DFB-Pokal: Schalke kämpft gegen Krise - Muslic setzt auf "kühlen Kopf"

Nach dem Pokal-Aus steht Schalke laut Trainer Muslic vor harten Wochen. Er mahnt zur Geschlossenheit. Warum die Stürmer trotz Torflaute in Schutz genommen werden.

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Die DFB-Pokal-Trophäe wird beim Finale im Olympiastadion präsentiert. (Foto) Suche
Die DFB-Pokal-Trophäe wird beim Finale im Olympiastadion präsentiert. Bild: picture alliance/dpa | Jan Woitas

Auf Schalke schrillen die Alarmglocken. Kein Sieg und nur ein Tor aus den vergangenen fünf Pflichtspielen - der FC Schalke 04 schlittert Richtung Krise. Nach dem 0:2 bei Dynamo Dresden in der zweiten Runde des DFB-Pokals ruft Miron Muslic zu Geschlossenheit auf: "Auch wenn harte Wochen vor uns stehen, ich bin vorbereitet, wir sind vorbereitet auf das", sagte Schalkes Cheftrainer mit ruhiger Stimme.

Vor dem Heimspiel an diesem Samstag (15.30 Uhr) gegen das auswärts in der Bundesliga noch punktlose RB Leipzig mit Trainer Martín Demichelis steht S04 früh in der Saison unter Druck. "Wir bewahren einen klaren, kühlen Kopf. Ich weiß, wie Schalke sein kann. Ich weiß, wie Schalke tickt, ich weiß aber auch, was wir geschaffen haben in den letzten 16 Monaten, weil wir ruhig gehalten haben, wir an uns geglaubt haben, weil wir geschlossen und klar waren", sagte Muslic.

Muslic will keine Ausreden suchen

Eines will er nach dem 0:2 in Dresden und sieben fehlenden Stammspielern nicht zulassen: Alibis. "Wir dürfen keine Ausreden suchen, sondern müssen es so annehmen, wie die Situation ist. Wir haben die Verletzungen nie zur Thematik gemacht, das mag ich nicht, das mögen wir nicht", stellte Muslic klar.

Er kenne solche Situationen auf Schalke: "Ich weiß noch ganz genau, wie es vor 16 Monaten auf Schalke war. Es war alles in Schutt und Trümmern, wir haben aber den Mut nicht verloren." Er sei froh, dass die Delle jetzt da sei und nicht im "März, April oder Mai, wenn es um alles geht. Wir werden am Ende der Saison wieder alles erreichen, was wir uns vorgenommen haben".

Karaman: "Waren nicht aggressiv genug"

Auch wenn das Programm mit RB Leipzig, in Hoffenheim und daheim gegen Stuttgart hart werde: "Das müssen wir überstehen, da müssen wir durch, geschlossen, gemeinsam", sagte Muslic. Seine Stürmer will er nicht an den Pranger stellen. "Ich muss die Stürmer in Schutz nehmen", sagte der Cheftrainer, "wir müssen es als Mannschaft besser vorbereiten." Er wolle wieder in die Situation kommen, wo Edin Dzeko und Co. auch Chancen liegenlassen. "Da sind wir noch nicht, da müssen wir hinkommen, es ist eine kollektive Aufgabe."

Die Führungsspieler selbst nehmen sich in die Pflicht. Der nach einer Verletzung in den Kader zurückgekehrte Kenan Karaman haderte mit dem laschen Auftritt in Dresden. "Wir waren nicht aggressiv genug, vielleicht zu passiv, hätten auch höher anlaufen können. Wir haben auch mit Ball nicht die Lösungen gefunden, waren zu schlampig teilweise, um gefährliche Aktionen nach vorn zu kreieren", sagte der 32-Jährige. Der Trainer zeige immer wieder Lösungen auf. "Es liegt in unserer Verantwortung, diese auf dem Platz umzusetzen. Wir müssen es schnellstmöglich schaffen, gefährlicher zu werden."

Torhüter Loris Karius, der in Dresden keinen guten Tag erwischte, nahm das Team in die Pflicht: "Wir hatten zu wenig Power nach vorne. Der Plan war, weiterzukommen - das haben wir nicht geschafft. Wir müssen uns als Mannschaft hinterfragen, jetzt eine Reaktion zeigen." Trainer Muslic teilte die Meinung: "Wir waren extrem unsauber, unpräzise mit dem Ball. Wir sind sehr enttäuscht, müssen sehr selbstkritisch sein."

Fans schweigen nach Pokal-Aus - Muslic: "Das steht ihnen zu"

Selbst das Schweigen der Fans nach dem Abpfiff, die zuvor 90 Minuten ihr Team vehement unterstützten, kam als Quittung an. "Die Fans haben jedes Recht der Welt, bei einem Auswärtsspiel mit 600 Kilometern hin und zurück und morgen wieder auf der Arbeit gehen, zu schweigen. Da müssen wir durch und das steht ihnen zu", sagte Muslic.

+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++

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