16.12.2016, 16.30 Uhr

"Krauses Glück" in der Wiederholung: Horst Krause ist ein Querkopf mit Herz für Flüchtlinge

Zum fünften Mal stand Horst Krause für die Filmreihe um seinen Namensvetter vor der Kamera. In "Krauses Glück" lebt der Brandenburger Querkopf seine Idee von "Willkommenskultur" aus. So sehen Sie den Film in der Wiederholung.

Krause unternimmt mit zwei Flüchtlingsjungs eine Ballonfahrt. Bild: rbb/Arnim Thomaß

Im Dorf will sie keiner haben. Und das zeigen die Bewohner von Schönhorst der syrischen Flüchtlingsfamilie auch deutlich. Als Querkopf Horst Krause - pensionierter Polizeihauptmeister - die Geflüchteten auf seinem Hof aufnimmt, muss er erstmal gegen die gesammelten Vorurteile von Nachbarn und Freunden ankämpfen. In "Krauses Glück" spielt Schauspieler Horst Krause zum fünften Mal die Hauptrolle in der beliebten Filmreihe um seinen Namensvetter Horst Krause.

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"Krauses Glück" am 16.12.2016 verpasst? Wiederholung online (ARD-Mediathek) und im TV

Falls Sie "Krauses Glück" am Freitag, den 16. Dezember, verpasst haben oder Sie den Film noch einmal sehen wollen, können Sie den ARD-Freitagsfilm auch als Wiederholung sehen. Im TV wird er am Sonntag, den 25.12.2016, um 20.15 Uhr wiederholt. Wem das nicht passt, findet den Film aber auch nach der TV-Ausstrahlung sieben Tage lang in der ARD-Mediathek. Der Film steht hier kostenlos zum Abruf bereit.

Krause kämpft mit Witz und großem Herz für Flüchtlinge

Von Elke Vogel

Die "Krause"-Reihe lebt von ihren herrlich knorrigen Charakteren - und vor allem Krauses Warmherzigkeit. Mit seiner langsamen Erzählweise nimmt sich Regisseur Bernd Böhlich viel Zeit für die einzelnen Figuren und ihre Eigenheiten. "Ich gestalte die Figur Krause und versuche, ihr Leben zu geben. Das kann ich natürlich nur mit meinen Mitteln. Also steckt Krause in Krause", sagt Schauspieler Krause, der am 18. Dezember seinen 75. Geburtstag feiert.

Krause wird im Film für seine "Willkommenskultur" als "Gutmensch" geschmäht - kontert aber alle Anwürfe mit Witz, Ironie und zupackendem Pragmatismus. "Schönhorst ist ein deutsches Dorf", sagt der Bürgermeister (Boris Aljinovic) des fiktiven Brandenburger Örtchens. "Noch ein paar Jahre, dann ist es ein deutscher Friedhof", entgegnet Krause. "Oder willst du den Leuten verbieten zu sterben." Bis sich am Ende alle einigermaßen zusammenraufen, ist es ein langer Weg voller teils skurriler Missverständnisse.

Horst Krause verliert dabei nie die Geduld und den Humor. Gemeinsam mit seiner zunächst äußerst skeptischen Schwester Elsa (Carmen-Maja Antoni in Hochform) quartiert er die Geflüchteten im Gasthof ein. Und Krause, der zuletzt ziemlich gelangweilt und frustriert vom Leben war, fühlt sich plötzlich wieder gebraucht. "Erst passiert gar nichts - und dann alles auf einmal", sagt er verblüfft.

"Wir sind völlig ausgebucht. 'Ne Reisegruppe aus Syrien - bleiben länger", sagt Elsa Krause, als überraschend ihre gerade nur knapp dem Knast entkommene Schwester Meta (Angelika Böttiger) auftaucht und über Nacht bleiben will. Und Krauses Kumpel Schlunzke (Andreas Schmidt) wird zwar von seiner großen Liebe enttäuscht, gewinnt am Ende aber die Herzen der kleinen Syrer Mohammed und Jussuf (Haulan und Yarsan Hushmen).

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gea/lid/news.de/dpa

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