Banken-Betrug: Sparkasse warnt vor "verdächtiger Anmeldung auf dem Konto"

Erneut sind betrügerische E-Mails im Umlauf - dieses Mal im Namen der Sparkasse, die Kunden vorgeblich vor einer verdächtigen Anmeldung auf dem Konto warnt. Hinter den Nachrichten steckt jedoch nicht die Bank selbst.

Erstellt von - Uhr

Betrüger versenden aktuell wieder Nachrichten im Namen der Sparkasse. (Foto) Suche
Betrüger versenden aktuell wieder Nachrichten im Namen der Sparkasse. Bild: picture alliance/dpa | Patrick Pleul
  • Kriminelle versenden betrügerische E-Mails im Namen der Sparkasse
  • Die Bank selbst warnt nun ausdrücklich vor den Phishing-Nachrichten
  • Um ihre Opfer auszutricksen, inszenieren die Betrüger einen Cyberangriff

Mehr zu Betrugsversuchen und Cyberkriminalität finden Sie am Ende dieses Beitrags.

Die Flut an betrügerischen E-Mails reißt nicht ab - ganz im Gegenteil. Auch im März werden wieder zahllose Phishing-Versuche von Banken vermeldet. So versenden Betrüger derzeit erneut E-Mails im Namen der Sparkasse - mit dem Ziel, Kundinnen und Kunden zur Preisgabe sensibler Online-Banking-Daten zu verleiten. Die Masche kann gravierende finanzielle Folgen für die Opfer haben.

Sparkasse warnt vor angeblichen Sicherheitswarnungen

Die betrügerischen E-Mails wirken auf den ersten Blick seriös. Vorwand ist laut der Warnung der Sparkasse eine angeblich "verdächtige Anmeldung" auf dem Konto von einem anderen Gerät. Angegeben werden eine IP-Adresse sowie der Standort "Indien" - vermutlich, um einen vermeintlichen Cyberangriff zu inszenieren.

In der Nachricht werden Empfänger dazu aufgefordert, über einen Link ihr Konto zu überprüfen. Dieser Link führt jedoch nicht zur echten Sparkassen-Webseite, sondern zu einer Phishing-Seite. Dort sollen Nutzer ihre Online-Banking-Zugangsdaten sowie weitere persönliche Informationen eingeben. Doch damit endet der Betrug oft nicht.

Zweiter Schritt der Betrugsmasche mit Anruf

In einem zweiten Schritt werden die erbeuteten Daten für einen weiteren Angriff von den Betrügern genutzt: Bei einem betrügerischen Telefonanruf geben sich die Täter als Mitarbeiter der Sparkasse aus, teilweise sogar mit gefälschter Rufnummer, die scheinbar von einer echten Bank stammt. Diese Betrugsmethode nennt sich auch "Call-ID-Spoofing".

Am Telefon versuchen die Betrüger dann, ihre Opfer dazu zu bringen:

  • ein fremdes Gerät als "vertrauenswürdig" freizugeben
  • eine TAN einzugeben
  • oder eine Überweisung zu bestätigen, die die Täter selbst initiiert haben

All das geschieht unter dem Vorwand, das Konto "zu sichern" oder einen angeblichen Schaden abzuwenden.

So schützen Sie sich vor der Betrugsmasche

Damit Sie nicht Opfer der Masche werden, sollten Sie es vermeiden, auf Links in E-Mails zu klicken, die angeblich von ihrer Bank stammen. Rufen Sie das Online-Banking immer direkt über die offizielle Webseite oder die App auf und geben Sie keine Daten auf Webseiten ein, die Sie über Ihre E-Mails geöffnet haben.

Und das wichtigste: Lassen Sie sich nicht unter Druck setzen - weder per E-Mail noch am Telefon. Echte Mitarbeiter von Banken fordern keine spontanen Freigaben oder TANs zur "Sicherung" Ihres Kontos. Bestätigen Sie nur Aufträge, die Sie selbst bewusst ausgelöst haben und gehen Sie grundsätzlich mit Misstrauen an finanzielle Anfragen heran.

Sollten Sie Ihre Daten bereits preisgegeben haben, lassen Sie Ihren Online-Banking-Zugang umgehend bei Ihrer Bank sperren und prüfen Sie Ihre Kontobewegungen auf verdächtige Transaktionen.

Mehr zu Themen wie Datenschutz und Betrugsmaschen lesen Sie hier:

/mlk/news.de

Erfahren Sie hier mehr über die journalistischen Standards und die Redaktion von news.de.