Fünf Bühnen, aber keine Zuschauer davor: Auch die diesjährige Verleihung der US-Musikpreise Grammys in der Nacht zum Montag (15.03.2021, ab 1 Uhr MEZ) war von der Corona-Pandemie geprägt. Wegen des zugespitzten Infektionsgeschehens in Los Angeles war die Gala schon von Ende Januar verschoben worden. Produzent Ben Winston, der normalerweise mit Comedian James Corden an dessen berühmter "Carpool Karaoke" arbeitet und in diesem Jahr zum ersten Mal für die Grammys zuständig ist, versprach eine Show "mit Herz, die sich nicht isoliert, leise oder alleine anfühlt", wie er dem "Rolling Stone" sagte.

Mit einer Mischung aus live gespielter und vorab aufgenommener Auftritte waren zahlreiche Stars wie Taylor Swift, Billie Eilish, Cardi B, Post Malone, Megan Thee Stallion und die südkoreanischen Chartstürmer BTS dabei+. Bruno Mars besorgte sich mit seiner neuen Band Silk Sonic kurzfristig per Twitter-Anfrage an die Veranstalter auch noch einen Auftritt.

Grammys am 15.03.2021 im Live-Stream und als Wiederholung bei MagentaTV undMagentaMusic 360

Eine Live-Übertragung gab es am 15.03.2021 exklusiv bei der Telekom auf Magenta TV. Wer kein Abonnement hat, konnte auf den kostenlosen Stream bei MagentaMusic 360 zugreifen.Ab 1 Uhr wurde dort die Verleihung der 63. Grammy Awards live übertragen. Sollten Sie nicht zu den Nachteulen gehören, können Sie sich die Wiederholung der Show ab 20.15 Uhr auf dem Sender #dabeiTV bei MagentaTV oder als Video-on-Demand bei MagentaMusic 360 anschauen.

Grammys 2021 - Die Nominierungen: Beyoncé, Taylor Swift, Dua Lipa, Roddy Ricch, Billie Eilish, Megan Thee Stallion und DaBaby

Mit neun Nominierungen ging Sängerin Beyoncé als Favoritin in die Preis-Gala. Ebenfalls mehrere Nominierungen hatten unter anderen Taylor Swift, Dua Lipa, Roddy Ricch, Billie Eilish, Megan Thee Stallion und DaBaby. Die Preise wurden in mehr als 80 Kategorien vergeben. Rund 13.000 Mitglieder der Recording Academy entschieden über die Preisträger der Grammys, die zu den begehrtesten Musikpreisen der Welt zählen und in diesem Jahr zum 63. Mal verliehen werden. Die von Comedian Trevor Noah moderierte Gala soll live in Fernsehen und Internet übertragen werden.

 

Grammys 2021: Das sind die Gewinner des Abends

Mit der Rekordzahl von insgesamt 28 Auszeichnungen ist die US-Sängerin Beyoncé zur Königin der Grammys aufgestiegen - und feierte gleichzeitig den allerersten Preis für ihre neunjährige Tochter Blue Ivy. "Ich weiß, dass meine Tochter zuschaut. Blue - Glückwunsch", sagte Beyoncé bei der knapp vierstündigen, live im Fernsehen übertragenen Gala in der Nacht zum Montag in Los Angeles. "Ich bin so stolz auf dich. Ich bin so stolz, deine Mutter zu sein." Blue Ivy Carter gewann gemeinsam mit ihrer Mutter in der Kategorie "Bestes Musikvideo" für "Brown Skin Girl". Beyoncé wurde außerdem noch mit drei weiteren Grammys ausgezeichnet und hat damit nun mehr Preise als jede andere Frau in der Geschichte der Grammys eingeheimst.

