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"24 Wochen" als ZDF-Wiederholung: TV-Kritik "24 Wochen": Lohnt sich das Einschalten am 26.03.2018?

"24 Wochen": Astrid (Julia Jentsch) und ihr Mann Markus (Bjarne Mädel) stehen vor einer schicksalhaften Entscheidung. Bild: ZDF/Friede Clausz

Bis hierhin strahlt die Erzählung eine große Wahrhaftigkeit aus. Regisseurin Anne Zohra Berrached und ihr Drehbuchmitautor Carl Gerber zeigen in oft dokumentarisch anmutender Direktheit die komplizierte und verantwortungsbewusste Suche der werdenden Eltern nach der für sie und ihr noch ungeborenes Kind richtigen Entscheidung. Das ist einfühlsam und nachvollziehbar erzählt. Leider bleibt es nicht dabei.

Regisseurin Anne Zohra Berrached erzählt Geschichte über Abtreibung

Im weiteren Verlauf wird die Geschichte unnötigerweise zugespitzt: Bei dem Fötus wird zusätzlich ein schwerer Herzfehler diagnostiziert. Wenn überhaupt, könnte das Kind nur nach mehreren Operationen bald nach der Geburt überleben. Astrid, bereits im sechsten Monat schwanger, kann laut Gesetz eine so genannte Spätabtreibung vornehmen lassen. Aber will sie das? Die Gespräche mit Markus, mit ihrer Mutter und anderen helfen ihr nicht. Sie muss sich ganz allein entscheiden. Das fällt ihr verständlicherweise unsagbar schwer. Doch dann fasst sie einen Entschluss und geht damit sogar an die Öffentlichkeit.

"24 Wochen": Julia Jentsch und Bjarne Mädel überzeugen in Abtreibungs-Drama

Der Film hat seine stärksten Momente, wenn die Kamera ruhig an Astrids und Markus' Seite ist, ihre Sorgen spiegelt, Zweifel, Ängste. Mit kleinsten Mitteln porträtiert Julia Jentsch ("Sophie Scholl - Die letzten Tage") glaubwürdig und berührend eine Frau in tiefster Erschütterung. Bjarne Mädel, bekannt aus der Comedyserie "Der Tatortreiniger" (NDR), aus der ARD-Serie "Mord mit Aussicht" oder auch als Partner von Christoph Maria Herbst in der Sitcom "Stromberg", agiert an ihrer Seite ebenfalls überaus sensibel.

Fazit: "24 Wochen" ist nichts für schwache Nerven

Nachhaltig wirken neben dem Spiel von Jentsch und Mädel nun einige Momente um medizinische Vorgänge. Zum Beispiel wird geradezu brutal genau gezeigt, was es heißt, wenn ein Neugeborenes operiert werden muss. Manche Augenblicke sind für sensible Zuschauer sicherlich eine Zumutung. Besonders schwer zu ertragen sind jene Szenen, in denen detailliert vorgeführt wird, wie eine Spätabtreibung abläuft, was sie für die Schwangere und für das Ungeborene bedeutet.

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jat/kns/news.de/dpa

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