Die 28. Auszeichnung gewann die 39-Jährige, die mit neun Nominierungen als Favoritin in die Gala gegangen war, in der Kategorie "Beste R&B-Performance" für "Black Parade". "Ich fühle mich so geehrt und bin so aufgeregt", sagte die Sängerin. Es sei eine "magische Nacht". Bislang hatte die US-Bluegrass-Sängerin Alison Krauss mit ihren 27 Grammys den Rekord bei den Frauen gehalten. Die insgesamt meisten Grammys, nämlich 31, hat der 1997 gestorbene ungarisch-britische Dirigent Georg Solti eingesammelt.

Auch alle anderen Preise in den Königskategorien gingen bei der diesjährigen Gala an Frauen: Taylor Swift gewann mit "Folklore" die Auszeichnung für das "Album des Jahres" - und bedankte sich bei den Fans und bei ihrem Freund Joe Alwyn. "Ich hatte die beste Zeit dabei, mit dir in der Quarantäne Songs zu schreiben." Es war bereits ihr dritter Sieg in dieser Kategorie. Vorjahres-Abräumerin Billie Eilish bekam den Grammy für die "Aufnahme des Jahres" für "Everything I Wanted" - auch wenn die Sängerin diese Auszeichnung eigentlich lieber bei der ebenfalls nominierten Rapperin Megan Thee Stallion gesehen hätte. "Megan, du verdienst ihn", sagte Eilish. "Du hattest ein unvergleichbares Jahr."

Die Rapperin gewann aber den Preis als "Beste neue Künstlerin" und gleich noch zwei weitere für "Savage", ihre Kooperation mit Beyoncé. "Wir haben wirklich ein höllisches Jahr hinter uns, aber wir haben es da durch geschafft", sagte die Musikerin - und sorgte dann noch für Wirbel, weil sie gemeinsam mit Kollegin Cardi B. lasziv und leicht bekleidet rund um einen gigantischen Stöckelschuh und ein riesiges Bett herum tanzte. "Wow, wow, wow", kommentierte Moderator Trevor Noah. "Das ist Wahnsinn." Viel Jubel bekam auch der Musiker Harry Styles, der mit Federboa und nacktem Oberkörper auftrat und später zudem den Preis für die "Beste Pop-Performance" bekam.

Debatte um Diversität bei den Grammys

Neben der Pandemie spielten auch die Proteste gegen Rassismus in den USA, die im vergangene Sommer nach dem Tod des Afroamerikaner George Floyd bei einem brutalen Polizeieinsatz hochgekocht waren, bei der Gala immer wieder eine Rolle. "Diesen Kampf, den wir im Sommer 2020 in uns hatten? Lasst uns diese Energie beibehalten", forderte die Sängerin H.E.R., nachdem sie den Preis in der Kategorie "Song des Jahres" für ihre als Reaktion auf die Proteste geschriebene Hymne "I Can't Breathe" bekommen hatte. Während eines Auftritts des Rappers Lil Baby wandte sich zudem die Aktivistin Tamika Mallory direkt an US-Präsident Joe Biden: "Präsident Biden, wir verlangen Gerechtigkeit."

Überschattet wurde die Gala von schon seit längerem anhaltenden Debatten über Transparenz und Diversität bei der Preisvergabe. Der kanadische Sänger The Weeknd - der zu den derzeit erfolgreichsten Musikern gehört, aber nicht nominiert worden war - hatte schon im Vorfeld angekündigt, die Grammys künftig zu boykottieren. Auch der ebenfalls nicht nominierte Musiker Zayn Malik hatte die Grammys für mangelnde Transparenz und Diversität kritisiert - und trat während der Verleihung via Twitter nach: Die bisherigen Fortschritte reichten nicht aus. "Ich halte den Druck aufrecht", schrieb Malik. "Wir müssen sicherstellen, dass wir die kreative Qualität von allen ehren und feiern."

Grammys 2021: Diese Deutschen waren nominiert

Deutsche Grammy-Hoffnungen erfüllten sich nicht: So musste sich etwa der Pianist Igor Levit mit seiner Aufnahme der kompletten Beethoven-Sonaten in der Kategorie "Bestes klassisches Instrumentalsolo" dem US-Bratschisten Richard O'Neill geschlagen geben.

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bua/news.de/dpa

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